Tellkamp: „Fortsetzung ist geplant“ – Lyzis: „Tellkamp, halt’s Maul!“

„Eine Gesellschaft verrostet (…), es rückt und rührt sich einfach nichts, das Land liegt auf dem Sterbebett, es schneit ein (…), eine ganze Gesellschaft wird sich selbst gegenüber gleichgültig und stirbt, ohne dass es irgend jemanden interessiert“

verkündete der inoffizielle Birthlerbehördenmitarbeiter und Westentaschen-Antikommunist Uwe Tellkamp in der gestrigen Ausgabe des 3Sat-Barbareimagazins „Kulturzeit“ im Rahmen eines der vielen in diesem Jahr noch folgenden Propaganda-Interviews zur Zelebrierung des 20. Jubiläums der deutschen Konterrevolution von 1989 sein Urteil über die späte Honecker-DDR.

„Hat sie Hass getrieben?“

fragt ihn die Moderatorin. Telli darauf:

„Beim Schreiben nicht, wiewohl ich diese Empfindung kenne.“

Wenn er für diese genüsslich betriebene Fortschritts- und Denkfeindlichkeit wenigstens noch vom VS bezahlt werden würde. Aber er tut es aus freien Stücken, womöglich sogar „für Deutschland“ oder „die Aufklärung“. „Eine Fortsetzung“ zu seinem Schundroman „Der Turm“ sei natürlich „geplant“, so Tellkamp.

LYZIS‘ WELT dazu in einem Interview mit sich selbst:
„Tellkamp, halt’s Maul!“

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12 Antworten auf “Tellkamp: „Fortsetzung ist geplant“ – Lyzis: „Tellkamp, halt’s Maul!“”


  1. 1 Zuträger 17. Januar 2009 um 12:16 Uhr

    Die Missgünstigen
    Dresden tut sich schwer mit Uwe Tellkamp und seinem preisgekrönten Wenderoman „Der Turm“

    Von Robert Schröpfer
    13.11.2008 0:00 Uhr

    Diese Stadt hätte allen Grund, geschmeichelt zu sein. Da schreibt ein Schriftsteller einen großen Roman von fast tausend Seiten, der sie zum Schauplatz einer vielschichtigen Handlung macht, und hat damit auch noch viel Erfolg: Er bekommt den Deutschen Buchpreis und steht seit sieben Wochen ganz oben auf den Bestsellerlisten. Sein Roman ist kunstvoll gearbeitet, er erfasst eine ganze Gesellschaft und Epoche, und er rückt eine Stadt, die sich schon immer als etwas Besonderes, als Nabel der Welt gar gefühlt hat, ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Doch anstatt stolz und dankbar zu sein, begegnen die Bürger der Stadt dem Schriftsteller, der ihnen mit seinem Roman ein Denkmal setzt, mit einer seltsamen Mischung aus Misstrauen, Missgunst und Miesepetrigkeit.

    Oft sind in den letzten Wochen Parallelen zwischen Thomas Manns „Buddenbrooks“ und Uwe Tellkamps Wenderoman „Der Turm“ gezogen worden: die Schilderung einer Epoche, eine traute, bürgerliche Familie im Zentrum des Geschehens, das Raunen des Imperfekts, der Bildungs- und Motivreichtum, der Mut und die Größe dieses Wurfs. Aber so wie die Kaufmannsstadt Lübeck ihrem Sohn den Roman über den „Verfall einer Familie“ und wohl auch dessen Erfolg zunächst verübelte, will auch Dresden in die Bewunderung für „Der Turm“ nicht ungeteilt miteinstimmen. Lob und Ehrerbietung gibt es für Tellkamp nur „Außer Raum Dresden“, wie man einst die Abkürzung für die im Elbtalkessel nicht zu empfangende ARD übersetzte. Die Schöne an der Elbe aber schmollt.

