Ein Riesenspaß für alle Antideutschen, Israelkritiker und sonstige (Anti-) Semiten: „DER SEMIT“

Juden dürfen ja als einzige Gemeinschaft auf der Welt keine Lobby haben. Niemand derjenigen Idioten, die sich zum herrschenden Antisemitismus konform verhalten, würde je auf die Idee kommen, von einer „Palästina-Lobby“, einer „Iran-Lobby“, gar einer „Deutschland-Lobby“ zu reden – und zwar schon deswegen, weil die imperialen Herrschaftsansprüche dieser Nationen schon seit je her eine Selbstverständlichkeit darstellen. Es ist das völkisch-xenophobe Alteingesessenheits-Prinzip, das sich durch die Israel-Kritiker durchsetzt, so wie in Schulklasse und Nachbarschaft „der Neue“ erstmal zum Abschuss freigegeben ist, weil er (noch) keine Lobby hat. In einer Welt also, in der nun allein auf Youtube tausende Videoclips gegen Juden aufhetzen (Zum Beispiel: „Weshalb die Juden nie nen Krieg gewinnen“, wo sich noch darüber lustig gemacht wird, dass israelische Soldaten Skrupel haben, Kinder anzugreifen) ist es dann natürlich nicht gern gesehen, wenn eine jüdische Gemeinschaft, in diesem Falle Israel, eben doch mal einen Krieg gewinnt – oder sich auch bloß gegen ständige Angriffe zur Wehr setzt.

Judenhass und Israelkritik bedingen sich gegenseitig. Jener bot schon immer die Grundlage für diese, und diese springt oft um in jenen. Es gibt sogar Leute, die wissen gar nicht, dass Israel ein jüdischer Staat ist, sind aber trotzdem gegen ihn (bzw. seine „menschenverachtenden Kriege“). Man muss hier vom objektiven Zweck des Antisemitismus reden, um den perfiden Opportunisten-Mechanismus, der einen von der Partizipation am antisemitischen Konsens profitieren lässt, ohne dass sich deren Träger überhaupt erst explizit als Antisemit betätigen müssen, herauszustellen.

Neben der in Sachen Vollidiotie unschlagbaren „daz“ ist die „unabhängige“ (lies: kritische, schwachsinnige, antizionistische) „jüdische Zeitschrift DER SEMIT“ das absolute Highlight auf dem deutschen Zombifizierungspressemarkt:

Sie treibt den Autonomen- und Kritizisten-Wahn von Ausgabe zu Ausgabe zur Perfektion und ist damit ein weiteres Drecksblatt, wie es dem kritischen deutschen (oder germano-djihadistisch-commünistischen, das ist je nach Studiengang variabel [und man möge bitte auch nicht der naiven Vorstellung verfallen, die „antigermanischen“ Commünisten, also: judenfreundlicheren Arschlöcher würden diesem Völkchen in irgendeiner Weise überlegen sein oder das Wasser reichen können; oft werden ja die Israelsolidaritäts-Deppen – wie z.B. der armselige Spinner Alex Feuerherdt aka. „Liza“, der seit Jahren im Gestus des besserwisserischen Pfadfinders eines globalen Irrenhauses versucht, deutsche Antisemiten von der Unschuld Israels zu überzeugen und sich bei dieser objektiven Wahnsinns-Tätigkeit auch noch als Aufklärer vorkommt – in einem Abwasch mit Israel kritisiert oder abgewatscht, wovor man sich aber als denkender Mensch hüten sollte, denn für die Dummheit der sogenannten Antideutschen kann ja der Staat Israel nichts – jedem zivilisierten Menschen ist hingegen klar: im Falle Israel hat man sich zu verhalten wie damals gegenüber der ebenso zivilisationsbewahrenden DDR – pro Propaganda, pro Checkpoints, pro Kontrolle & Ausspionierung potentieller Feinde, pro Schutzwall zur Abgrenzung gegen die Barbaren.]) Staatengegner quasi aus dem Resthirnkasten geschält ist; zur aktuellen Ausgabe mit einem Titel, wie ihn „Der Stürmer“ nicht besser hinbekommen hätte:

DERSEMIT

„Unabhängige Juden“ (also solche, die an ihrem an den Staate Israel gebundenen, „abhängigen“ Leben nicht sonderlich – sondern dereinst lieber an iranischen Kränen – hängen): das ist eine Farce, die in ihrer Geschichtsvergessenheit und ihrem autonomiepsychotischen Idealismus selbst relativ hoch angesetzte Ekelgrenzen – wie z.B. meine – locker überschreitet. „Unabhängige Juden“, also „Semiten“, also rassentheoriebeflissene Palästinenser, deren völkerkundlicher Begriffs-Stuss allein schon mit dem Wort „Semit“ die Judenauslöschung vorwegnimmt. Die exakte Übersetzung von „Semit“ muss daher „Antisemit“ lauten.

