Archiv für Oktober 2008

(Anti-)Deutsche in Israel

Dass sich jetzt so viele analphabetische (post-) studentische Halbtags-Deutsche scheinbar von irgendeiner höheren Macht dazu berufen fühlen, mitsamt all ihrer partyzionistischen Jämmerlichkeit in Israel einzumarschieren, um damit dann – qua Blogberichterstattung natürlich, denn was interessiert die aufmerksame Weltöffentlichkeit mehr als die Erlebnisse von popkommunistischen Mullahstoppern oder Lothar-Matthäus-Fans im freiwilligen Dienste der „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Israel“ – ihre linke Credibility bei antideutschen Dorf-Antifas und anderen philosemitischen Flaggenschwenkern zu untermauern, ist auch einer der zahlreichen Gründe, weswegen man sich nur noch nach Ulbricht sehnen kann, wenn man noch alle Tassen im Schrank hat.

Solange nämlich unter jenem die Deppen aus der „Zone“ nicht raus durften, konnten sie wenigstens nur im eigenen Land Unheil wie Montagsdemonstrationen, Demokratie, Pluralismus in der Kunst, Egon Krenz und schlussendlich die Konterrevolution anrichten.

By the way:
Gibts eigentlich auch Pilgerreisen nach München, die von GSP-Kreisvorsitzenden organisiert werden, oder wäre das ein Verstoß gegens GSP’sche Anti-Personenkult-Gebot?

Shalom,
Rabbi Lyzi

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Kommunismus ist, wenn Hegel verstanden wird

„Ohne Hegel geht’s natürlich nicht, und der Mann will auch seine Zeit haben, bis er verdaut ist. Die kurze Logik in der Enzyklopädie ist ein ganz guter Anfang. (…) Keinesfalls aber dürfen Sie Hegel lesen, wie der Herr Barth ihn gelesen hat, nämlich um die Paralogismen und faulen Kniffe zu entdecken, die ihm als Hebel der Konstruktion dienten. Das ist pure Schuljungenarbeit. Viel wichtiger ist, unter der unrichtigen Form und im erkünstelten Zusammenhang das Richtige und Geniale herauszufinden.“

(Friedrich Engels an C. Schmidt, London, 1. November 1891)

„Was den Herren allen fehlt, ist Dialektik. Sie sehen stets nur hier Ursache, dort Wirkung. Daß dies eine hohle Abstraktion ist, daß in der wirklichen Welt solche metaphysische polare Gegensätze nur in Krisen existieren, daß der ganze große Verlauf aber in Form der Wechselwirkung (…) vor sich geht, daß hier nichts absolut und alles relativ ist, das sehn sie nun einmal nicht, für sie hat Hegel nicht existiert…“

(Friedrich Engels an C. Schmidt, London, 27. Oktober 1890)

Diese beiden kurzen Skizzierungen der marxistischen Methode, die sich von der „kritischen“ dadurch unterscheidet, dass sie selbst das als falsch oder halbrichtig erkannte noch für ihre Zwecke anzuwenden weiss, während die Kritik – aus Unfähigkeit, Undiszipliniertheit, Unsublimität, Lustlosigkeit und Talentlosigkeit – eben bloß ewig übers falsche jammert, es negiert und beleidigt ist, sei hier nur mal kurz zum „Anti-Trottel“-Trottel-Gegrunze der antihegelianischen Commünisten angeführt, für die Engels ja schon Protofaschist und Hegel sowieso Nazi ist. Denken ohne Hegel stellt für sie nicht etwa die Barbarei dar, die sie nachweislich ist, sondern eine vom bürgerlichen Ballast befreite, linke Agitationsgrundlage. Schließlich hat der deutsche Volksfreund es gerne einfach, positivistisch, also: undialektisch, antihegelianisch und somit auch: antikommunistisch. Und sie ahnen dabei im hintersten Bewusstseinskämmerlein schon die Wahrheit über sich selbst: dass sie nämlich, selbst wenn sie Hegel läsen, um keine Gehirnzelle und keine Erkenntnis reicher, um keinen Deut klüger oder dem Kommunismus näher wären als vorher, weswegen sie es ja auch gleich sein lassen können und somit auch ihren Agitationsopfern selbiges empfehlen – im typischen Duktus des stolzen Dummen, der seine Dummheit grundsätzlich auf alle anderen zu projizieren pflegt, damit er sich dem endgültigen Abrutsch in die Psychose verwehren kann, denn für den Dummen sind alle anderen genauso dumm wie er; daß jemand weniger verblödet sein kann, ist für ihn lediglich ein Gerücht, so dass ihm selbst Hegel nur seine eigene Dummheit widerspiegelt. Wer den IQ einer durchschnittlichen Ephemeroptera nur unwesentlich zu überschreiten im Stande ist, dem nützen halt auch die dicksten Bücher und größten Bibliotheken nichts, das beweisen die diversen Blogger und Kritiker jeden Tag aufs neue.