    „Eine Stopfgans und ganz große Oper“ nannte die Rezensentin der „Sächsischen Zeitung“ Uwe Tellkamps Roman. Einzelne Szenen überzeugten, so die Rezensentin, das Ganze aber stimme nicht. Bei einer Lesung im Deutschen Hygiene-Museum Dresden ist „Einseitigkeit“ ein wichtiges Schlagwort der Diskussion. Ständig angegriffen gefühlt habe sich ein „verkrampft“ wirkender Autor, berichtet tags darauf ebenfalls die „Sächsische Zeitung“. Und mokiert sich über Ingrid Biedenkopf, Ehefrau des Ex-Ministerpräsidenten, die dem Bedrängten beizuspringen versucht: Offenbar habe sie das 1000-Seiten-Buch sehr schnell gelesen

    Vom Lob des „Großfeuilletons“ (lies: Westpresse) ist weiter die Rede. Tellkamp brauche, heißt es, gleich eine halbe Seite, um die Farbe abblätternden Putzes heraufzubeschwören. Immerhin: Für die Entscheidung, Tellkamp den Deutschen Buchpreis zu verleihen, gibt es Beifall, er erschließe den Lesern wie kaum jemand zuvor Aromen, Redeweisen und Mentalitäten der späten DDR. Dann aber folgt noch ein rätselhafter Satz: „Gegen die anderen Bücher der Shortlist spricht das nicht.“ Punkt. Ende der Einlassung. Was hat Uwe Tellkamp getan, so möchte man fragen, dass man in Dresden glaubt, so skeptisch und unlustig mit ihm umspringen zu müssen?

    Im Lübeck der Jahrhundertwende kursierten Entschlüsselungslisten. Auch im Dresden der Gegenwart gibt es inzwischen Stadtführungen nach der Vorlage des Romans, wird „Der Turm“ mit dem virtuellen Archiv eigener Erinnerungen gelesen. Aber da sind nicht nur authentische Orte wie etwa das Turmviertel, der Weiße Hirsch. Dessen DDR-Grau übermalt Tellkamp verschattet-romantisch, wenn er den Straßen Namen wie „Mondleite“ und „Planetenweg“ gibt, wenn er aus dem Luisenhof einen viel sibyllinischeren Sibyllenhof macht und aus der Talsperre Malter ein kühl-tiefes „Kaltwasser“. Da sind nicht nur die Literaturprominenz und die Parteinomenklatur von Franz Fühmann über Hans Modrow bis zu Manfred von Ardenne, Dresdens Rotem Baron. Vielmehr legen Tellkamps reich ausgestatteten Szenerien und vor allem seine präzisen Personenschilderungen den Gedanken nahe, dass das gesamte Personal seine Entsprechung in der Wirklichkeit hat.

    Weil dieser Roman, der auch ein Schlüsselroman ist, im Individuellen seiner Figuren jeweils Typisches zeigt, fühlen sich weit mehr als nur die mutmaßlich konkreten Vorbilder angesprochen: Nachbarn, Mediziner, Panzersoldaten, Mitschüler, Spitzel. Es geht also um die Deutungshoheit über die eigene (Ost-)Biografie. Hier schreibt jemand, wie es gewesen ist, und man ist nur allzu bereit, ihm zu glauben. Das alles ist ein mit viel Scham verbundener Vorgang des Ausgestellt-Werdens.

    Auch trägt die Innerlichkeit, der Rückzug ins Private, den der Roman spiegelt, eine eigene Aufladung: Vielfach wird der Glanz des Alten Dresden mit der Gegenwart, der Untergang der Stadt im Bombardement der Alliierten mit der Schmach der eigenen nationalsozialistischen Vergangenheit verrechnet. „Sie sagen nie ,die Nazis!’, sondern ,die Tiefflieger’, reden vom ,Morgenstern der Jugend’ und ,wer das Weinen verlernt hat, der lernt es wieder beim Untergang Dresdens’“, lässt der Autor einmal seinen Meno Rohde fluchen.

    Tellkamps Roman zielt eben nicht nur auf die heile Bildungsbürger-Welt, auf Goethes „Wilhelm Meister“ oder E. T. A. Hoffmanns Dresden-Märchen „Der goldne Topf“, dessen Autor mit der Familie Hoffmann des Romans nicht zufällig den Namen teilt. Nein, „Der Turm“ blendet auch jenes Dresden nicht aus, das Victor Klemperer in seinen Tagebüchern beschreibt. Der jüdische Dresdner rettete sich im Chaos der über Nacht zerstörten Stadt vor der Deportation in die Vernichtungslager. „Dresden … in den Musennestern / wohnt die süße Krankheit Gestern.“ Aus diesen bei Tellkamp leitmotivisch wiederkehrenden Versen spricht Ambivalenz.

