Israelsolidarität 2010

1. Empörung bei (anti-)deutschen Israelfreunden: Hamas und Linkspartei sind bescheuert, na sowas!

Vor Israels Küste sind ein paar Terroristen getötet worden, eigentlich ist also alles prima gelaufen für Israel und die IDF, man könnte die Sache abhaken und sich wieder beruhigt wichtigeren Dingen widmen, sich in seinem Mossad-T-Shirt in die Sonne legen, pro-westliche Unzucht treiben, in 1-Euro-Läden kleine sowjetische Spielzeugpanzer kaufen, VAN SHE hören und Goethe lesen zum Beispiel.

Aber deutsche Linke, bzw. undeutsche Rechte, also antideutsche Post-Linke, die auch als postantideutsche Ex-Linke bekannt sind, entblöden sich mal wieder nicht, gegen ein ihnen wesensgleiches Pack zu demonstrieren und „Solidarität“ zu üben; zum aktuellen Hauptfeind wurde die miefige kleine Splittergruppe aus ehemaligen SPDlern, WASGlern, PDSlern, parteilosen außerparlamentarischen Emanzipationsidioten, Grundeinkommensbefürwortern, den dümmsten und opportunistischsten Ex-SEDlern und sonstigem Anarchogekröse, die im deutschen Bundestag mit 11,9 Prozent der Wählerstimmen vertretene Partei „DIE LINKE“ erkoren.

So erbärmlich eine „antideutsche Kritik“ ist, der gegen diese Linkspartei nichts besseres einfällt, als über Wochen hinweg die Tatsache anzuprangern, dass drei ihrer Bundestagsfraktionsmitglieder mal wieder bei einer antisemitischen Terror-Aktion teilgenommen haben (so groß ist die gemeinsame ideologische Basis mit jener Alternativ-SPD, dass den Antideutschen nur noch solche popeligen Unwichtigkeiten anprangernswert, „kritikwürdig“ sind), so stolz scheint man darauf zu sein, endlich mal auf noch Hirnlosere zu treffen, denen man im Gestus von Leuten, die schon ein Theorie-Verblödungs-Krabbelgrüppchen weiter und somit „wissend“ sind, voll cool studentendeutsch „Faktenresistenz und Realitätsverleugnung“ (wie die ansonsten selber gern faktenresistente aka. antipositivistische und stets brav realitätskritische „Gruppe Morgenthau“ ) vorwerfen kann – der antideutsche Kritiker als Kollektiv-Psychotherapeut, es wird immer lustiger.

„Eigentlich, so könnte man meinen, sollte der Linkspartei angesichts ihrer obszönen Angriffe gegen Israel und ihrer jede Realität verleugnenden Verteidigung des „Free Gaza“-Unternehmens der Wind zumindest empfindlich kühl ins Gesicht blasen“,

verkündet der ebenfalls volksbewegte Demonstrant und bloggende Schweinepriester Alex Feuerherdt gleich im ersten Satz bestechend hirnlos wie immer, wird er damit doch seiner Pflicht als Blog-Haustürvertreter jener unmaterialistischen Vorgehensweise gerecht, die mit ihrer Kritik und ihrer Aufklärung „den Schleier des Unwissens“, „den Vorhang der Verblendung“ und ähnlichen Quatsch wegziehen und somit die von Antisemitismus (oder zunächst einmal wenigstens von Palästinensertüchern, man gibt sich auch in diesen jungdemokratisch engagierten Kreisen bisweilen bescheiden) befreite, fertige kommunistische Gesellschaft und andere Hirngespinste hervorzaubern will (was ja, wie jeder weiß, schon bei der „Frankfurter Schule“ von so großem Erfolg gekrönt war):

„Eigentlich“, „meinen“, „obszön“, „realitätsverleugnend“: solcherlei Ausdrücke aus der altgermanischen Mottenkiste bornierter Moralisten, Realitäts-Checker, Meinungsverteidiger, Bescheidwisser und Eigentlichkeits-Authentizisten sind die begriffliche Ausstattung der – sich eben dabei ausgerechnet auch noch ständig auf die Kritische Theorie und Adorno berufenden – selbsternannten Israelsolidarischen, mit welcher sie bemitleidenswerterweise gedenken, weltweit in ihren diskursiven Anti-Djihad zu ziehen. (Und welcher „empfindlich kühle Wind“, in einem Land voller Antisemiten? Von woher soll der denn bitteschön blasen? Von der „Israellobby“?)

Mir liegt es sehr fern – mindestens genauso fern, wie eine „Kritik“ der Antideutschen zu betreiben –, die Linkspartei und linke Antizionisten zu verteidigen (sie werden ihre Rechnung von der Geschichte ohnehin serviert bekommen), aber wer so blöd ist, ernsthaft vorm Karl-Liebknecht-Haus mit Flyern und Transparenten zu skandieren „Wer die Linke wählt, wählt den weltweiten Dschihad“ (wobei die antideutschen Jünglinge dann dankend erwidern „Okay, wähl ich eben die Grünen!“), der kann auch gleich zum CSU-Parteitag gehen und rufen: „Wer CSU wählt, wählt CSU!“ – Als wäre das den Wählern nicht eh schon bekannt.

Man sieht also: auch die antivölkischen, kritischen, ja ideologiekritischen (also dümmsten*) Israelverteidiger, die sich hier mal wieder nicht zu schade dafür waren, einen Dreckshaufen voll anarchistischem Jauche-Lumpenpack, konsens-antideutschem Konkret- und Jungle-World-Leser-Abschaum, aktiven NichthirnInnen und sonstigem dreckigem Deutschfressen-Geschmeiss zu mobilisieren, sind durchaus immer noch in der Lage, so reaktionär zu sein, sich als mit der deutschen Linken abgeschlossen habende „Antideutsche Kritik“, als gemeinnütziges „Abrissunternehmen deutsche Linke“ (Justus Wertmüller, Szene-Frei- und Vordenker) doch wieder zurück ins heimelige Nest para-volksgemeinschaflticher, pro-ideologischer Aktionismus-Wärme zu delirieren – das hat diese unter anderem von der Bahamas initiierte Deppendemo wieder einmal gezeigt.