Kritik, das ist der Stumpfsinn in Aktion.
Kritik, die auch noch gegen Hegel frondiert, ist die Regression in ihrer nacktesten Gestalt.

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Das Argumente-Elend II

1. Das sogenannte Argument fungiert als metaphysische Schwanzverlängerung des männlichen GSP-Trottels. Stalinisten, von Natur aus großzügig bepimmelt, brauchen es nicht.

2. Der GSP hat das Monopol auf die Argument-Definition an sich gerissen und damit eine weitere lahmarschige Sorte von demokratischer Diskussionsbarbarei etabliert. Er überlässt dem Dazustoßenden folgende Alternativen: a) mitmachen bei den Hirnlosen, b) wieder nach Hause gehen und sich ob der Falschheit seiner Argumente schämen.

3. Der quasi-religiöse Erweckungskitsch der Argumentierenden jeglicher Sorte (egal ob GSPler, Poplinke, pc-Spinner, Antideutsche, Anarchisten, Antifa-Demonstranten, Maoisten, Maoamisten, Hariboianer, Wertkritiker oder die IV. Internationale) ist banalste Teilhabe am Grunzdiskurs des Steinzeitsozialismus, in welchem jede Höhle ihre eigene Theorie hat, die ausserhalb dieser keine Sau interessiert, bis der jeweilige Messias daniederkommen wird und die jeweilige unrealistische Vorstellung von Klassenlosigkeit herbeizaubert.

4. Der Beginn der Emanzipation der Klassen vom Joch der bürgerlichen Gesellschaft ist stalinistisch, oder er ist nicht.

5. Wer einmal in der Argument- und Diskussionsscheisse drin ist, kommt da unenthirnt nicht mehr raus und darf sich ohnehin keine wirklichen, Wahrheit und Wissenschaft verpflichteten Urteile mehr erlauben, weil er aufgrund seiner Position im irrationalen commünistischen Kasperletheater auf so viele andere Deppen, die er sogar oft schon als solche erkannt hat, Rücksicht nehmen und Loyalität walten lassen muss, so dass er letztlich selber nicht mehr weiss, welche Marionette er in diesem jämmerlichen Kindergartenschauspiel darstellt. Sachlichkeit, Humor, objektiver Verstand sind ab diesem Moment ausser kraft gesetzt. Das Mitglied des globalen Argumentiervereins ist einzig und allein der Sektendisziplin, dem Blogtraffic, seinen Linkaustauschpartnern und der eigenen Theoriehöhle verpflichtet und eben nicht Wissenschaft, Wahrheit und Revolution.

6. Das mittelfristige Ziel linker deutscher Argumentationsbarbarei liegt nicht etwa, wie von all den sprachgestörten Blogdiskutanten idiotischerweise immer wieder propagiert, in der klassenlosen Zukunft, sondern lässt sich schon heute vorzüglich in als Realpolitik verwirklichter Gestalt studieren: In Form der Alt-68er, der demokratischen Erneuerer aus dem Osten und der nationalliberalen Nazienkelsippschaft namens „Die Grünen“. Wer der Welt nochmals so etwas zumuten will, kann nur ein konterrevolutionäres Arschloch erster Güteklasse sein.