    Das aber sollte die porträtierte Stadt, die im Roman für ein ganzes Land steht, doch erkennen: Zu dem Bild von der „süßen Krankheit gestern“, man spürt es in jeder Zeile, gehört auch die tiefe Zuneigung des in der Stadt Geborenen und Aufgewachsenen. Nicht umsonst trug Uwe Tellkamp im Moment seines Triumphs bei der Buchpreisverleihung in Frankfurt einen schwarzen Anzug und eine alberne gelbe Krawatte – Dresdens Stadtfarben – und dazu eine „Winzermütze“. In seinem so überaus erfolgreichen Roman wird Dresden doch noch zur heimlichen, zur gefühlten Hauptstadt der DDR. Vielleicht stört die Stadt sich genau daran.

    (Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 13.11.2008)
    h__p://w_w.tagesspiegel.de/kultur/;art772,2659721

  2. 2 Richard Hofmann 01. April 2009 um 18:42 Uhr

    Liebe Leute, also, ich liebe euch wegen der Tellkamp-Schelte, wenn sie denn tatsächlich ernst gemeint ist. Noch ist gar nicht abzusehen, vielleicht erst dann, wenn die kollektive Medien-Hysterie abgeebt ist, was der „Schundroman“ dieses Uwe Tellkamp angerichtet hat. Auf alle Fälle ist dieses Buch der Roman zur Politik, er wirkt wie bestellt im Jahr der 20-jährigen Wende, bestellt von der Konrad-Adenauer-Stiftung, den alle Klischees, alle Deutungsversuche der rechten CDU-Kreise sind in diesem Buch eingearbeitet. Ob Tellkamp dies absichtlich tat, weiß nur er. Aber ein gewisses Kalkül ist ihn nicht abzusprechen – und es scheint ja aufgegangen. Es regnet Preise – alle aus derselben Wolke, das fällt auf. Aber, wir kennen den Spruch: Man liebt den Verrat, aber nicht den Verräter – und so wird Tellkamp seine Zeit bald gehabt haben. Sein Wert sinkt ja zusehends, wenn man bedenkt, dass die „Superillu“ sich mit ihm schmückt. Seltsam ist auch, oder besser: es nicht verwunderlich, dass kein einziger Autor sich in Sachen dieses Turms“ zu Wort gemeldet hat. Das hat nichts mit Neid zu tun, sondern damit, dass dieses Buch literarisch allermieseste Sorte ist, selbst die einfachsten handwerklichen Regeln scheint Tellkamp, wie noch im „Eisvogel“ vorhanden, nicht mehr zu respektieren: Figurenzeichnung misslungen, Dialoge schwach, gravierende Adjektivitis, Plot nicht durchgängig – 1000 Seiten scheinbar ohne Lektor (das har Suhrkamp zu verantworten, doch denen ist das egal, wenn nur „verdient“ wird). Wir wollen hoffen, dass Tellkamp irgendwann wieder Bodenberührung hat, und auf Normalmaß zurechtgestutzt wird – und zwar, nicht von irgendwem, sondern vom Leser. Denn wir glauben, dass dieses Tellkamp-Buch, wie des Führers „Mein Kampf“, mit dem es mehr gemein hat, als man denken sollte, zwar das meistverkaufteste, aber das am wenigsten gelesene Buch sein wird. Wir möchten wissen, wer das Buch wirklich zu Ende gelesen hat – aber das ist egal, Schund bleibt Schund, und Tellkamp bleibt Tellkamp.
    Machts gut!
    Euer R.H.

  3. 3 Väterchen Administrator 02. April 2009 um 11:03 Uhr

    @R.H.: Ich bin nur einer. Das Majestäts-“Euer“ dürfen Sie, Ew. Exzellenz, aber natürlich trotzdem beibehalten.

