Was schreibt der Klassenfeind so?

Die Wahrheit, zum Beispiel.

Der altbekannte Streit der beiden großen Parteien commünistischer Volksverblödung, nämlich der Straßenkämpfer, also den Leuten der sogenannten AKTION auf der einen, und derjenigen, denen das bürgerliche Elend zu Kopf gestiegen ist, den sogenannten Theoretikern auf der anderen Seite, ist ein hinfälliger. In der momentanen historischen Lage ist er ohnehin unlösbar, verlieren werden ihn beide – gegen den Stalinismus, das ist sowieso schonmal klar. Es gibt nunmal tausend verschiedene antikapitalistische, sich kommunistisch wähnende Theorien (z.B. Wertkritik, Wertabspaltungskritik, Staatskritik, Geldkritik, Religionskritik, Kapitalkritik, Kritikkritik, antideutsche Ideologie- und Wertkritik, GSP-Kritik, Anarchogesabbel, Fetischkritik, Kritische Theorie, Kritische Leberwurst usw.), das Problem ist nicht, dass sie, wie die Aktionisten behaupten, zu intensiv und zu sehr zu Lasten der Praxis ausgeübt werden, sondern dass sie schlicht alle falsch sind. Die einzig richtige ist die des historischen und dialektischen Materialismus, also jene Theorie, deren letzter Unterschlupf der Stalinismus ist; die schlimmste und verheerendste war und ist der Trotzkismus in all seinen Schattierungen und seinen heutigen postmodern-kritizistisch-aufklärerischen Ausführungen (siehe Theorienaufzählung oben). Dieses Gefasel ist der barste Unsinn, das weiss sogar meist der bürgerliche Klassenfeind, und am erfreulichsten ist es, wenn die Erkenntnisse der stalinistischen Vernunft ihre Wahrheit durch diesen Klassenfeind, der vor allem auch noch einer sein will und nicht rumdruckst (und allein schon deshalb Lob und Anerkennung verdient) auch noch bestätigt werden. Dieses dem Kommunismus als Kontrollinstanz dienende Vorgehen, hier in Gestalt von Dirk Maxeiner und Michael Miersch, beweist die Existenz und Richtigkeit des Weltgeists: Jeder Satz in diesem Text ist richtig, die objektive Wahrheit wurde erkannt, der Unterschied zum Stalinismus ist lediglich einer der Frage, wer sich von uns später an oder neben dem Galgen befindet. Maxeiner und Miersch haben sich für oben, also die falsche Seite entschieden, das ist ihr gutes Recht, es herrscht schließlich Demokratie, Suizid ist jedem erlaubt. Natürlich sind sie Arschlöcher, aber nunmal keine, denen man vorwerfen kann, dass sie die Wahrheit ignorierten. Sie wollen das falsche, das schlechte, den Mob an der Macht und sich selbst als Untertanen, damit kann man leben – sollen sie ihres Elends Schmied sein. Und wer den derzeitigen Verwaltern der Bundesrepublik beim Sparkpakete schnüren und Ressentiments schüren publizistisch zu Diensten sein will, soll dies doch ruhig tun. Aber sie erzählen wenigstens keinen Mist, sie wissen, was Sache ist:

„In seinem letzen Lebensabschnitt schuf der alte Revolutionär [Trotzki] eine geistige Durchgangsstation, die einigen der klügsten Köpfe des 20. Jahrhunderts eine Weile Obdach bot. Sie wirkte wie ein Katalysator, der Intellektuellen die Abkehr vom Kommunismus erleichterte. Das hat der Prediger der „permanenten Revolution“ natürlich nicht bezweckt. Doch Stalin hat diese Wirkung wohl geahnt, ihn deshalb besonders unerbittlich verfolgt und alle Erinnerungen an ihn im Machtbereich der Sowjetunion tilgen lassen.“

Und weiter:

„Die Kritik des Exilanten Trotzki am Unterdrückungsapparat der Sowjetunion, ermöglichte es nachdenklichen Linken, darüber zu reden was falsch lief, ohne vor sich selbst als Verräter dazustehen. Zehntausende Ex-Kommunisten in aller Welt haben so eine trotzkistische Phase durchlaufen, bevor die meisten von ihnen Demokraten wurden.“

Chapeau.
Das sind doch gute, wahre, astrein der historischen Sittlichkeit gemäße Sätze.
Und wenn die heutzutage nunmal in Springers „Welt“ oder auf der „Achse des Guten“ stehen, dann zeigt das nur, wie debil und bewusstlos diese und ihr Publikum schon immer waren. Die Simpsons auf „Pro Sieben“, der Antitrotzkismus in der „Welt“, das ist doch ein erfreulicher Fortschritt.