2. Das Elend der Solidarität

Dass die israel-solidarischen Demonstranten bei ihrem Versuch, eine einflusslose deutsche Kackpartei zur bestimmenden Kraft hinter Hamas und Palästinenserterror auszumachen, auch noch abrutschen in ordinärste Pazifismushetze – Banneraufschrift: „Gegen die Kriegstreiber der Linkspartei“ –, im völligen Widerspruch stehend zu anderen Transparenten derselben Demonstration, auf denen es beispielweise notorisch enthirnt heisst, dass sich „hinter dem Ruf nach Frieden die Mörder verschanzen“, offenbart, inwieweit die elende linke Demo- und Soli-Scheiße sich durch die Hintertür der Israelsolidarität wieder in die antigermanische Bewegung eingeschlichen hat. Die Juden werden in Deutschland mal wieder instrumentalisiert, um innerlinksdeutsche Streitigkeiten so austragen zu können, dass auch noch der hinterletzte Dorf-Antifaler mitkommt und womöglich für eines jener emanzipativ-commünistischen AD-Grüpplein gewonnen werden kann – sowas nannte man als vernünftiger Kommunist, also Stalinist, vormals noch: volksschmeichelnd, anbiedernd, demokratisch, politisch engagiert, also: verblödet.

Es gibt für diesen ganzen postantideutschen Irrsinns-Zinnober aber natürlich eine richtige Erklärung, die zeigt, dass er auf einem Muster beruht, das jedwede sektiererisch-idealistische Volkseinbezogenheits-Linksgrütze schon immer kennzeichnete:
Wer geistig und praktisch, mithin politisch, schriftstellerisch, künstlerisch etc. zu nichts mehr in der Lage ist, dreht durch, wird durch die eigene Ohnmacht noch dümmer als eh schon und durch die ebenso eigene, zudem im hohen Maße selbstverschuldete Dummheit noch ohnmächtiger als sowieso – man wird linker oder antideutscher „Kritiker“ und „es“ (also die Gravitation hiesiger gesellschaftskritisch-akademischer Schwachsinnsverhältnisse) treibt einen dann in ferne Sphären, in die unnötige Breite, in die ständig Szene-Selbstverständlichkeiten auswendig runter rezitierende Streber-Langeweile, in globale Kriegsherren-Taktiererei, nach Nahost. Wo der Hirnapparat fehlt, der die Dinge genauer erkennen könnte, scrollt man die Landkarte statt in die Tiefe einfach in die Ferne und entledigt sich somit des Problems ernsthafter Auseinandersetzung, welche eben geistige Erfahrung und Anstrengung des Begriffs von Nöten hat. Als hätten sie etwas zu sagen, was wenigstens ein paar mehr Leute erreichen und beeinflussen könnte als die üblichen 200 gelangweilten Idioten der eigenen Szene, verteidigen kleinbürgerliche Antifa-Studenten aus Deutschland die Atommacht Israel – da hat man sich schweren Herzens für eine nahezu unmögliche, wirklich herausfordernde, selbstaufopfernde Lebensaufgabe entschieden, mir kommen schon die Tränen. Was dem linksdeutschen Antizionisten seine armen Hamas-Terroristen („unterdrückte Bewohner des Gaza-Streifens“), sind dem „Antideutschen Kritiker“ die bemitleidenswerten Juden; den ewigen Opfern müsse „geholfen“ werden, „Solidarität“, hier als eine Mischung aus global praktiziertem Mitleid und eigener sozialer Bedeutungslosigkeit zu verstehen, sei angebracht; was nicht passt, wird eben mal schnell durch Demo-Aufrufs-Kauderwelsch passend gemacht, dem widersprechende Vernunft stört nur. Aus einer schon bei Marx vorhandenen, nachvollziehbaren und sinnvollen dialektischen Haltung, die eben AUCH die Verteidigung wie auch immer defizitärer westlicher, bürgerlicher Errungenschaften, und somit eine gewisse Achtung vor den Leistungen Israels mit einbezog, wird – wie immer, wenn kleingruppenpsychotische Theorie und Praxis die Realitätswahrnehmung eintrüben – undialektischer, debiler Solidaritäts- und Provokations-Scheißdreck auf unterstem Niveau; selbst die für Wertmüller-Verhältnisse schlecht gewählten Worte verbergen kaum noch das dahintersteckende Begriffs-Elend.

Nun mag ich nicht beurteilen, inwieweit das Gros der israelischen Bevölkerung (der ja davon abgesehen natürlich jeder Erfolg gegen die Palästinenser zu gönnen ist), mit welcher man sich dort solidarisch zeigt, sonderlich viele Pfifferlinge darauf gibt, von hässlichen, verblödeten, autonome Burka-Kapuzenpulli-Outfits tragenden, prinzipiell nur stumpfen Juze-Schwachsinn stammelnden, faul-dreisten antideutsch-deutschen Studenten-Pfeifen mit Solidaritätsbekundungen überhäuft zu werden, die niemals erbeten wurden, aber ich maße mir mal an, zu behaupten, dass sich eine Mehrheit in Israel so etwas doch eher verbittet. Das interessiert das israelsolidarische Deppenpack allerdings nicht, es macht stattdessen ungestört in seinem Wahn, etwas zu gelten, weiter, und liefert dabei auch noch prima Argumente für die noch denkfauleren Neonazis von „Politically Incorrect“ („Aber ich sehe unser gemeinsames Existenzrecht durch Hamas und Linke oder besser durch Islam und Sozialisten bedroht!“; Kommentar Nr.7), die dann auch gerne mal die BRD-Flaggen einrollen, wenn es um die gemeinsam mit den Bahamas-Lesern ausgeübte Rettung „emanzipatorisch-europäischer Werte“ (lies: Klerikalfaschismus, Deutschnationalismus, Schützenfeste, Bratwurst, Fremdenhass) vor der „islamischen Überfremdung“ (i.e.: kurdische Flüchtlinge, Migranten aus der Türkei, Dönerbuden, afrikanische Austausch-Studenten) geht. Im Schatten der Israelflagge, hinter der man sein ordinär-deutsches Elend so gut verbergen kann, marschiert es sich scheinbar gleich viel angenehmer und unangestrengter.

