Es (je)menschelt gewaltig

Via Stanislaw Hirschfeld erfahre ich, dass das leidige Anarchistengesindel von „aka.blogsport“ im Zuge des postmodernen Entgenderungs-Sprachaktivismus nach mensch für man nun aus jemand jemensch macht.

Das muss gefeiert werden:

Höflich und zuvorkommend wie ich nunmal auch zu Anarchisten bin, bevor sich das Problem ihrer Existenz nach der bolschewistischen Revolution ohnehin erledigt haben wird, gebe ich hier nun einige weitere hilfreiche sozialdemokratische Vorschläge zur queeren Sprachverschandelung, Enthirnung und Realitätsverleugnung im Sinne des Gendermainstreaming-Untergrunds:

Demnächst aus Schmand bitte Schmenschd machen, den Lastkraftwagenhersteller MAN bitte nur noch MENSCH ausschreiben, aus Hermann L. Gremliza Hermensch L. Gremliza, Mandarinen zu Menschdarinen (wobei bei den Analphabeten des aka das d hinter Mensch wohl auch schon nicht mehr zu seinem Recht käme, schließlich lassen sie es ja auch bei der Transformation von jemand zu jemensch, das dem Wahn Folge leistend ja konsequenterweise jemenschd heissen müsste, weg, sicherlich deswegen, weil das d die Abkürzung für Deutschland ist und deshalb ein von Natur aus grundböser Buchstabe), Mantel wird Menschtel heissen müssen, Tschuldigung, müszen (die Reihung zweier S direkt hintereinander gemahnt zu sehr an die SS, also auch böse) und auch das gute alte manichäische Weltbild wird nach fast 2000 Jahren noch zum menschichäischen umgemodelt werden, genauso wie die ästhetische Form des gedruckten Debilengelabers, der Roman, ab nun bitte nur noch Romensch heisst.

Überhaupt wird, wo wir gerade so schön dabei sind, die komplette Romantik von Germenschisten nachträglich in Romenschtik umgetauft, so dass dann Ende des Jahres endlich die beiden antideutschen systemimmenschnenten Bahamas-Pupser Menschfred Dahlmensch und Clemens Nachtmensch zusammen mit Batmensch, Robin und der Fußballmenschschaft von Menschchester United in einem Opel Menschta zur Menschufaktur für menschisch-depressive Menschifeste in Menschheim menscheln kann um Herrmensch Hesse nachträglich den internationalen Preis für menschafte Menschenrechte zu verleihen, wozu mensch zuvor gemenschsam in einer Dachmenschsarde im Schweizer Herren-, Verzeihung: Menschenhaus des durch eine Menschdelentzündung leider verhinderten Menschagers Josef Ackermensch ein an die Lyrics eines Folksongs von Charles Menschson angelehntes Menschtra formuliert hat.

Im Anschluss daran wird allgemeingültig festgehalten, dass menschche Leute unter dem Kommenschdo emenschzipativ-postmoderner Wahngebilde erheblich einen an der Klatsche und einen außergewöhnlich stark ausgeprägten Menschgel an Hirnsubstanz haben, was aber auch weiterhin – wir sind ja humensch – niemenschden interessiert.

Was sein musz, musz sein!

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30 Antworten auf “Es (je)menschelt gewaltig”


  1. 1 butch jonny 01. Mai 2010 um 21:02 Uhr

    ganz schlimm, diese üblen anarchist_innen! die haben menschen lieber als mans. ekelhaft. pfui teufel!!!

  2. 2 Väterchen Administrator 01. Mai 2010 um 21:13 Uhr

    Und wer denkt an die Tiere? Mal wieder keiner, noch pfuier!

  3. 3 Hagen 02. Mai 2010 um 7:13 Uhr

    Pricelesz…

  4. 4 Pril 02. Mai 2010 um 14:15 Uhr

    Etymologisch gesehen handelt es sich bei „Mensch“ um das Adjektiv zu „Mann“, bedeutet also „männisch“.

  5. 5 Jan Filip Geldsack 07. Mai 2010 um 10:37 Uhr

    Da sieht man’s mal wieder: Mannschewiken!

  6. 6 Shmuel 07. Mai 2010 um 13:03 Uhr

    Der Mann ist das vernünftige Gegenstück zur konservativen, dümmlichen Frau. Man sollte einfach die Kategorie Frau abschaffen, und alle bisher als solche bezeichneten in den Kreis der Männischen aufnehmen..