  4. 4 Jörg 29. April 2009 um 14:34 Uhr

    @Richard Hofmann
    „…bestellte Romane…“!
    Auf so eine Idee kann doch nur jemand kommen, der zwischen 1949 und 1989 entweder selbst bestellt hat (und somit auch etwas in der DDR >zu bestellen hattegeliefert hat

  5. 5 Väterchen Administrator 29. April 2009 um 15:35 Uhr

    Hachja, auf die gute alte Konterrevolution, diesmal in Gestalt von „Jörg“, ist eben noch immer Verlass: Hirnlose Vorwürfe, mutige Kritik an längst Untergegangenem, Wendungen („bestellte Romane“), die das Gegenüber gar nicht gebraucht hat und vollständige Sätze paaren sich mit gutem Deutsch und klarem Verstand. :D

  6. 6 Väterchen Administrator 29. April 2009 um 15:42 Uhr

    Aber, immerhin, das muss man Jörg lassen: selbst wenn er auch selber nicht in der Lage ist, sich zu artikulieren oder auch nur den Hauch eines Gedankenansatzes zu formulieren, man versteht schon durch sein bloßes analphabetisches Gestammel sofort, was er meint, was er will, was sein Hirn so vor sich her dampft.

    Der Gegner des Kommunismus ist immer gut zu erkennen daran, dass ihm jegliche Autorität und jegliche Fähigkeit zur Gegnerschaft fehlt.

    Jörg, du machstet!

  7. 7 Richard Hofmann 28. Mai 2009 um 18:24 Uhr

    „Nun zieht er also ein in die Häuser seiner Phantasie, Uwe Tellkamp, der Große. Es muss die „Tausendaugenvilla“ seines fiktiven Onkels Meno (Tellkamps Sohn heißt übrigens ebenso)sein, eine Villa unbedingt, um residieren zu können wie Thomas Mann oder Gerhard Hauptmann. Ob er Bedienstete hat? Ob oben auf dem Dach ein Fähnchen in den Farben seines lustigen Mützchens weht, wenn der große Dichter in der Stadt weilt? Und ob die Oberbürgermeisterin Herrn Tellkamp im Rathaus empfängt, ob er Ehrenbürger wird? All das werden wir bald wissen. Ebenso, ob Herr Tellkamp seine Runden durch Dresdnens Buchhandlungen dreht und ob dann sein Routenplan in den Dresdner Zeitungen steht. Oh, wie wir uns geehrt fühlen, wir, die er in seinem „Turm“ verewigt hat. Der bewusste Bäcker wird sicher bald Turm-Brötchen backen (oder gibt´s die schon?), es werden Wanderwege nach ihm genannt, und das einende Zeichen auf den Wegezeichen wird das lustige Mützchen sein. Ach, wenn nur einer singen würde: „Tellkamp is all over now!“ Aber bis dahin muss es noch irgendsoeine Hymne sein – das fehlt uns noch. „Die Türmerhymne“, gezimmert aus den Melodien des Rheingolds und des Rosenkavaliers. Wer wird sie schreiben? Wir warten darauf, denn wir sind ja alle so unendelich glücklich, den berühmtesten Sohn der deutschen Gegenwartsliteratur in unseren Mauern zu wissen. Vielleicht eröffnet er auch die Waldschlösschenbrücke? Oder ist vielleicht nur deswegen gekommen? Keiner weiß es, aber ein Geheimnis muss ja um einen solchen Mann auch bleiben.“
    Das fand ich so ähnlich in der SZ. Hab es noch etwas „aufgehübscht“ Ist doch toll.
    R.H.