7. Er ist zwar ein Depp, aber auch er hatte mal seine hellen Momente:

„Was hilft’s, jemanden belehren und aufklären zu wollen, wenn er ein handfestes Interesse daran hat, dumm zu sein oder wenigstens so zu erscheinen. Und diese Leute haben ein Interesse daran, dumm zu sein oder wenigstens so zu erscheinen, weil die Dummheit jene Schlechtigkeit begründet und entschuldigt, zu der sie Lust hätten: die Vertreibung, das Pogrom.“ (Wolfgang Pohrt, 1982)

Argumente sind sind in diesem Zusammenhang wie Antibiotika: Sie sollen gegen die Scheiße helfen, wirken aber nach einiger Zeit nicht mehr, da die Idioten gegen sie immun werden.
Das Ergebnis von Argument-Bombardements in 99,9 Prozent aller Fälle: Produktion von Dummheit, Unbewusstsein, Idealismus, Reaktion. Deshalb spart man, als jemand, der es mit der Subjektwerdung der Individuen ernst meint, mit Argumenten, wo man nur kann und beschimpft den begriffslosen Pöbel so oft wie möglich, um ihm jegliche Illusion und jegliches Selbstbewusstsein zu nehmen. Das kann man für die Revolution tun, mehr nicht.

8. Argumente selber sind Teilhabe am spätkapitalistischen Unrecht, indem sie die erkaltete Welt als eine darstellen, in der man noch miteinander diskutieren könne.

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Die Argumentpest greift weiter um sich

Immer wieder werde ich, obwohl ich doch lediglich weises, wissenschaftlich eh schon längst nachgewiesenes, verbittertes Drübersteher-Gepöbel von mir geben möchte, weil ja schließlich auch die Zielgruppe lesender Weltgeistjünger bedient zu werden hat, von allen möglichen Hobby-Diskussionsdemokraten, die eine schlecht zusammengekleisterte Rechtfertigung ihrer jeweiligen Wahngebilde dem diskussionsfreudigen Pöbel gerne als Argument unterjubeln, fehlender Argumente bezichtigt.

Mal ganz davon abgesehen, dass das in etwa so sinnvoll ist, wie einem Atheisten vorzuwerfen, er sei nicht gläubig, sei hier nochmal kurz festgehalten:

DAS ARGUMENTIEREN IST DER TOTENGRÄBER DES STALINISMUS!

Klar also, dass ich da nicht mitmache.
Wer Argumente braucht, zeigt damit nur, wie schlecht seine Ausdrucksform, wie unausgegoren seine Gedanken, wie hinterwäldlerisch seine Theorien sind. Was des Arguments bedarf, ist in den unzähligen hobbykellermarxistischen Troglodytendiskussionen auf diversen Blogs und in mies gelayouteten Studentenpresse-Erzeugnissen als „Diskursbeitrag“ o.ä. codiert und war aber in Wahrheit schon immer die genuine Entäußerung des faulen, schäbigen, verschandelten, beschnittenen Bewusstseins.
Als wäre es nicht schon stumpf und sinnlos genug, dass diese Eunuchen mit ihrer Idiotie die Welt verseuchen, so wächst sich diese Praxis zur Komplettkatastrophe aus, wenn dieser heute in allen Szenen herrschende alternative Bierzeltverein seine universale Bananigkeit auch noch als Aufklärung, Kritik, Sachverstand ausgibt.

Ich halte das, als Kommunist, der Revolution einfach nicht zuträglich, und bitte deshalb freundlich aber bestimmt die betreffenden Herr- und Damenschaften, dies doch zukünftig zu unterlassen und stattdessen wieder Halma oder Mallefiz zu spielen.
Danke.