  7. 7 klatsch 11. Mai 2010 um 15:47 Uhr

    die akaler gehen sogar noch ein stück weiter und schreiben bei wirklich angebbaren personen lieber „er/sie“, auch wenn das geschlecht erkennbar ist.

    dumm finde ich, das argument, dass „man“ ja „mensch“ meint, mit der begründung abzulehnen, „mensch“ meinte früher ja nur den „mann“…

    jetzt frag ich mich, warum sie trotzdem „mensch“ statt „man“ benutzen…

    naja

  8. 8 Lirp 12. Mai 2010 um 20:50 Uhr

    @ klatsch

    Argumentieren die so? (kann das aka-Blog nicht lesen, weil mir schon nach den ersten Zeilen etwas übel wird – ungelogen!) Ich dächte, die kennen einfach ihre eigene Ideologie nicht vollständig auswendig.

  9. 9 butch jonny 13. Mai 2010 um 13:39 Uhr

    ideologie :lol: noch nie gehört!

    @klatsch: welches geschlecht meinst du? das soziale? das „biologisch“? oder vielleicht einfach nur den menschen, der sich nicht zuordnen lassen will (schonmal drüber nachgedacht, daß eine geschlechtergerechte sprache auch anonymität bedeutet)

    es lebe der wertkonservative bolschewismus!
    staatscapos olè! wir sind alle die avantgarde und folgen dem Mann!

  10. 10 Jan Filip Geldsack 13. Mai 2010 um 15:04 Uhr

    Toll ist auch: herrlich und dämlich sind jetzt beide einfach menschlich.

  11. 11 Väterchen Administrator 13. Mai 2010 um 21:08 Uhr

    @aka-bitch jonny:

    1.

    „wertkonservativ“ : eine weitere Verblödungsvokabel aus dem Wortschatz grüner Gymnasiallehrer. Der Stalinismus ist insofern konservativ, als daß er in der Tat bestimmte sinnvolle Maßstäbe (die Hirnlose wie Ihr natürlich immer wieder bloß als „Werte“ kapieren könnt) Hegel’scher Vernunft beibehalten will, ja. Das richtige Wort hier wäre also: Maßstabskonservatismus – nichts anderes ist der Marxismus von jeher gewesen.

    2.

    „welches geschlecht meinst du? das soziale? das „biologisch“? oder vielleicht einfach nur den menschen , der sich nicht zuordnen lassen will“

    „Biologisch“ in Anführung, das ist ungefähr auf dem wissenschaftsfeindlichen Niveau der katholischen Kirche des 17. Jahrhunderts, gratuliere.

    Und mal ganz von der Frage abgesehen, warum nun sozialer Geschlechtskrempel eine höhere Dignität besitzen sollte als biologischer (wo doch selbst Eures Erachtens die Sozietät genauso auf Abhängigkeit, Zwang & Zwangsläufigkeit beruht wie die Biologie (die das i.Ü. gar nicht tut, vgl. Darwin)), bist DU hier doch dasjenige Arschloch, das Individuen einem Geschlecht „ZUORDNET“, dem Menschengeschlecht nämlich. Was wiederum einen quasi-rassistischen Affront darstellt gegenüber all denjenigen Individuen, die im biologischen Körper eines sogenannten Menschen geboren wurden, sich aber dieser Kategorie nicht „zuordnen“ (dass Ihr es mit wissenschaftlichen Kategorisierungsverfahren und Ordnung als solcher nicht habt, ist auch nichts neues) lassen wollen.

    Ein guter Freund von mir ist z.B. Feldmaus. Den ordnet ihr mit eurem protofaschistischen „mensch“ -Geraune zwangsweise in die Menschheit ein, nur weil er aufrecht geht und Kleidung trägt, eine Sauerei sondergleichen!

    Und überhaupt: Was ist mit den „Herren“– und „Damen“-Toiletten in euren bepissten Gender-AZ-Buden? Wo bleiben die gesonderten sanitären Bereiche für Intersexuelle, Feldmäuse, Kanalratten und freischaffende Hölderlinprolls?

    Kein Fußbreit den menschologistischen Faschisten!
    Nie wieder Mensch!!
    Revolution JETZT (aber ersma `n Schluck Bier, Moment)!!!

  12. 12 x 13. Mai 2010 um 22:53 Uhr

    Fail, Lyzis, Fail.
    Ganz so als ob du es nötig hättest (oder doch?) weichst du dem AKA-Deppen aus (dieses ganze pseudo-humorvolle Mensch-Kategorisierungs-Gedöns).
    Und im Übrigen ist die „Frage […] warum nun sozialer Geschlechtskrempel eine höhere Dignität (sich!) besitzen sollte als biologische[…]“ die Frage um’s Ganze sozusagen. Nämlich die um die es hier geht. Also bitte, Bühne frei. Auf deine nachträgliche Antwort bin ich gespannt.