Der dazu abgesonderte Diskurs-Müll, der sich auf allerlei Webseiten und in verrotzten Underground-Sekten-Schundblättern dann so niederschlägt, ist nicht minder hassenswert: Alle paar Wochen klicke ich mich, meinem Bedürfnis nachkommend, zu wissen, was die Idioten aller Anstalten wieder so treiben, durch die entsprechenden Blogs und Websites (bei den „anti-rassistischen“, also pro-palästinensischen, Israel- und Juden-Kritikern von Blogsport, diesem verachtenswertesten Drecksgesindel unter der Sonne, und den Aushilfs-Ariern vom GegenStandpunkt, die mit ihrer besonders perfiden „Israelkritik“ schon immer nur inoffizielle Politikberatung für die Hamas betrieben, ist ja eh schon alles verloren – noch schlimmer als die „Antideutschen“ sind nur noch deren Kritiker – , aber auch die ohnehin schon immer sehr instabile illusionäre Hoffnung, einige wenige der sich antideutsch wähnenden Ideologie-/Fetisch-/Wert-Kritik-Spinner seien von Seiten des hegelianischen Stalinismus [so muss man den Marxismus heute nennen, damit er als solcher kapiert wird] noch ansprech- und nicht bloß anpöbelbar, kann man – nach zahlreichen eindrücklichen Erfahrungen in persönlichen Gesprächen und der Lektüre diverser Blogs und Fanzine-Texte – endgültig abhaken) und weiß mir dabei nur zu helfen, indem ich einfach weiter mit fröhlich-resignierter Hoffnung auf eine Reinkarnation der Roten Armee warte, angesichts dieses seit Jahrzehnten immer wiederkehrend gleichen, ekelhaften, himmelschreiend dummen Transpi-Demo-Juzi-Quatschs.

Was die vielbemühte sogenannte SOLIDARITÄT anbelangt, so verhält es sich ja so: man kann solidarisch sein mit seinen proletarischen Arbeitskollegen beim Streik, man kann auch solidarisch sein mit seinen politischen Freunden, seiner Partei, seinen Genossen, seinen Kommilitonen oder anderen Einzelpersonen und Kleingruppen, die eine solche von Nöten haben; wenn man ganz bescheuert sein will, kann man sogar solidarisch sein mit der Bundesregierung, also „zusammenstehen“ innerhalb einer Gemeinschaft, deren Mitglied man ohnehin ist – das ist alles schon ekelhaft genug –, aber als kleiner deutscher Depp kann man doch nicht ernsthaft hingehen und SICH SOLIDARISCH erklären mit einer ganzen Nation, zumal auch noch der israelischen! (SOLIDARITÄT MIT ISRAEL! Das ist ja noch bekloppter als „Raven gegen Deutschland“! Israel braucht keine Solidarität von euch. Woher kommt denn bitteschön schon wieder diese Solidaritätspest, und wohin will sie und weswegen und wozu? Was glaubt ihr eigentlich, was ihr seid, ein Staat, eine Infanterieeinheit, Streikgenossen? Wer hat bei euch denn Solidarität eingefordert? Netanjahu? Die IDF? Keine Sau! Seid mal lieber solidarisch mit euren Großmüttern oder Meerschweinchen, damit tut ihr sicherlich mehr gegen Antisemitismus und Deutschland.)

Wollte man nämlich dem Interesse der antideutschen Ideologie folgerichtig willfahren, wäre es doch z.B. viel sinnvoller, dass man in Israel die Deutschen und ihren Antisemitismus auch auf antideutschen Demonstrationen so unverfälscht mitbekommt, wie sie sich nunmal verhalten, statt Palästinensertuchträger und BRD-Flaggen zu zensieren, dann gäbe es Hoffnung, dass die IDF als temporärer Rote-Armee-Ersatz endlich kurzen Prozess mit dem hiesigen Scheißvolk macht, das inzwischen dank als Fußball-Weltmeisterschaft verkleideter Nationalismus-Beförderungsmaschinerie und dazugehöriger massenmedialer Gesamtverblödungskotze auch schon wieder, „jetzt aber mal ganz im ernst“, von – zunächst noch „inneren“ – Reichsparteitagen träumt. Stattdessen zensiert und reinigt man dieses völlig gerechtfertigte Bild der BRD, verbietet den Rechten auf der eigenen Demo sogar, die BRD-Flaggen auszupacken, die gezeigt hätten, was hierzulande Sache ist, usw. usf. Eine Rechte und eine Nation, die eine solche Weißwaschlinke haben, müssen selber nichts mehr fürs „gute Ansehen Deutschlands im Ausland“ tun – die Ökofuzzis, Friedensdeppen und antideutschen doch-wieder-linken Stalingrad-2.0-Verhinderer übernehmen die Verteidigung deutscher Ehre gerne freiwillig.

3. Das Prinzip der Kritik

Antideutsche, die in ihrer anti-ideologischen Kritikgrütze lässig neben der Welt her leben und gar nicht mitbekommen, inwiefern der Widerspruch zwischen „rücksichtsloser Kritik“ [die schon bei Marx – auf den sich heutige Ideologie-Kritiker aller Verblödungsstufen ja dauernd berufen müssen, um nicht endgültig als die Antikommunisten erkannt zu werden, die sie sind – nicht nur anderes bedeutete als stupideste Zitatesammelei und das Runterrasseln von auswendig gelernten „Argumenten“, sondern vor allem eine Strategie war, den Kommunismus unzensiert in die breite Öffentlichkeit zu bringen, ohne „Vernichtung“ oder „Ausschaltung“ zu sagen (nur deshalb nannten Marx und Engels ihre Abfertigung der „Ökonomiescheiße“ (Marx) „KRITIK der politischen Ökonomie“, nicht weil sie so geil darauf waren, in der bürgerlich-reaktionären Tradition von Kritik, die spätestens mit Kant begonnen hatte, zu stehen)], ja womöglich sogar „rücksichtsloser Kritik alles Bestehenden“, wie es im neo-adornitischen Tenor der ISF, Bahamas, Phase 2, Prodomo und anderer mit ins Erwachsenenstadium verschleppten Kinderkrankheiten des Kommunismus befallenen anarchistischen Rackets immer heißt, und der dann trotzdem immer wieder praktizierten „Rücksicht auf Israel“, US-Kriege und sonstige Realpolitik, die man doch nach Selbstaussage radikal ablehnt und bekämpft, eine Dialektik offenbart, die eben das PRINZIP DER KRITIK AN SICH als Unsinn entlarvt:

Das, was sie mit der – längst zu einer weiteren Übel bringenden bürgerlichen Institution gemachten – Kritik erzielen wollen, lässt sich eben in Wahrheit bloß mit der VERTEIDIGUNG, also EXPLIZITEN NICHT-KRITIK bestimmter Verhältnisse erreichen. Auf der einen Seite sind diese Analphabeten und Ex-Palästinenser-Solidaritäts-Hornochsen also immerhin nach Jahrzehnten des Irrens zu der richtigen Erkenntnis gelangt, dass der Marxismus sich in keine eingerastete, bloß kritische Negativhaltung manövrieren darf, wenn man noch an DIALEKTIK, also Wahrheit interessiert ist, andererseits zehren sie weiter vom linksaktivistisch-lumpenintellektuellen Kritik-Konsens, dessen endgültige Abstreifung sie der kommunistischen Vernunft immerhin ein wenig näher brächte. Dass letztlich die gesamte bürgerliche Gesellschaft in ihrer Dialektik den israelischen Verhältnissen gleicht, haben sogar einige wenige Antideutsche wie Ingo Way oder Stefan Wirner erkannt – allerdings hat das diese lediglich vom Anarchismus in den Schoß bürgerlich-liberaler Ideologie und Ordnung zurückgetrieben, indem sie zum falschen Bewusstsein folgerichtig auch noch das falsche Sein hinzufügten (inwiefern Anarchismus und bürgerlicher Liberalismus letztlich nur zwei leicht verschieden gemodelte Masken desselben staats-, ordnungs-, kollektiv-, kommunismus- und verbindlichkeitsfeindlichen Unwesens sind, darf sich gerne jeder selber ausmalen).

So selbstverschuldet eng, schmal und klein ist die eigene Kritikgruppen-Scholle, dass man sich nicht nur selbst schon andauernd auf die Füße tritt (wie Bruhn und Wertmüller im Kampf um Szene-Geltung), sondern auch jene Inhalte, die eine wirklich aufrichtige und geistig die Phänomene durchdringende – statt sie nur aufzählende – Praxis der Auseinandersetzung befördern könnte, aufgrund eigener Dummheit, UND WIRKLICH NUR DUMMHEIT *, stets vereitelt. Das Ausweichen in die Breite, dieser gesamte Phänomenologie- und Radikalkritik-Dreck, ist das untrügliche Symptom von Unfähigkeit, welche die Antideutschen so fest an ihre ehemaligen linksdeutschen Irren-Vereine fesselt, je mehr sie sich qua hilfloser Denunziation versuchen, davon loszureissen.

Auch die Signalwörter, die alle diese Gruppen – ob nun antisemitisch oder antimuslimisch – teilen, verbinden, vereinen, als hirnlos vor sich herbestellende Bauern auf demselben unfruchtbaren Feld kennzeichnen und gleichzeitig den Zuständigen und Interessierten, den Volontären des politisch-sektiererischen Irrsinns als Textqualitätskontroll- und Genossen- bzw. „Eigene-Leute“-Erfassungs-Indikatoren dienen, sind überall dieselben: „Kritik“, „Emanzipation“, „Kapitalismus“, „Commune“, natürlich „Solidarität“, hier und da vielleicht noch ein bißchen „Frieden“, „Fetisch“, „Befreiung“, „Krise“, „Wertverhältnis“ und „Totalität“, damit hat sichs dann aber auch schon auskritisiert. Die Bedeutungen, die diese mehr oder weniger bezugslos aus den Marx’schen und anderen nicht kapierten Schriften mit den einschlägigen Hirn-Molotow-Cocktails namens „offene Diskussionen“ heraus gesprengten, zum bloßen „Ausdruck“ heruntergekommenen Begriffe mal gehabt hatten, sind dabei längst unterm Schutt der Dummheit und Unwilligkeit des schreibenden, rezipierenden und referierenden Fußvolks verschwunden. Das „Rekonstruieren“ ihrer einzelnen „Bezüge“ zueinander, das Sichten und Bewerten von (natürlich zu 90% eh gefälschten, also verzichtbaren) „historischen Quellen“, das Elend „diskursiver Auseinandersetzungen“ in rhizomatisch organisierten Plena oder sonstigen Großraumjammerkästen, „die Repräsentanz postkolonialer Theorie mittels popliterarischen Schreibens“, das außer Verblödung nichts bringende Hamsterrad der Kritik, das alles sind natürlich Probleme des Pöbels, also nicht die des Stalinismus.

Es wird eine nicht sehr leichte und angenehme Aufgabe für diesen sein, die Bedeutungen da wieder herauszuholen, ihren Begriffsumfang zurückzugewinnen, sie vom Schlamm der akademischen Auseinandersetzungspest zu befreien und sie somit wieder als jene Begriffe zurückzugewinnen, die einmal die kommunistische Revolution in Anschlag brachten.

_________________
*Zur Berechnung und Definition von Dummheit wird demnächst ein klärender Text auf diesem Blog erscheinen, denn diese Sache muss ja mal angegangen werden; schließlich ist die gewaltige Institution der Dummheit heutzutage die nahezu jeden integrierende Instanz schlechthin.

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43 Antworten auf “Israelsolidarität 2010”


  1. 1 m. 08. Juli 2010 um 19:53 Uhr

    hast du depp eigentlich nicht gelernt, dass punkte nicht nur dazu da sind, einen absatz vom anderen zu trennen?

  2. 2 Stanislaw Hirschfeld 08. Juli 2010 um 22:11 Uhr

    lol

  3. 3 Stanislaw Hirschfeld 09. Juli 2010 um 2:36 Uhr

    Ey m.

    Um mal an Herrn Welts Stelle und zu meiner persönlichen Befriedigung zu antworten: Ich für meinen Teil habe gelernt, wofür Waffen da sind: Um Freiwild wie dich zwischen die blinden Augen zu treffen.

    Love, Dein Kammerjäger Stan

  4. 4 Kader 09. Juli 2010 um 14:34 Uhr

    Kann man eigentlich die Dummheit bekämpfen, ohne die Dummen zum Verschwinden zu bringen – um das mal vorsichtig zu formulieren?

    Was wäre beispielsweise wenn — naja, Kulla oder Ofenschlot — Selbstkritik übten und sich für den Stalinismus aussprächen, was bei entsprechenden Machtverhältnissen ja sehr schnell der Fall sein würde?

    Müsste man dann ihre Texte lesen oder sie grüßen?

    in ernster Sorge,

    Kader

  5. 5 Väterchen Administrator 09. Juli 2010 um 15:28 Uhr

    „Was wäre beispielsweise wenn — naja, Kulla oder Ofenschlot — Selbstkritik übten und sich für den Stalinismus aussprächen, was bei entsprechenden Machtverhältnissen ja sehr schnell der Fall sein würde?“

    Denke ich nicht. Gewiefter Opportunismus weiß ja auch unter für ihn ungünstigeren Machtverhältnissen entsprechend zu überwintern (siehe die Christen und Bürgerlichen in der DDR).