Ein Blick ins Zeitschriftenregal der Bahnhofspresse, wo man eben unter anderem den „Semit“ findet, zeigt: Es genügt heute vollends, Zeitschriften nach ihrem Cover zu beurteilen, denn was auf den Titeln steht, das ist auch schon der ganze Inhalt. Im Innenteil gibt es dann nur noch einen den endgültigen Sieg des Warenfetischs und Konsumherdentriebs über die Vernunft zelebrierenden Bilderbrei („Anzeigen“) und verschärfte Propaganda („redaktioneller Teil“). Es wird innen nur noch mal das Ressentiment ausgefaltet und argumentativ verdichtet, das auf dem Titel schon seinen Zweck im Dienste der Instandhaltung des Falschen erfüllt hat (man sieht also: wenn man sich zu sehr mit Zeitschriften und dem sonstigen, notwendig monopolistischen bürgerlichen Mediendreck beschäftigt, wird man irgendwann noch zum Adorniten). Ein kurzer Blick auf die Homepage des „Semit“ zeigt dann auch, was zu beweisen war: Gefasel von „IDF-Morden“, „Belagerung Gazas“,“Israelkritik“, Nazi-Broder und anderen kaum getarnten Aufrufen zur Judenvernichtung.

Das dort ebenfalls zu findende Cover der in zwei Wochen erscheinenden neuesten Ausgabe titelt übrigens auf den Fotos der üblichen akademischen Hamas-Sympathisanten „Jüdische Intellektuelle contra Israel“.

Geht sterben.

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13 Antworten auf “Ein Riesenspaß für alle Antideutschen, Israelkritiker und sonstige (Anti-) Semiten: „DER SEMIT“”


  1. 1 karlakolumna 22. Mai 2010 um 18:27 Uhr

    die sind da ja alle zweimal drauf! sind nur 8! wir haben hoffnung!

  2. 2 käet 23. Mai 2010 um 3:14 Uhr

    israel? wieso das denn?

  3. 3 Väterchen Administrator 23. Mai 2010 um 23:51 Uhr

    Es ging gar nicht um Israel, sondern um deutsche Wahnvorstellungen aka. Ideologie aka. „Kritik“.

  4. 4 Prolet Kong 24. Mai 2010 um 2:33 Uhr

    oh MENSCH, danke für den hinweis, und ich hab dich die ganze zeit mit lizaswelt.net verwechselt!

  5. 5 Lirp 01. Juni 2010 um 21:06 Uhr

    @ väterchen

    Ja, es geht ihnen immer noch um „Weltanschauung“, aber das wissen sie nicht.

    Sie wissen: Ideologie ist „notwendig“; dass sie unter Notwendigkeit „Schicksalhaftigkeit“ verstehen, ist ihnen aber nicht bewusst.

    Immerhin verspüren sie ein „Unbehagen“, das sie skeptisch macht. Aber Skepsis, meinen sie, sei Kritik.

    Die Überwindung ihrer schicksalhaften Skepsis finden sie in der Entscheidung für das, was sie für Israel halten und für den ja, ja, das isser, den Communismus.

    Am Ende, wenn sie ihren „Nihilismus“ überwunden haben, finden sie den national-christlichen Schoß offen, aus dem sie krochen.

    und sterben – unwissend.

  6. 6 Lirp 01. Juni 2010 um 22:41 Uhr

    Ach, noch etwas – nach dem Genuss eines privatgebrannten griechischen Ouzos, ungeheuer scharf und mit vollem Nachgeschmack nach Trauben, unglaublich – : nach der von der Türkei unterstützten Hamas-Provokation vor der Küste Gazas und der Ankündigung des von einer islamistischen Partei regierten Landes, Kriegesschiffe zur Unterstützung fernerer Hilfslieferungen zu entsenden, ist der Ernstfall der „Israelsolidarität“ eingetreten. Wir werden sehen, wer übrig bleibt.

    Die griechische Flotte hat übigens gemeinsame Manöver mit Israel bereits abgesagt.