    (Jetzt kommt bestimmt gleich wieder eine ganze Lawine an Injurien und ähnlichem, langsam aber sehr sicher langweiligem Geseier, das diesmal – nicht wie sonst – Zeichen einer Verletzligkeit wäre. Aber: ich bin dennoch gespannt.)

  13. 13 Väterchen Administrator 13. Mai 2010 um 22:59 Uhr

    „Auf deine nachträgliche Antwort bin ich gespannt.“

    Welche Antwort?

  14. 14 x 14. Mai 2010 um 22:58 Uhr

    Stimmt, du bist ja zu sehr Bolschewik um zu antworten.
    Nicht, dass ich die Idee langwierige Erklärungen durch eine explizit anspruchsvolle und klare Sprache zu ersetzen nicht gutheißen würde, nur: mit deinem Kniff ganz beiläufig zu erwähnen, dass von der Frage, warum „sozialer Geschlechtskrempel“ eine höhere Dignität besitzen sollte abzusehen wäre, bist du butt-bitch jonny ausgewichen. Und ich frage mich jetzt nur warum.

    Aber, wie gesagt: „abgesehen von“ irgendwelchen Vollidioten die sich anschicken ihre reichlich missratene Clique zu verteidigen würde mich deine These tatsächlich interessieren. Ich kann mir keinen so rechten Reim darauf machen, deswegen bin ich auf nachträgliche „Antworten“ (besser: Erklärungen) gespannt.

    „Verletzligkeit“. Ich sehe schon es geht zugrunde mit mir. Wie gut tut es zu wissen dass ich mich dabei mit den Sprach- und Experimentalanarchisten vom AKA gemein machen kann. Hach, mir geht das Herzerl auf.

  15. 15 Shmuel 15. Mai 2010 um 9:29 Uhr

    Was für ein dämlicher Vergleich. Biologisches Geschlecht ist, wie auch soziales, veränderbar, indem man sich eine Ladung Hormone in die Blutbahn jagt, Menschsein ist das nicht. Außerdem ist es absolut gehirnverbrannt, einfach mal so zwei Kategorien aufzumachen/zu übernehmen – gesellschaftlich – um Menschen wegen irgendwelcher leiblicher Merkmale voneinander zu unterscheiden und zu benennen (er und sie).

    Beim biologischen Geschlechterkonstrukt hingegen ist es sinnvoll, die Unterscheidung zu machen – medizinische Relevanz und so..

  16. 16 Lirp 15. Mai 2010 um 21:15 Uhr

    @ shmuel

    Weißst du, mit dem Menschen dessen Menschsein unveränderbar ist, verhält es sich so: man spannt ihn in den entsprechenden Apparat und jagt ein Stück plumbum in seine Axis: und hoppla – übrig bleibt ein Idealist.

  17. 17 klatsch 15. Mai 2010 um 23:21 Uhr

    @butchjonny_in

    jetzt tu mal nicht so heilig madame, im betreffenden artikel habt ihr die versächlichung nichtmal selbst durchgehalten und euch ist zwischendrin mal ein „ER“ rausgerutscht…

    man kann ja wohl, selbst wenn man sprachlich anhand des biologischen geschlechts eine entscheidung bezüglich der artikel eine wahl für mann oder frau trifft, immer noch aktzeptieren dass unzählige abstufungen des geschlechts gibt. beim sprechen wird dir doch auch mal ein_e „er/sie“ rausrutschen, oder willst du behaupten, du redest auch so dusslig wie du schreibst?

    und bitte erklär mir mal, warum jetzt „mensch“ besser ist als „man“ wenn mensch doch wohl früher auch mann bedeutete?

  18. 18 butch jonny 16. Mai 2010 um 20:41 Uhr

    :lol: ihr seid witzig!!!

  19. 19 Prolet Kong 19. Mai 2010 um 2:00 Uhr

    „jewaltich“ muß das heißen.

  20. 20 Väterchen Administrator 19. Mai 2010 um 16:56 Uhr

    Schnauze.

  21. 21 Väterchen Administrator 26. Mai 2010 um 18:35 Uhr

    EMENSCHZIPATION ODER BARBAREI!

  22. 22 Jan Filip Geldsack 27. Mai 2010 um 20:18 Uhr

    Es ist eine echte Menschomanie ausgebrochen. Ach Quatsch: Menschomenschie.