    Falls es doch so weit käme, dass sich die KP mit solchen Halunken in ihren eigenen Reihen zu plagen hat, gibt es für diese Fälle ja jene schöne Erfindung des Genossen Wissarionowitsch: Säuberung.

    „Kann man eigentlich die Dummheit bekämpfen, ohne die Dummen zum Verschwinden zu bringen – um das mal vorsichtig zu formulieren?“

    Dazu sage ich nichts ohne meinen Anwalt.

  6. 6 cavedave 09. Juli 2010 um 16:49 Uhr

    „Höflich und zuvorkommend wie ich nunmal auch zu Anarchisten bin, bevor sich das Problem ihrer Existenz nach der bolschewistischen Revolution ohnehin erledigt haben wird, gebe ich hier nun einige weitere hilfreiche sozialdemokratische Vorschläge zur genderqueeren Sprachverschandelung, Enthirnung und REALITÄTSVERLEUGNUNG im Sinne des Antigendermainstreaming-Untergrunds:“

    Merkst Du was, Du Trottel?

  7. 7 Väterchen Administrator 09. Juli 2010 um 18:01 Uhr

    Lass mich raten, cavedave: du meinst einen Widerspruch entdeckt zu haben, weil ich das (vermeintlich) selbe sage, was ich bei anderen als Schwachsinn herausgestellt habe?

    Abgesehen davon, dass ein Vorwurf (Liza, Morgenthaumaulerer) etwas anderes (blöderes, naiveres) ist als eine sachliche Zuordnung (Lyzis) und in manchen Zusammenhängen ein Wort durchaus angebracht ist, das in anderen wiederum irrig ist, zeugt es natürlich von Denkschwäche, die Zwecke und Interessen israelsolidarischer Demopöbel-Mitglieder, die durch jenen Gebrauch des Begriffs der Realitätsverleugnung nur leicht verdeckt zum Vorschein treten, in Zusammenhang zu bringen mit den meinen, die jenen entgegenlaufen.

    Aber stimmt, es wird sicherlich an meiner Trotteligkeit liegen, dass in deine Birne einfach nicht reingehen will, inwiefern hier ein wesentlicher Unterschied vorliegt, ob Realisten – als welche Stalinisten wie ich ja oft genug in denunziatorischer Absicht betitelt werden – andere der Realitätsverleugnung bezichtigen, oder ob dies von ebenfalls der Realität nicht eben gerade zugewandten Subjekten wie denen der Gruppe Morgenthau und anhägendem Anti-Realitäts-Phase2-Leser und Bahamas-Psychosepack ausgeübt wird.

    Es wäre ja eventuell mal, auch für dich, ein Anfang, sich einen Begriff von REALITÄT zu machen, dann würde es vielleicht auch besser mit dem lesen klappen.

    Mein Text zur (je)Menschelei allerdings, das gebe ich hier gerne zu, ist in der Tat ein ziemlicher Quatsch, weil ich mich in ihm zu etwas hab hinreissen lassen, das ich sonst tunlichst versuche zu vermeiden, nämlich satirisch oder polemisch, auch noch mit einem etwas – wohl dem Gegenstand geschuldeten – gelangweilten Hang zur Ironie zu schreiben. Das ist tatsächlich etwas eklig, weswegen ich mich hierfür beim Weltgeist und dem geneigten Leser auch nochmal ganz offiziell entschuldige. Ich gelobe Besserung und versuche, in Zukunft nicht mehr in irgendeine Ironie, von Hegel zurecht als romantische Form geschmäht, zu verfallen. (Allerdings halte ich es andererseits auch für nahezu unmöglich, auf so etwas anders als mit Ironie zu reagieren.) Der Beliebtheit in der Blogbeitrags-Klick-Skala hat dies übrigens keinen Abbruch getan, im Gegenteil: je schlechter der Text, desto beliebter, je quatschiger, desto mehr Leser. Selbst im ADF-Forum, dessen Mitglieder ja auch ansonsten für jederlei Regression zu haben sind, wurde er zitiert und verlinkt. Mal wieder: Q.e.d.

  8. 8 Interessierter 10. Juli 2010 um 12:52 Uhr

    Über welchen link erreicht man denn, das aktuelle adf-board?

  9. 9 Väterchen Administrator 10. Juli 2010 um 12:57 Uhr
  10. 10 Interessierter 10. Juli 2010 um 19:19 Uhr

    Danke!

  11. 11 Jan Filip Geldsack 13. Juli 2010 um 1:44 Uhr

    so groß ist die gemeinsame ideologische Basis mit jener Alternativ-SPD, dass den Antideutschen nur noch solche popeligen Unwichtigkeiten anprangernswert, „kritikwürdig“ sind

    Die Kritik, speziell die linksdeutsche, teilt sich windigerweise in zwei Hälften, zwei Hauptlinien:
    (1) DDR-Kritik,
    (2) Israel-Kritik.
    Plus Derivate. Aber das sind vielleicht die grundlegenden Richtungen (die schon beim Anstreicher auftauchen, der formulierte, die zwei Hauptgefahren seien Marxismus und Judentum, und damit groß wurde).
    Das ist wichtig, damit der Schwindel nicht auffliegt. Im Alltagsbetrieb bringt man die eine gegen die andere in Stellung, d.h. äußert jemand einen Unsinn, schaut man nach, handelt es sich um (1) oder (2)? Z.B. Linkspartei, junge Welt etc. betreiben bevorzugt Israelkritik. Die anderen gehen dann zum Kritikregal und nehmen die DDR-Kritik raus:

    Die alte (maoistische) Losung „Sozialismus oder Barbarei“ war immer schon eine Lüge, weil der Sozialismus stets gegen den Westen gerichtet war: als dem wie auch immer prekären Versuch, einen Restbestand von Vernunft im unvernünftigen Ganzen zu retten.
    („Redebeitrag“ der „Hedonistischen Mitte / Brigade Mondän“ auf der Bahamas-Demo, http://redaktion-bahamas.org/aktuell/100612beitrag-hed-mitte.html)

    Das ist zwar sinnlos, aber innerhalb des Kritikblödsinns eine angemessene Antwort, weswegen so etwas dort gesagt werden darf (ich frage mich, ob z.B. T. Kunstreich da nicht sein Gesicht faltet).
    Diese Spaltung der Kritik in zwei Flavors ist wichtig, weil so jemandem, der etwas Richtiges sagt, die Möglichkeit geboten wird, dies kritisch zu tun, anders gesagt: Die Kritik hält für jeden etwas bereit, weswegen keiner etwas gegen sie hat. Die Trennlinie zwischen Kritik und Nichtkritik verläuft (insbesondere heutzutage, insbesondere in Deutschland) rechtwinklig zur Trennung von dialektischer Vernunft und Blödsinn. Auch wer einen good point macht, verfällt (aus Faulheit, Idealismus, mangelndem Bewusstsein oder einfach weil man sich anders ja nicht äussern kann ohne missverstanden zu werden, weil Kritik der Modus bürgerlicher Ideologie ist), der Kritik; da kommt man ohne Rote Armee nicht raus (wie hier schon betont wurde).

