Obama an der Macht – Israel kaputt

Nachdem sich nun von der deutsch-veganen Wagenplatzlinken über die bürgerlichen Parteien bis hin zur „Jungen Freiheit“ (selbst „Welt“, „Bild“ und „FAZ“ wurden schon zu Beginn des Jahres plötzlich zu linken Idealisten, die den allen alles versprechenden Oberpopulisten Obama gar nicht hoch genug preisen konnten, als es im Namen der herrschenden Klasse der BRD galt, Obamas weitaus weniger verblödete Gegenkandidatin Hillary Clinton medial auszubooten, aber zwei Seiten weiter den drögen Lahmärschen der Linkspartei unverfroren eben solchen Populismus stark ankreideten und als Gefahr für Wohlstand, Wirtschaft und Weltfrieden zurecht logen) alle Hornochsen einig darüber sind, dass Obama ein „toller Präsident“ (irgendeine Flitzpiepe im TV) werden wird, weil er schließlich Amerikas Position im Weltgefüge imperialistischer Interessen derart schwächen wird, dass Deutschland wieder beruhigt und unangetastet in Länder einmarschieren darf, in denen es „Friedensmissionen zu bewältigen“, also: qua Angriffskrieg Märkte zu erschliessen gilt und – man ist ja liberal – der Iran endlich Atombomben bauen und Israel auslöschen darf, was ja so prima Neuigkeiten für Amerikas europäische Konkurrenten und ihre jeweiligen untertänigen Bevölkerungen sind, dass dieser Pöbel sogar mal kurz gewillt ist, seinen ansonsten kategorisch und vehement dargebotenen, ja emphatischst ausgelebten Antiamerikanismus (der hier nochmals kurz und richtig zusammengefasst ist) für kurze Zeit hinten anzustellen, ist noch, ausser dieser inzwischen üblichen freiwilligen Totalgleichschaltung von Volk, Regierung und Medien, ein anderer Aspekt dieser regelmäßig wiederkehrenden US-Wahlberichterstattungsidiotie sehr bemerkenswert, welcher sich nach und nach zu einem fest etablierten Spektakelbestandteil gemausert hat, nämlich: Das von brachialster Sachunkundigkeit, Inkompetenz und verlogenstem Schleimertum geprägte mediale Schauspiel namens „Expertengesprächsrunde“, welches sich in der Nacht der Wahlsondersendungsvolksverblödungsmaschinerie zu einer derartigen Ekelhaftigkeit emporgeschaukelt hatte, an die sonst nur Gottschalk-Moderationen, Oliver Geissen, 3Sat-“Kulturzeit“ und die N24-Nachrichten heranreichen:

In der ARD beispielsweise saß die hobbykritische Diskussionscanaille Sandra Maischberger mit dem senilen, sabbernden, nuschelnden Hasenschartenjournalisten Gerd Ruge, dem SPD-Nazi Otto Schily, dem schauspielenden Adelsdeppen Florian Graf Henckel von Donnersmarck und einer quotenschwarzen amerikanischen Professorin in gewohnt abgeschlappt pseudo-gemütlicher, aber in Wahrheit doch stark angespannter Laberatmosphäre und lud zum ganzabendlichen Rassistenplausch, zwischendurch hitlerte immer wieder, als sei die gesamte Berichterstattungsfarce nicht eh schon ein zu schlechter Witz, komplett überflüssigerweise der von der FDP ferngesteuerte Volksumfragenauswertungs-Roboter Jörg Schönenborn seinen Statistik-Sermon über den Schirm und alle drei Minuten wurde irgendeine neue Reportersau in irgendeinem anderen US-Bundesstaat durchs TV-Dorf getrieben, um achso waghalsige Prognosen darüber anzustellen, was eh schon zu 99% sicher ist.