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Einen Autounfall von Haider’schem Ausmaß…

…wünsche ich von ganzem Herzen dem diesjährigen Gewinner des dt. Buchpreises, Herrn Dr. med. Uwe Tellkamp.

Diesem elenden, verlogenen, arschlöchrigen, antikommunistischen Denunzianten-Trottel.
Was hasse ich ihn und seine dämliche DDR-Dissidenten-Drecksfresse, die er schon seit Wochen in alle Kameras, Feuilletonspalten und Mikrofone hält, während er nicht müde wird, im Verbund mit seinen reaktionären Kumpels des deutschen Kulturbetriebs die Leiche des Realsozialismus 19 Jahre nach dessen Ermordung durch seinesgleichen auch noch weiterhin in Grund und Boden zu schänden, als reiche es nicht, dass sich nekrophile Bürgerpimmel wie er seit 1989 erbarmungslos an der Verarmung der ohnehin schon Armen bereichern und an der Verdummung der ohnehin schon Dummen profilieren.

Sehnsucht nach Ulbricht.

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„Echte Stalinisten“

Der Aufstand des niederen Hobby-Blogkommentarspaltenposter-Abschaums gegen die Sittlichkeit und Vernunft des real existierenden Stalinismus zeitigt einmal mehr eine Explosion von Stumpfsinn und Ignoranz innerhalb der Blogosphäre und der ihr angeschlossenen geschlossenen Politik- und Wertkritik-Psychose-Heilanstalten: Inzwischen ist diese beliebte postmoderne Funsportart auch bei den Hackerhippies mit html-Diplom angekommen, wie man zur Belustigung des Zentralkomitees zur Vernichtung der zirkulierenden Vollverblödung z.B. bei den Kretins von zwischendrin.net mitbekommen kann.

Dort beglückt einen Blogger „Blumenkinder“ mit folgender, sowohl in Form als auch Inhalt an nationalsozialistische Rhetorik angelehnte Sülze über meine Kommentare bei „classless Kulla“:

„aber da treibt sich eh auch alles an schmutz im kommentarbereich herum… echte stalinisten und – jetzt wohl auch – identitaere hacker.“

Falls sich nun jemand fragt, was eigentlich „echte Stalinisten“ sind (gibts auch unechte, also quasi Stalinistenbots, die erst gehackt werden müssen, um ihre Unechtheit zu entlarven?), könnte man antworten, dass „echte“ Stalinisten – also: Kommunisten – es im Gegensatz zu den unechten (ich möchte keine Namen nennen *mit den Augen kulla*) ernst mit dem Kommunismus meinen, weswegen friedensbegeisterte Hackerbloggerspacken und ihr heuchelnder Kommentatoren-Anhang trübsinniger Trallafittitrottel halt ein wenig verstimmt sind, schließlich haben sie außer Analphabetismus, Geistlosigkeit und universeller Unfähigkeit (oft auch „Kritik“ genannt) nunmal nichts aufm Kasten.
Vielleicht sind sie auch einfach nur ANGEKOTZT von meiner – also ihrer auf mich projizierten – Blödheit oder EMPÖRT von den „Leichenbergen Lenins“ (Adolf H., österreichischer FÜHRERscheinbesitzer), ich weiss es nicht, denn Urteile, die über solche semi-somatischen Gefühlsbekundungen hinausgehen würden, sind von ihnen in der Regel nicht zu vernehmen.

Was ich dazu so denke?
Nun, ich denke, wie so oft, das hier:


Ihr könnt rennen aber …… – MyVideo

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Haider kaputt – Österreich ganz

Nach dem tödlichen Unfall des Kärntener Neonazis Jörg Haider trauern auch die linksradikalen Geisteskranken von GSP und Bahamas um ihren rassistischen Genossen, der Österreich im Kampf gegen „dreckige Araberfressen“ (J. Wertmüller) und „Neger“ (Karl Held) so weit nach vorn brachte. „Er führte die Speerspitze der europäischen Aufklärung gegen den Islam an. Wir trauern um ihn und unser Beileid gilt seiner Familie“, so ein anonymer Bahamas-Abonnent heute beim Frühstück im McDonald’s in Wien.