    Dem Sozialismus ist man weder durch die Israel-Kritik noch durch die DDR-Kritik näher gekommen, und intelligenter, „aufgeklärter“ ist dadurch auch noch keiner geworden. Das sind also bürgerliche Ideologien.
    Kritisieren ist das neue Nichtstun, das neue Nörgeln, das neue Frondieren. Kritik ist die neue Reaktion. Kritik ist die Art und Weise, in der das Hitlerressentiment unter den Bedingungen der spätbürgerlichen Gesellschaft an den Mann gebracht wird.

  12. 12 Stanislaw Hirschfeld 14. Juli 2010 um 9:53 Uhr

    Zufällig stolperte ich soeben über einen Satz in Farles und Schöttlers „Chinas Weg. Marxismus oder Maoismus“, der an dieser Stelle passt: „Es wurde ein Prozeß eingeleitet zur Entfaltung von Kritik und Selbstkritik innerhalb der Partei als Voraussetzung für die Entfaltung der sozialistischen Demokratie in allen Bereichen der Gesellschaft“, schreiben sie über den XX. Parteitag der KPdSU. Diese Entwicklung führte bekanntlich zum behumsten Handlanger des Kapitals Gorbatschow (vom delirierenden Schwerstalkoholiker Jelzin ganz zu schweigen), der nichts Besseres zu tun hatte, als den angezählten Sozialismus umzuwandeln in ein Wunderland voller Massenverelendung. Man sieht, Kritik ist nicht „die neue Reaktion“, sondern die erprobte Form antikommunistischen Rückschritts bzw. antikommunistischer Fortschrittsverhinderung.

  13. 13 Jan Filip Geldsack 14. Juli 2010 um 16:32 Uhr

    Kritik ist nicht „die neue Reaktion“, sondern die erprobte Form antikommunistischen Rückschritts bzw. antikommunistischer Fortschrittsverhinderung.

    Stimmt, „neu“ ist Blödsinn.
    Steht im Prinzip ja auch schon bei Lenin, „Was tun?“.

  14. 14 cyrano 14. Juli 2010 um 22:54 Uhr

    Willst du ernsthaft den Begriff „Selbstkritik“ zur delegitimierung der „Kritik“ in Anschlag bringen?

  15. 15 Väterchen Administrator 14. Juli 2010 um 23:49 Uhr

    @cyrano:

    1. Selbstkritik ist von Kritik als solcher nicht zu trennen, beide fußen auf demselben Unwesen und letztlich ist ja eh jede Kritik „bloß“ eine Selbstkritik (Antideutsche z.B. sehen sich als Kritiker INNERHALB der Linken, wollen also ihre eigenen Dummheiten von früher „kritisch aufarbeiten“ (anstatt die Dummheiten von heute einfach bleiben zu lassen), und auch die „immanente Kritik“ Frankfurter Provenienz („Selbstkritik der Aufklärung“, „wir machen Kultur und kritisieren sie dann, als ‚Kulturkritiker‘“ etc.) betreibt ja eine Art von Selbstkritik, auch wenn sich das Selbst hier natürlich meistens auf ein Kollektiv, dem man sich aber eben („solidarisch“!) zurechnet, bezieht. Alles eine Riesen-Scheiße.

    2. Kritik muss nicht erst noch delegitimiert werden, das geschah bereits – durch u.a. Marx und Lenin – gültig. Marxisten sollte dies auch geläufig und somit kein Gegenstand der Diskussion mehr sein.

    Nur eines von etlichen Beispielen:

    …daß alle Formen und Produkte des Bewußtseins nicht durch geistige Kritik , durch Auflösung ins „Selbstbewußtsein“ oder Verwandlung in „Spuk“, „Gespenster“, „Sparren“ etc., sondern nur durch den praktischen Umsturz der realen gesellschaftlichen Verhältnisse, aus denen diese idealistischen Flausen hervorgegangen sind, aufgelöst werden können – daß nicht die Kritik, sondern die Revolution die treibende Kraft der Geschichte auch der Religion, Philosophie und sonstigen Theorie ist.

    (Marx, Die deutsche Ideologie, von hier: http://www.mlwerke.de/me/me03/me03_017.htm#I_I_A_2 Hervorhebungen von mir).

  16. 16 asdf 15. Juli 2010 um 0:17 Uhr

    Ich teile deine Ausführungen in soweit, auch wenn mir eine Frage dabei offen bleibt: geht nicht der „praktischen“ Revolution (notwendigerweise) eine Transformation des Bewusstseins voraus? Diese Frage aber selbst gerinnt zur Aporie, das sei eingestanden: denn wie – zum Teufel noch eins – soll man dem Pöbel hierzulande jenes – revolutionäre, zum Kommunismus dringende, Bewusstsein einbläuen?
    Oder doch Gulag?

  17. 17 Väterchen Administrator 15. Juli 2010 um 0:34 Uhr

    „geht nicht der „praktischen“ Revolution (notwendigerweise) eine Transformation des Bewusstseins voraus?“

    Nope. Siehe Marx-Zitat oben. (Individuell und ganz vereinzelt, ZUFÄLLIG natürlich schon, schließlich muss die revolutionäre Drecksarbeit ja irgendwer machen, aber das kollektive Bewusstsein ist ja gerade das blanke Abbild eben jener Verhältnisse und somit an sie gekoppelt, von ihnen erzeugt & abhängig, NOTWENDIG falsch, und das Kollektiv ist ein integral unbeeindruckbarer Monolith vollendeter Dummheit).