Als dann zum geschätzten 666. Mal erwähnt wurde, dass McCain ein stolzer Vietnamveteran, Obama hingegen jung, frisch und schwarz sei, und aber natürlich sowieso alle der anwesenden Hirnkomapatienten – wie übrigens laut Umfragen 80% der deutschen Bevölkerung – Obama wählen würden, wenn sie denn dürften (aber es sich wiederum in der BRD, wo sie wahlberechtigt wären, nicht einmal trauen, einen weissen Billig-Obama wie Lafontaine mit mehr als 10% zu wählen), war spätestens klar, dass die Deutschen abstrakt-allgemeine Empfindsamkeits-Gerechtigkeit, starke Gewerkschaften, staatlich verordneten Antirassismus, linksliberale Volksfreundschaftsgrütze und Antikriegspropaganda ganz knorke finden, solange sie nicht im eigenen Land umgesetzt werden müssen, erst recht wenn es als Bonus auch noch die zu erwartende Judenauslöschung in Nahost gratis dazu gibt.

Kein Wunder also auch, dass das urelende bauchlinke Subkulturbloggertum Deutschlands da nicht ausserhalb stehen darf und sich mit dem üblichen mehrzeiligen Vorschul-Textgematsche im virtuellen Sandkasten dem zuständigen Bloglesermob in all seiner Erbärmlichkeit feilbietet, indem es sich in seinem braven Diskussionsgeschleime wieder mal so toll gefällt, dass es für jeden noch behirnten Menschen ein einziges Grauen darstellt.

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11 Antworten auf “Obama an der Macht – Israel kaputt”


  1. 1 bla 07. November 2008 um 18:33 Uhr

    Nur wo ist da jetzt die Verbindung zu Israel?

  2. 2 Väterchen Administrator 07. November 2008 um 19:08 Uhr

    Tja, die Verbindung zu Israel, wo isse bloß hin?
    Man könnte ja glatt auf die Idee kommen, sie stünde dort oben im Text, wenn man des Lesens denn mächtig wäre…

  3. 3 Partizan 07. November 2008 um 20:38 Uhr

    Ja, wo die Verbindung zu Israel ist, kann man sich als [URL=http://produktionsverhaeltnisse.blogspot.com/2008/11/lyzi-will-den-iran-kaputt-machen.html]vernunftbegabter Mensch[/URL] mit Recht fragen.

  4. 4 bla 07. November 2008 um 21:36 Uhr

    Ok. Dann hab ich das falsch verstanden. Du meinst also dass in den feuchten Träumen der oben beschriebenen Deutschen aus „Obama an der Macht“ -> „Israel kaputt“ folgt? Oder glaubst du dass Obama die Vernichtung Israels tatsächlich billigen wird?

  5. 5 Väterchen Administrator 08. November 2008 um 6:59 Uhr

    Ich beschrieb, wie bla schon richtig erkannt hat, die Hoffnungen der Deutschen auf einen durch Obamas Politik forcierten „Frieden in Nahost“ (also: die weitere Ermächtigung von antisemitisch-terroristischen Palästinenser-Rackets, deren erklärtes Ziel die komplette Auslöschung aller Juden ist), welcher in der Tat jetzt erwartbarer ist als noch unter Bush. Dass sich Obama dabei auch gerne mit faschistischen Diktatoren wie Achmadinejad (von „neuem Hitler“ war nie die Rede, das entspringt ganz alleine Partizans Phantasie) an einen Tisch zu setzen gedenkt, womöglich um zu diskutieren, sowas freut natürlich nicht nur die argumentgeilen demokratischen Blogdiskutierer (endlich einer von ihnen im Weissen Haus!), sondern vor allem den restlichen Pöbel hierzulande ungemein.

    Man sollte schon unterscheiden können zwischen dem Subjekt (mir) und dem Objekt (Deutschland) eines Textes. Dann kommt man nämlich auch nicht darauf, der Autor sehe in Achmadinejad einen „neuen Hitler“, glaubte ernsthaft an eine wahrscheinliche Bombardierung Israels durch iranische Atomwaffen oder sei ein „iranhassender Verschwörungstheoretiker“ (Partizan auf seinerm Blog).

    Vielleicht mal mehr als bloß die Überschrift lesen!