Der ambitionierte stalinistische Politblogger LYZIS WELT hingegen schrieb ein lakonisches „lol“ ins Haider-Online-Kondolenzbuch.

Inmitten eines vor allem deutschen und österreichischen publizistischen Enthirnungs-Schwalls von Verständnis und Trauer gegenüber dem nun auch physisch vollbrachten Ableben dieses antisemitischen Drecksfaschisten, welcher bis hin zum rechtsliberalen Stumpfsinnsblatt „Süddeutsche Zeitung“ seine braune Soße durch Europa rotzte, bewahrte lediglich die israelische Zeitung „Jedijot Achronot“ Contenance und brachte einen Kommentar mit dem Titel „Der geistige Enkel Hitlers. Wer war Jörg Haider?“

Falls sich nun wieder irgendeiner der so empörungsbereiten linken Idealisten in seinem Blog oder sonstwo darüber aufregen sollte, dass nach dem Abkratzen eines Nazis auf einmal wieder alle Deppen zusammenstehen und vor allem das braune Alpengulag Ösireich nun wieder einen willkommenen Anlass findet, seine nationale Querfont stramm zu befestigen, dem sei nochmal, auch wenn es eh nichts nützt, vom Weltgeist kurz mitgeteilt, dass die nationalistische spätbürgerliche Gesellschaft keine pädagogische Heilanstalt für vom Faschismus Verschreckte, sondern eine polit-ökonomisch zurecht gehetzte Totalität ist, in welcher sich Kapitalinteresse und notwendiges Festhalten am notfalls auch Nazi-solidarischen Nationalismus gegenseitig bedingen und somit Hand in Hand einhergehen.

Nein, Deutschland und Österreich sind nicht mehr „zu retten“, und ja: Das ist auch gut so, denn, wie schon Homer Simpson weiss: „Abfall“ kommt „in den Abfalleimer“.

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„Must tell President McCain…“

Das momentan weiseste, größte und erfolgreichste Künstlerkollektiv der Welt, welches seit nun fast 20 Jahren in best-organisiertester Arbeitsteilung die weltweit klügste, nachdrücklichste, streitbarste, öffentlichste, radikalste und humorvollste kommunistische Aufklärung betreibt – das Team der Simpsons-Autoren und -Regisseure nämlich, liefert nun auch eine durchaus realistische Prognose der bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen:

Die Zartheit, Ausgeglichenheit und Schönheit, mit der hier ein weiteres Mal straight to the point und vor allem so dialektisch und detailreich wie nur möglich, d. h. ohne in irgendeine (z.B. bei den barbarischen „Family-Guy“-Machern haufenweise anzutreffende) propagandistische, generalisierende oder sozialdemokratisch-pädagogische Plattitüde zu verfallen, ein nahezu alle eventuelle Nebensächlichkeiten eines bürgerlich-demokratischen Wahlgangs bedenkendes Panorama in sage und schreibe lediglich 1:20 Minuten (!) vollführt wird, ist nicht nur tränentreibend lustig, sondern tatsächlich wieder einmal die Substanz würdevollster, großer klassischer Pop-Kunst, die es scheinbar niemals auch nur im Ansatz nötig hatte, sich an irgendeiner vor- oder nachmodernen ästhetischen Theorie zu schulen oder gar an einem – eventuell verblödeterweise sogar akademischen – Diskurs teilzunehmen, sondern schlicht und einfach, wie bei Genies üblich, weiterhin diszipliniert und konzentriert arbeitend ihr Werk vollführt.

Matt Groening, man kann es gar nicht oft genug sagen, schreiben, behaupten und erwähnen, ist in der Tat der beste lebende Gesamtwerk-Künstler dieses verfluchten, sich endgültig auf dem Weg in die Hölle befindlichen Scheissplaneten.

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