  23. 23 Lionel Mandrake 04. Juni 2010 um 1:07 Uhr

    @Shmuel

    „Biologisches Geschlecht ist, wie auch soziales, veränderbar, indem man sich eine Ladung Hormone in die Blutbahn jagt … Außerdem ist es absolut gehirnverbrannt, einfach mal so zwei Kategorien aufzumachen/zu übernehmen – gesellschaftlich – um Menschen wegen irgendwelcher leiblicher Merkmale voneinander zu unterscheiden und zu benennen (er und sie).“

    Ja, was denn jetzt? Geschlecht als Hormonspiegel auf der nicht kategorisierten, mehrdimensionalen Shmuel-Skala?

    Ich hoffe, ganz individuell noch an Kategorien festzuhalten, um Unterscheidungen und Benennungen anhand von – wer unbedingt alles mißverstehen will, sagt wegen – Merkmalen zu treffen, geht noch in Ordnung, einfach mal so?

    Oder ist in der Hinsicht auch schon alles verbrannt?

  24. 24 Lionel Mandrake 04. Juni 2010 um 1:17 Uhr

    „Beim biologischen Geschlechterkonstrukt hingegen ist es sinnvoll, die Unterscheidung zu machen – medizinische Relevanz und so..“

    Dümmer geht`s nimmer..

    Für ein medizinisches Relevanzkonstrukt braucht es doch kein biologisches Geschlechterkonstrukt!

    Wo kommen eigentlich noch mal die Kinder her?

  25. 25 cosmojl 29. Juni 2010 um 18:11 Uhr

    was die akaler wohl für einen ausdruck wählen, wenn sie andeuten wollen das x von y übermannt wurde?

  26. 26 Failbot 19. Januar 2011 um 12:21 Uhr

    Clemensch heisst der Mensch.

  27. 27 Etmytologe 13. September 2011 um 11:04 Uhr

    Das ganze ist noch viel abstruser, als ihr denkt. Man muss das ganze auch historisch – hier also etymologisch – betrachten:

    Im ursprünglichen Altnordischen bedeutete man „Frau“ (engl. woman). Das Wort für „Mann“ war nicht man sondern wer, aus der Sanskritwurzel vir, wie in wer-wulf, dem Wolfsmann.

    Bei den skandinavischen und anderen Stämmen Europas wurde mit Man der Mond, die Schöpferin aller Wesen, bezeichnet.
    Selbst im Rom der Kaiserzeit war Man oder Mana die Mutter aller manes oder Ahnengeister. Die Sanskritwurzel man bedeutete sowohl „Mond“ als auch „Weisheit“, ein Attribut der Urahnin. (Siehe auch die Bedeutung von Mondtag)

    Die heidnischen Skalden dichteten eine Gruppe von Liebesliedern, die dem weiblichen Prinzip des Mondes und seiner irdischen Inkarnation, der Frau, geweiht waren; dies waren ‚mansongr‘, die „Frauenlieder“. Die katholische Kirche verbot sie ausdrücklich.

    Die englische Isle of Man war früher der Mondfrau geweiht; diese Mondfrau oder -ahnin war manchmal eine Seejungfrau oder eine androgyne Aphrodite.

    Die Isle of Man erinnert mit ihrem Namen an die alte matriarchale Stammesmutter, die an diesem Ort verehrt wurde. Ihr Name wurde abwechselnd mit Man, Mana, Mana-Anna oder Manannan wiedergegeben.

    Wenn also die Anarchospack_innen also man (etymol.: Frau) durch Mensch (etymol.: Mann) ersetzt. Ziemlich „antiempanzipativ“, um mal im Slang dieser Depp_innen zu schreiben. Aber das ist ja auch genau das, was sie sein wollen, sonst würden sie ja nicht in ihrer kleinbürgerlich-reaktionären ahistorisch-unwissenschaftlichen konterrevolutionären Ideologie folgen.

    Nun könnte man argumentieren, dass Mensch zwar etymologisch auf „Mann“ zurückgeht, „Mann“ aber wiederum auf „Frau“. In diesem Fall hätte man beim ersetzen von „man“ durch „mensch“ also „Frau“ durch „Frau“ ersetzt. Das wäre also sinnlos – in etwa genauso sinnlos, wie die wissenschaftlich-argumentatorische Kritik am Anarcho-Sprachkritiker_innen. Die einzige wirkungsvolle Kritik an diesem Idealistengesindel ist die durch das Senden ins Gulag konkludente.

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