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23 Antworten auf “Was schreibt der Klassenfeind so?”


  1. 1 Jan Filip Geldsack 02. September 2010 um 16:55 Uhr

    Ganz recht.

    Mein Genosse erzählt immer folgendes: Letztes Jahr zum „Lichterfest“ (20 Jahre ’89) gab es in Leipzig (im Hörsaal der Uni) eine Diskussion mit H.-D. Genscher. Man kann sich denken, was so besprochen wurde. Lustig war’s, als ein Teilnehmer fragte:
    Aber die Mehrheit der Demonstranten wollte doch die DDR gar nicht abschaffen, sondern nur reformieren! Was sagen sie dazu?
    Darauf Genscher, mit absolut siegessicherem Grinsen: Ja, richtig. Das wollten die Leute. Aber wir, wir wussten, Sozialismus kann nicht reformiert werden – kann nur abgeschafft werden. Das war unsere Chance!

    Seitdem erzählt mein Genosse die Story jedem Linken in Leipzig, den er trifft. Ihr könnt euch denken: Er erntet nur Unverständnis.

  2. 2 Väterchen Administrator 02. September 2010 um 17:06 Uhr

    Genauso verhält es sich auch mit dem vielgeschmähten Professor Hans-Werner Sinn, der, sinngemäß, immer wieder sagt:

    „Jedes System hat seine Nachteile, und natürlich ist der Kapitalismus nicht in der Lage, alle gleichermaßen zu versorgen. Meinetwegen können wir auch den Sozialismus wieder haben, da müssen die Leute dann halt nur wissen, dass sie da, wie in der DDR, entsprechende Warenknappheit, eingeschränkte Bürgerrechte und Reisefreiheit haben.“

    Die Sozialdemokraten (also Kapitalismusverherrlicher und Antikommunisten) aller Fraktionen flippen natürlich immer total aus, weil sie dagegen einfach nichts mehr anbringen können ausser Denunziation – denn der Mann hat ja Recht.

  3. 3 Väterchen Administrator 02. September 2010 um 17:13 Uhr

    Sehr fein übrigens auch das Wörtchen „nachdenkliche Linke“ bei Maxeiner/Miersch: es geht nicht um DENKENDE, sondern eben um die Nachdenklichen, Besorgten, Eitlen – die wurden allesamt Trotzkisten, mit dem Denken an sich hatte mans da noch nie allzu sonderlich. Der Klassenfeind weiß nunmal am genauesten, wer ihm gefährlich wird: die Nachdenklichen, die Trotzkisten sind es nie gewesen, und gegen die Denkenden, gegen die Vernunft, hatte man ja die Faschisten.

  4. 4 earendil 04. September 2010 um 21:54 Uhr

    Wie würde es der Trotzkist ausdrücken? „Das altbekannte Bündnis von Stalinisten und bürgerlichen Reaktionären bezeugt den konterrevolutionären Charakter ersterer.“ (Oder so ähnlich, so firm bin ich in der Diktion nicht.) Recht hätte er, und es ließe sich ergänzen: Entsprechend teilen beide dieselbe intellektuelle Verblödung. (Oder so ähnlich, so firm bin ich in Lyzis Diktion nicht.)

    Doch Stalin hat diese Wirkung [die Abwendung der Intellektuellen vom Kommunismus] wohl geahnt, ihn deshalb besonders unerbittlich verfolgt

    Die paranoide Dumpfbacke im Kreml hat gar nichts geahnt, sondern gewusst, dass Trotzki sein größter Machtkonkurrent war. Die Ursachen für die linke Kritik am Stalinismus lagen und liegen nicht in der Boshaftigkeit Trotzkis, sondern in den Unsäglichkeiten des Stalinschen Gulagkommunismus‘ selbst. Und wo sich Trotzkisten und andere kommunstische Dissidenten vom Kommunismus abgewandt haben, waren sie der vereinten bürgerlichen und stalinistischen Propaganda erlegen, dass der Stalinsche der einzig mögliche Sozialismus ist und der Weg zum Kommunismus zwangsläufig in den Gulag führt. Bei der Alternative kann man in der Tat gleich beim Kapitalismus bleiben, das nimmt sich nichts.

  5. 5 Väterchen Administrator 04. September 2010 um 22:37 Uhr

    10 Sätze, 20 Lügen – sowas kriegt nur earendil zustande.

    1. „Das altbekannte Bündnis von Stalinisten und bürgerlichen Reaktionären bezeugt den konterrevolutionären Charakter ersterer.“

    Wenn ich mit nem Bus fahre, in dem ein Nazi sitzt, bin ich auch Nazi. Earendil-Logik at its best. Oh, und der Bus BEZEUGT das sogar, LOL!