    PS: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/1621531/index.do

  6. 6 Gordon 08. November 2008 um 19:33 Uhr

    Die Verbindung zu Israel ist das 76% aller amerikanischen Juden bei der Wahl für die Vernichtung Israels gestimmt haben. Das sind natürlich skandalöse Zustände und ich fordere das Lizy in die nächste Expertenrunde geladen wird um uns die Welt zu erklären wie sie wirklich ist. Wir Medienpöbel haben ja leider null Ahnung.

  7. 7 Partizan 08. November 2008 um 21:29 Uhr

    „Frieden in Nahost“ ist natürlich für Freunde der israelischen Staatsraison immer schon gleichbedeutend mit einem Bruch dieses Friedens durch „die Palästinenser“, denen, so der rassistische Konsens, der Hang zum Antisemitismus und Terrorismus schon quasi in den Genen liegt. Ein Kommunist würde, statt eine der beiden mörderischen Konfliktparteien zu seiner Lieblingspartei zu erklären und in der Konsequenz dann meist die Lebensinteressen der Juden bzw. der Palästinenser in Nahost zu negieren, einfach mal zur Kenntnis nehmen, dass Israel ein bzw. mehrere imperialistische Staatsinteressen vertritt und das den dortigen Leuten – den Juden de facto nicht so wie den Arabern, aber prinzipiell eben auch – nicht sonderlich gut bekommt.
    Wenn du, lieber Lyzi, nicht an iranische Atombomben oder den Osterhasen glaubst, hast du übrigens eine komische Art, das deinen Lesern mitzuteilen. Was ist denn dann mit der angeblich „zu erwartenden Judenauslöschung in Nahost“ gemeint? Wird die von den „antisemitisch-terroristischen Palästinenser-Rackets“ auf die Beine gestellt?
    Von einem „neuen Hitler“ hattest du nicht geredet, aber deine grobe Fehlsubsumtion Ahmadinedschads unter „faschistische Diktatoren“ bestätigt mich im Nachhinein gewissermaßen. Dass nicht jedes Arschloch das Linke und Schwule umbringen lässt automatisch ein Faschist ist, brauche ich dir hoffentlich nicht zu erklären. Übrigens hatte in der westlichen Hemisphäre spätestens seit der Aufnahme Portugals und Griechenlands in die NATO noch nie jemand ein größeres Problem damit, sich mit faschistischen Diktatoren an einen Tisch zu setzen und nicht nur zu diskutieren, sondern auch gemeinsame Strategien gegen den bolschewistischen Feind zu planen. Aber wer westlichen Werten verbunden ist, den stören eben solche Staaten wie Iran und Nordkorea, während Saudi Arabien und Usbekistan schon in Ordnung gehen.

  8. 8 Nico 13. November 2008 um 1:16 Uhr

    Meine Fresse. So viele grammatikalische Konstruktionen und Semi-Neologismen habe ich noch nie für einen derart aussagelosen Text verbraten sehen.

    Wie gedenken wir denn Dinge wie „SPD-Nazi“, Obamas Blödheit, „hobbykritisch“ etc. zu belegen?

    Loslos, auf zu „Politically Incorrect“ mit dir, auf dass das restliche Internet von derlei Hohlgedresche verschont bleibe.

  9. 9 Dorfpöbel 13. November 2008 um 12:55 Uhr

    „Hulluuu ^_^
    Ich bin Nico und ich leider voll so zu doof zum Denken-.-‘
    aber…ich mag Deutschland, find nur die Ausführung plöd XDDD“

  10. 10 DWR 14. November 2008 um 0:19 Uhr

    „Wie gedenken wir denn Dinge wie “SPD-Nazi”, Obamas Blödheit, “hobbykritisch” etc. zu belegen?“

    Die müssen nicht belegt werden. Die belegen sich selbst.

  1. 1 classless Kulla » Blog Archive » Herbstdepressive sagen die Wahrheit Pingback am 14. November 2008 um 16:15 Uhr

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