    „denn wie – zum Teufel noch eins – soll man dem Pöbel hierzulande jenes – revolutionäre, zum Kommunismus dringende, Bewusstsein einbläuen?“

    Gar nicht. Wozu sich auch diese vergebene Mühe machen, wenn man im Sozialismus als Marxist im Besitz von Waffen, Panzern, Institutionen und Gefängnissen ist? Sieh Dir einfach den Zustand heutiger commünistischer Gruppierungen an, dann weisst Du, wieviel Erfolg Aufklärung verspricht.

    „Oder doch Gulag?“

    Wieso „doch“? Stand das jemals zur Diskussion? Das wäre mir nämlich neu. Über diesbezügliche Notwendigkeiten hat einzig die Geschichte und ihr ausführendes Kommando, i.e.: der Weltgeist zu urteilen, sonst niemand.

  18. 18 Hintergrund 15. Juli 2010 um 12:09 Uhr
  19. 19 Hintergrund 15. Juli 2010 um 12:16 Uhr

    Korrektur, link „verrutscht“ – obwohl Michel „Nosferatu“ Foucault auch schockt – hier der gemeinte:

    http://www.youtube.com/watch?v=jQsQOqa0UVc

  20. 20 Väterchen Administrator 15. Juli 2010 um 12:33 Uhr

    Das sowohl amüsante als auch fürchterliche beim nuschelnden Schwarzwaldhüttenzombie Heidegger ist ja, wie er immer wieder – wie im obigen Video – zeigt, dass er nicht nur nicht sprechen und (vor-)lesen kann, nein, er schafft es noch nichtmal, seine EIGENEN Texte ihrem Sinn nach richtig betont vorzutragen, was sich anhand diverser (im Internet kostenlos downloadbarer) „Hörbücher“ mit Orignal-Vorträgen von ihm wunderbar nachhören lässt. Wer noch nach geeignetem Audio-Foltermaterial sucht, dem ist der Heidegger-Original-Schund wärmstens zu empfehlen. Ich zumindest ertrag das keine fünf Minuten.

    Es soll Leichen geben, die eine lebendigere Aussprache haben als Heidegger sie hatte.

  21. 21 Hintergrund 15. Juli 2010 um 19:35 Uhr

    „Es soll Leichen geben, die eine lebendigere Aussprache haben als Heidegger sie hatte.“

    Hm,… Magnus Klaue?

  22. 22 Väterchen Administrator 15. Juli 2010 um 21:57 Uhr

    Ich meinte wirkliche Leichen, keine Hirntoten. Wenn man die auch noch dazu zählte, würde die Liste schlicht zu lang.

    Weder sprechen noch lesen können, aber trotzdem über Marx faseln, ihn sogar „verstehen“ wollen, das ist ja heute leider groß in Mode. Heidegger, wie man sieht, war einer ihrer Pioniere.

  23. 23 Stanislaw Hirschfeld 16. Juli 2010 um 12:12 Uhr

    Wirkliche Leichen sind aber beide, die lebenden wie die toten. Die toten sind vorzuziehen, die halten schließlich ihr Maul, anstatt sich wie besessen um unbegrenzten Sibierienurlaub zu bemühen.

  24. 24 Stanislaw Hirschfeld 16. Juli 2010 um 12:41 Uhr

    Ich verbessere mich: Tot sind die lebenden Leichen insofern wirklich, als sie es nicht scheinbar sind. Wirklich im Sinne von vernünftig und wahr sind sie selbstverständlich nicht, sondern eben im Gegenteil sind sie Ausdruck unvernünftiger gesellschaftlicher Realität und werden mit dieser verschwinden. Nicht von heute auf morgen, jedoch mit Sicherheit.

  25. 25 regensburgerpathologien.blogsport.de 17. Juli 2010 um 3:10 Uhr

    Absolutes Einverständnis. Nur der Goethe am Schluss deiner güldenen Einleitung ist schon gar bäh. Nicht weil vermeintlich „deutsch“, sondern weil definitiv überschätzt. Genauso wie der/die/das „weil“.

    Ansonsten bin ich definitiv zu doof deiner gesamten Einschätzung der Lage intellektuell zu folgen. Ich gehöre wernähmlichmithschreibtistdämlich zu den 2 bis höchstens 1.422 Menschen, die der Mitteilung der Linkspartei, das nächste mal mit der Bundesmarine gen Israel zu fahren, nicht sonderlich freudig gegenüberstehen.

    Doof hin oder her (da wären „wir“ wieder beim überschätzten Goethe…): Ich habe zumindest einen Preis zu verleihen…

    http://regensburgerpathologien.blogsport.de/2010/07/16/inge-hoeger-bitte-auch-in-regensburg-zu-tisch/

  26. 26 Väterchen Administrator 17. Juli 2010 um 13:12 Uhr

    Du Provinzlümmel aus der letzten Reihe schweigst mal lieber, wenn es um Goethe geht. Erst recht, wenn man, wie Du, auch noch einen solchen Scheißblog* betreibt.

    *Übersetzung für dich: Deutschblog

  27. 27 weltgeist 17. Juli 2010 um 17:31 Uhr

    goetheverunglimpfung ist der geheime parteiausweis der romantiker. und in sachen disziplinlosigkeit, kritikgelümmel und der zerstörung der vernunft zugearbeite werden sie deshalb zurecht als „trotzkisten der kunst“ in den akten abgeheftet.

  28. 28 dr. schnuggles 19. Juli 2010 um 10:20 Uhr

    mal eine frage an den admin: ist das, was du schreibst nur attitüde oder gar satire oder tatsächlich ernst gemeint? ich meine diese die partei-die-hat-immer-recht-der-weltgeist-wird-es-machen-rhetorik.ich würde es wirklich gerne wissen. soll keine polemik oder dergleichen sein. ich kann das nämlich nicht ernst nehmen und hoffe, dass du das auch nicht ernst meinst und das alles „nur“ koketterie ist.

  29. 29 Väterchen Administrator 19. Juli 2010 um 13:44 Uhr

    Was soll man zu so einem blödsinnigen Einwurf von Herrn Schnuggles noch sagen.
    Wer in Kategorien wie „Attitüde“, „Satire“, „Koketterie“ oder „Ernst“ denkt, dem ist eh nicht mehr zu helfen.

    Und die Partei hat nun einmal immer recht, schon alleine deshalb, weil sie definiert, was Recht und somit rechtens ist. Deine idealistischen Rechts-Vorstellungen kannst Du dir wirklich sonstwo hinschieben. Wer soll denn bitteschön sonst Recht haben, wenn nicht die Partei? Du etwa?