  7. 7 hhhhhhhhhhhhhhht 01. Juni 2010 um 23:21 Uhr

    also die kritik am cover dieser komischen zeitschrift find ich gut, weil man dann wirklich diesen propaganda-hintergrund und diese gefährlichen stereotypen erkennen kann. aber der rest zur politik… was soll diese super-moralische empörung bewirken? es kommt nicht durch woraus und warum sich diese situation heute so darstellen soll. weil aus einer moraltheorie heraus kann keine kritik entwickeln, wenn man nur auf einem vernichtungswillen herumreitet, sonern man mus erklären, woras dieser entstanden ist.
    solch eine Polemik, wem soll die was bringen? die erklärt nichts.

  8. 8 Jan Filip Geldsack 02. Juni 2010 um 15:01 Uhr

    … ist der Ernstfall der „Israelsolidarität“ eingetreten. Wir werden sehen, wer übrig bleibt.

    Ich zum Beispiel!

  9. 9 DWR 22. Juni 2010 um 12:58 Uhr

    @hhhh…: Lustiger Einwand. Dem Stadium des Erklärens folgt meist das paralytische Endstadium der Anpassung, weil einen – ach Jott, ach Jott! – ja eh keiner verstehen will. Polemik schadet immerhin dem Nervenkostüm des Gegners.

  10. 10 Väterchen Administrator 23. Juni 2010 um 14:11 Uhr

    „Dem Stadium des Erklärens folgt meist das paralytische Endstadium der Anpassung…“ (DWR)

    Genau das wollen Leute wie „hhhh…“ ja: die Aufforderung zur Anpassung an irgendwelche imaginierte, ach so wichtige „Teildiskurse“ steckt ja schon implizit in dieser ekelhaften Bewertung, es würde nichts erklärt.

    Was überhaupt nicht stimmt, btw.: Selbst wenn obiger Text eine „Polemik“ wäre (was ich bestreite, weil nichts davon polemisch, streitschrift-artig oder meine Position verteidigend, sondern alles völlig sachlich beschrieben ist), so bedeutet das ja keineswegs dass nur gepöbelt und nichts „erklärt“ wird – es wird erklärt, aber eben nicht auf die Weise, die commünistische Critiqueer wie „Prolet Kong“ oder „hhhhh…“ gewohnt sind und somit als einzig richtige Form des Er- und Aufklärens gelten lassen. Erklären ist überhaupt das Gegenteil von Begriffsbildung: Diese ist ein autonomer Akt des klaren, vernünftigen Bewusstseins, jenes lediglich zwischenmenschliche Plauder-Mitteilung mit Rücksicht auf die herrschende Dummheit (und die des Gegenübers).

    Aber das ist ja eh eines der Hauptprobleme commünistischer und sonstwie verblödeter Linker, die zwar sehen, dass irgendwie irgendwas falsch läuft und deshalb auch ganz brav Marx-Zitate auswendig lernen, aber am notwendigen Tun des theoretischen wie praktischen Fortschritts nicht mitarbeiten können: Sie können, sehen und wollen nicht mehr als Aufklärung und deshalb ist alles andere für sie Polemik, Unernst, Satire, Albernheit usw.

    Ich werde mich von daher auch weiterhin einen Teufel um sowas scheren.

    (PS: Polemik gegen „Semiten“ oder Alex Feuerherdt und seine Anhänger, sowas mache ich nicht, ich bin doch kein Kinderquäler. Das wäre mit Bomben auf Spatzen geschossen, da hab ich eher Mitleid.)

  11. 11 Aristobulus 12. April 2014 um 16:05 Uhr

    Mein Dank, dass Sie für Israels Sicherheit so pragmatisch eintreten. Es tut gut, das zu lesen.

    Aber mein Undank!, dass Sie Israel wahrhaftig mit der DDR vergleichen wollen. Nichts in Israel ist wie in der DDR – ja nichts und wieder nichts. Israel ist eine durch und durch pluralistische Anhäufung völlig heterogener Leute, von denen jeder macht, was er will. Verordnen lässt sich der Israeli nichts. Es hat in Israel noch nie eine Parteilinie gegeben, egal welche und wessen, die nicht sofort im Schwall der Ironie verdampft ist.

    Und schade überhaupt, dass Ihnen so oft die verbale Hutschnur reißt…

    Grüße und gutt Schabbes unbekannterweise (-:

  1. 1 zwei lesenswerte Polemiken: « tiefe Pingback am 17. Juni 2010 um 22:33 Uhr
  2. 2 Israelsolidarität 2010 « Lyzis‘ Welt Pingback am 07. Juli 2010 um 22:54 Uhr

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