  8. 8 Richard Hofmann 27. Juli 2009 um 12:27 Uhr

    „Souvenirs, Souvenirs – sie lassen alle mal was liegen, die Großen dieser Welt!“, sang in den Fünfzigern Bill Ramsey, „von Greta Garbo eine Brille und ein Brief vom dritten Mann, einen Knopf der Bluse, die die Lolo trug und von der Gitarre eine Saite, die der Elvis schlug …“
    Nun hat Uwe Tellkamp einer Ausstellung im Dresdner Stadtmuseun, die „keine Gewalt“ heißt und die Wendedemos in Dresden dokumentieren soll, seine NVA-Armeehose gespendet, das Unterteil des Kampfanzuges „Ein Strich – kein Strich“. Und gleich eine „Rührstory“ mitgeliefert: Er soll die Hose zum Einsatz am Hauptbahnhof getragen haben, als er den Befehl erhielt, gegen Demonstranten vorzugehen, doch da unter den Demonstranten sein Bruder gewesen sei, habe er den Befehl verweigert – man schießt nicht auf den eigenen Bruder!! – und so soll er dann, ob in dieser Hose oder nicht, ein paar Tage Armeeknast abgesessen haben – eine schöne Geschichte, doch, wer glaubt sie? Stefan Zweig hat einmal ein Essay geschrieben „Dichter ihres Lebens“. Lebte Zweig noch und wäre Tellkamp für ihn ein Thema, was ich bezweifle, denn Zweig als Jude und Pazifist hatte eine große Abneigung gegen deutsche Nationalisten rechter Gesinnung, könnte er auch dessen Beispiel anführen, wie man durch andauernde Wiederholungen und die Anführung von „Beweisen“ seines Lebens-Märchen auftischen kann.
    Jedenfalls hängt nun Tellkamps Hose in Dresden unter all den anderen Exponaten, auch solchen, die z.B. Frau Biedenkopf gespendet hat, welche ja, wie alle wissen, eine Teilnehmerin der DDR-Wende gewesen ist. Dieses ganze Show ist so abgeschmackt und kurios, dass ich anderernorts vorgeschlagen habe, man sollte doch den Gardinenstoff ausstellen, hinter dem zur Wende die meisten Dresdner (wie auch viele andere) gestanden haben.

  9. 9 Stefan Achtzehn 06. Oktober 2012 um 17:41 Uhr

    Alles richtig gemacht Uwe Tellkamp,die ewig Gestrigen sterben zum Glück langsam aus.

  10. 10 Väterchen Administrator 06. Oktober 2012 um 18:01 Uhr

    „Alles richtig gemacht Uwe Tellkamp“

    Ja, zum Beispiel, wie sich Tellkamp an den Springer-Konzern und dessen politische Exekutions-Agentur, die großdeutschen Reichseinheitswiderherstellungs-Neonazis von der CDU und deren „unblutiger, friedlicher Revolution“ (zumindest in Deutschland, die paar hunderttausend verreckten Osteuropäer sind ja nicht von Interesse) verdingt:
    http://www.bild.de/politik/2010/schriftsteller/19-dezember-1989-haelt-helmut-kohl-seine-schwierigste-rede-12076268.bild.html

    Das ist in der Logik des kapitalistischen Irrsinns in der Tat „alles richtig gemacht“. Krass dissident, kompromisslos SED-kritisch und bürgerrechtlich einwandfrei natürlich.
    Wie war nochmal die korrekte Übersetzung von „Antistalinismus“? – Genau, „Faschismus“.

    Und „Ewiggestrige“, das ist ja auch so eine niedliche Deppenvokabel. Damit sind doch diejenigen gemeint, die gegen die atavistische Bourgeoisie die Zukunft, also den Sozialismus durchsetzten, gell Stefan?

  11. 11 moep 07. Oktober 2012 um 5:48 Uhr

    Ganz erheiternd, und erst heute anläßlich des wiederbelebten threads ergoogelt: „Das Geheimnis von Uwe Tellkamps Zebramütze“.

    http://www.spiegel.de/spiegel/kulturspiegel/d-63234990.html

  12. 12 Лазарь Моисеевич Каганович 14. Januar 2013 um 12:10 Uhr

    „Einige Schreiber in den Qualitätsprintmedien (Gustav Seibt, Thomas Steinfeld, SZ) verstiegen sich, von vaterländischer Rührung übermannt, zu der Forderung, Der Turm müsse dringend zur Pflichtlektüre gemacht, ja zu einem Volksbuch offiziell gekürt werden. Dachten sie daran, wie einst die Schildbürger Sonnenlicht in Körben ins fensterlose Rathaus Schildas trugen?
    Sowas geht natürlich voll daneben. Uwe Tellkamp hat zum rechten Zeitpunkt exakt das Buch geschrieben, das der Markt verlangt hat. Das geht in Ordnung, das ist die wahre Leistung. Ein Volksbuch, liebe Freunde, das wäre viel zu wenig, zu bescheiden, auch der schäbige Preis des Deutschen Buchhandels bringt es nicht, machen wir doch lieber gleich Nägel mit Köpfen:
    Der Nobelpreis muß es sein, und zwar nicht erst in 30 Jahren sondern jetzt, noch in diesem Jahr, sofort!“

    http://www.lit-ex.de/litex90.htm

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