    Und wo Du bei mir einen Blödsinn wie „der-weltgeist-wird-es-machen“ gelesen haben willst, ist mir auch schleierhaft. Das Problem ist ja nunmal, dass Leute wie Du, wenn historischer Materialismus praktiziert wird, scheinbar NOTWENDIG immer alles falsch verstehen, denn egal, was man schreibt, es werden immer wieder Eure Ressentiments und sonstigen falschen Vorstellungen aktiviert.

    Zu diesem Thema hab ich mich hier aber auch schon des öfteren gültig geäußert – lesen würde helfen. (Auch eine von idealistischen Stumpfsinnigkeiten befreite Marx-Lektüre wäre durchaus angebracht.)

    „ich kann das nämlich nicht ernst nehmen und hoffe, dass du das auch nicht ernst meinst“

    Hier nochmal für alle Deppen zum mitschreiben: Alles, was ich sage, meine ich auch genau so, wie es da steht. („Ernst“ ist da ein zu schwaches, nichtssagendes Wort.) Es gibt bei mir keine doppelten Böden; ich bin ein aufrichtiger Kommunist. Dazu kommt noch, dass das, was da steht auch stimmt. Und, frei nach Hegel: Ich hab nicht nur Recht, ich WEISS auch noch, dass ich Recht habe.

  30. 30 Stanislaw Hirschfeld 21. Juli 2010 um 12:34 Uhr

    Immer, wenn man glaubt, man kennt nun die Dummheit der Deutschen in ihrem ganzen Ausmaß, kommt einer daher wie Dr. Schnulli und belehrt einen, dass Dummheit stets durch neue Dummheit übertroffen werden kann.
    Mit grüßender wie schlagender Faust,
    der kokette St. Hirschfeld

  31. 31 abgecheckt 21. Juli 2010 um 22:56 Uhr

    Dummheit ist grenzenlos, seht’s endlich ein! Und die einzige Art dagegen anzukommen ist sich nicht mit Unansprechbaren abzugeben, sie also zu meiden wie die Pest, der sie geistig ja ohnehin verfallen sind.

    Punkt aus. Ausgekotzt.

  32. 32 Stanislaw Hirschfeld 22. Juli 2010 um 18:37 Uhr

    Dummheit ist grenzenlos, solange sie nicht begrenzt wird durch Bildung bzw. die Rote Armee. Den Untoten aus dem Weg zu gehen ist bis dahin erstens nicht möglich in einer von ihnen betriebenen Gesellschaft und zweitens ohnehin nicht erstrebenswert, solange man nicht selber sich in den Wahn stürzen möchte durch Realitätsflucht, sondern das revolutionäre Projekt vorbereiten will durch zum Beispiel das Aussprechen diverser Wahrheiten, wie das nicht zuletzt an dieser Stelle immer wieder geschieht. Zudem lässt es sich zwischen den wandelnden Leichen doch ganz gut leben, hat man seinen Geschmackssinn nicht verloren. Denn merke: Auch verrückte Köche können kochen, dafür müssen sie keine Marxisten sein. Mahlzeit.

  33. 33 uleamn 23. Juli 2010 um 12:03 Uhr

    „Gar nicht. Wozu sich auch diese vergebene Mühe machen, wenn man im Sozialismus als Marxist im Besitz von Waffen, Panzern, Institutionen und Gefängnissen ist? Sieh Dir einfach den Zustand heutiger commünistischer Gruppierungen an, dann weisst Du, wieviel Erfolg Aufklärung verspricht“

    Noch mal ne Frage an den Herrn Blogmaster. Wie soll man denn diesen wunerprächtigen Zustand des Sozialismus erreichen, wenn nicht über Aufklärung und durch Bewusstseinsschaffung und somit Stärkung einer kommunistischen Kraft, die tatsächlich auch gesellscahftliche Relevanz besitzt?

  34. 34 Väterchen Administrator 23. Juli 2010 um 12:40 Uhr

    „Wie soll man denn diesen wunerprächtigen Zustand des Sozialismus erreichen“

    Mit Gewalt, Zwang, Waffen, Krieg. Wie immer.
    Das mit der Bildung folgt dann automatisch im Sozialismus, denn erst dort ist all der Krempel, der dann zum Kommunismus führt, ja überhaupt erst möglich.

    Quatsch wie „Aufklärung“ und „Bewusstseinsschaffung“ braucht man dann aber immer noch nicht. Das ist nur so ein Blogger- und kritische-Studenten-Fetisch, damit man einen Scheingegenstand beim Scheiße-Faseln und eine Rechtfertigung fürs Fraternisieren hat.

  35. 35 Seknel 24. Juli 2010 um 11:28 Uhr

    …und was ist mit den Frauen?

  36. 36 Standardjoke 24. Juli 2010 um 14:54 Uhr

    Ja denkt denn hier niemand an die Kinder?!! *kreisch*

  37. 37 verwirrter follower 25. Juli 2010 um 6:26 Uhr
  38. 38 Väterchen Administrator 26. Juli 2010 um 19:34 Uhr

    @verwirrter:

    Schlimm.

    Wenn ich schon Wörter lese wie „Diskussionspapier“, „Debattenbeitrag“, „Transformationsprozesse“ und „Reformulierung“, bekomme ich sofort wieder Symptome meiner schweren Demokraten-Allergie.

    Solch einen Einführungs- und „Stichwortgeber“-Dreck lohnt es sich ja noch nicht einmal zu denunzieren.

  39. 39 Gutmeinender 27. Juli 2010 um 12:46 Uhr

    @ Lyzi

    Wie uncool ist das denn?
    Hast du es nicht satt, immer außen vor zu stehen? Besuch doch mal ein Junge Linke-Seminar. Du findest da bestimmt Leute, die wie Du denken. Und wenn Du was gegen die LINKE oder gegen die GRUNEN hast, hat bestimmt niemand was dagegen, wenn Du bei der DKP mitmachst, echt.

  40. 40 Stanislaw Hirschfeld 27. Juli 2010 um 15:13 Uhr

    Jetzt habe ich mich vor Lachen verschluckt. Besten Dank, lieber Gutmeinender! Das Gegenteil von gut gemeint ist übrigens Zweierlei: Gut gedacht & gut gemacht, siehe Lenin.

  41. 41 Stanislaw Hirschfeld 30. Juli 2010 um 22:01 Uhr

    Im Moment habe ich keine Lust auf so viel Elend, aber vielleicht dient das Delirieren des Wertmüllers der Belustigung.

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