(Anti-)Deutsche in Israel

Dass sich jetzt so viele analphabetische (post-) studentische Halbtags-Deutsche scheinbar von irgendeiner höheren Macht dazu berufen fühlen, mitsamt all ihrer partyzionistischen Jämmerlichkeit in Israel einzumarschieren, um damit dann – qua Blogberichterstattung natürlich, denn was interessiert die aufmerksame Weltöffentlichkeit mehr als die Erlebnisse von popkommunistischen Mullahstoppern oder Lothar-Matthäus-Fans im freiwilligen Dienste der „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Israel“ – ihre linke Credibility bei antideutschen Dorf-Antifas und anderen philosemitischen Flaggenschwenkern zu untermauern, ist auch einer der zahlreichen Gründe, weswegen man sich nur noch nach Ulbricht sehnen kann, wenn man noch alle Tassen im Schrank hat.

Solange nämlich unter jenem die Deppen aus der „Zone“ nicht raus durften, konnten sie wenigstens nur im eigenen Land Unheil wie Montagsdemonstrationen, Demokratie, Pluralismus in der Kunst, Egon Krenz und schlussendlich die Konterrevolution anrichten.

By the way:
Gibts eigentlich auch Pilgerreisen nach München, die von GSP-Kreisvorsitzenden organisiert werden, oder wäre das ein Verstoß gegens GSP’sche Anti-Personenkult-Gebot?

Shalom,
Rabbi Lyzi

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8 Antworten auf “(Anti-)Deutsche in Israel”


  1. 1 lipstick.ISR 30. Oktober 2008 um 12:27 Uhr

    nana, also da konstruierst du dir ganz schön was zusammen. von den ganzen links ist gerade mal lipstick.Israel das, was im gemeinen volksmund als antideutsch bezeichnet wird.

    versteh mich nicht falsch, hier geht es nicht darum, wer „am antideutschesten“ ist, sondern einfach um die nachte tatsache, wer überhaupt in irgendeine strömung hineingepresst wird. von sowas wie „antideutsch“ haben nämlich die anderen zum ersten mal vor ein paar wochen gehört und haben diesen term natürlich überhaupt nicht verstanden. vielleicht würde auf sie eher sowas wie „deutsch“ zutreffen. denn immerhin: was hat lothar mathiäus damit zu tun?????

  2. 2 Politruk 30. Oktober 2008 um 20:58 Uhr

    Naja, da ist schon was dran. Dass sich ein Antideutscher bei einer Feier zur Deutschen Einheit blicken lässt, ist wohl, trotz aller Ulbricht-Sehnsucht, die dieses Völkchen ansonsten so hervorruft, ein eher seltenes Ereignis.

    Btw warum eigentlich Ulbricht? NÖSPL fürn Arsch…

  3. 3 Subtext 01. November 2008 um 15:09 Uhr

    Wie gewohnt ein Beitrag von höchster inhaltlicher Qualität. Dazu gründlich recherchiert. Interessieren würde mich z.B., welcher Geistesblitz dich zu der Annahme verleitet hat, die durchschnittlichen ASF-People würden im „linke Credibility bei antideutschen Dorf-Antifas“ buhlen. Zu deren Lieblingsphrasen gehören dort zumindest „Versöhnung“, „Sühne“ oder auch mal „deutsch-israelische Freundschaft“.

    Und jetzt für dich eine ganz heiße, ofenfrische Kartoffel: Auf dem Botschaftsempfang zur Abfeierei von 1989 war zuverlässigen Quellen zufolge kein Mensch, der nach einer wie gedehnten Definition auch immer unter dem Label „Antideutsch“ zu fassen wäre. Klingt komisch, ist aber so.

  4. 4 Deich-Walter 01. November 2008 um 17:31 Uhr

    „nana, also da konstruierst du dir ganz schön was zusammen. von den ganzen links ist gerade mal lipstick.Israel das, was im gemeinen volksmund als antideutsch bezeichnet wird.“

    Die Gemeinsamkeit aller dieser Links ist aber das, was im gemeinen Volksmund als „sackdumm“ bezeichnet wird.
    Alles andere steht im Text.

  5. 5 Subtext 02. November 2008 um 12:56 Uhr

    Ach, und „(post-) studentisch“ sind die Meisten dort ebenfalls nicht, sondern jünger.

    Offenbar den Autor beim Schreiben des Beitrags die „blinde Wut des Machens“ (Teddy W. A.) ergriffen. Vielleicht wollte er sich auch „linke Credibility“ bzw. zumindest Aufmerksamkeit in Form von Klicks sichern.

    Er hat aber eben auch nicht alles falsch gemacht: „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“ ist korrekt geschrieben.

  6. 6 lipstick.ISR 02. November 2008 um 19:47 Uhr

    @deich-walter:
    wow, applaus! mit „sackdumm“ kann ich schon wieder leben.

  7. 7 Politruk 03. November 2008 um 20:24 Uhr

    @lipstick
    Sieht nicht so aus, als hättest du die Wahl, ob du damit leben willst oder nicht. Mein Beileid.

  8. 8 steinzeitmarxist 10. April 2012 um 20:04 Uhr

    diese absolut typischen blogs, die hier verlinkt sind, erinnern mich an den wirklich sehr witzigen witz über den jungen deutschen, der in tel aviv in einem café sitzt und sich wundert, dass sein orangensaft nicht kommt…

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