    2. „Entsprechend teilen beide dieselbe intellektuelle Verblödung.“

    a) Die Einsicht in die Realität teilen sie beide. Also etwas, das armen Irren wie Dir niemals auch nur im Ansatz ins Hirn gelangen wird.

    b) „intellektuelle Verblödung“: Goldig.

    3. „Die paranoide Dumpfbacke im Kreml hat gar nichts geahnt, sondern gewusst, dass Trotzki sein größter Machtkonkurrent war.“

    a) Macht ist ja lediglich die eine Seite dieser Medaille. Sie ist bloß das Gefäß, der Inhalt des Trotzkismus, der Schaden der dem Sozialismus dadurch angetan wurde, ist die andere Seite, die Stalin ja auch erwiesenermaßen bewusst war. Dein Satz ist also mal wieder: Käse.

    b) Dass Stalins angebliche Paranoia lediglich eine realistische Haltung gegenüber Antikommunisten wie Dir und Trotzki war, hat ja die Geschichte hinlänglich gezeigt. Allein schon, dass ein Arschloch wie Du ihn heute noch locker als „Dumpfbacke“ tituliert, beweist ja, wie richtig er lag und wie wenig Paranoia da zugange war.

    4. „Stalinschen Gulagkommunismus“

    Welcher Kommunismus?

    5. „…wo sich Trotzkisten und andere kommunstische Dissidenten vom Kommunismus abgewandt haben…“

    Welcher Kommunismus?

    6. „…dass der Stalinsche der einzig mögliche Sozialismus ist“

    Wieviele funktionierende (ich weiss, is ne Nebensache für Euch Idealisten) andere gab es denn noch so? Moment, mal eben nachgucken…: Keinen einzigen! Tja. Aber der Depp hofft eben weiter, auch wenn es nichts zu hoffen gibt, Amen.

    7. „…und der Weg zum Kommunismus zwangsläufig in den Gulag führt.“

    In Anbetracht unbelehrbarer Canaillen wie Dir: Zum Glück!

    8. „Bei der Alternative kann man in der Tat gleich beim Kapitalismus bleiben, das nimmt sich nichts.“

    Gut, dass Du das unumwunden zugibst. Wobei auch diese Irrsinns-Ansicht natürlich bloß Produkt eines Positivismus ist, dessen Anhänger mal eben kurz ausm Fenster guckt, es regnen sieht, und daraus ableitet, dass das Wetter auch die nächsten hundert Jahre so bleiben wird. „Konterrevolutionäre werden erschossen? Ja, dann kanns ja gleich kapitalistisch bleiben“. Lustig. Nicht.

    Geh doch bitte wieder im Mädchenblog die katholische Kirche verteidigen oder bei Kulla verschwörungscritisch-emancipative Commünistencacke fressen, eari.

    Ich möchte nicht ins Diskutieren abrutschen.
    Sehnsucht nach der Roten Armee.

  6. 6 Stanislaw Hirschfeld 13. September 2010 um 13:00 Uhr

    Im kapitalistischen Commünismus earendils und Gorbatschows gibt es deswegen keine Gulags, weil ihnen ja bekannt ist, daß sie selbst in solchen am besten aufgehoben wären. Die зеки wissen selbst gut genug, was ihnen angemessen ist.

  7. 7 LinksParteiMitglied 28. September 2010 um 21:57 Uhr

    Wenn der historische Gulag faschismustypische Lebensbedingungen anbot, sich der zugehoerige Sozialismus, aus Sicht des jeweiligen Opponenten nicht von dem Kapitalismus historischer wie aktueller Prägung unterschied, wo liegt dann die moralische Überlegenheit dieses Sozialismus?

    PS: Als Linksparteimitglied=Positivist=Verräter fange ich schon mal an auf eine Wattejacke zu sparen, laut Solschinyzin soll die ja gut warm halten.

  8. 8 Väterchen Administrator 28. September 2010 um 22:27 Uhr

    Den obigen Kommentar hab ich freigeschaltet, um zu dokumentieren, was dank der BRD-Konterrevolution von 1989 aus der SED gemacht wurde, welch ein antikommunistischer Zombiemob sich da tummelt, gemeinsam mit Earendil und anderen katholischen Anarchisten gegen den Sozialismus, „Vier Freunde gegen Stalin“, die kleinbürgerliche Studentenmafia gegen die Vernunft, Hirnprovinz gegen Weltgeist, man kennt den Dreck ja zur Genüge. (Normalerweise kommt solch ein Müll aus der Gosse unbedeutender Seitenstraßen der Geschichte ja bei mir sofort in den Spam.)

    Noch drei Sachen in Richtung Linksparteidepp:

    1.) Moral geht dem Marxisten am Arsch vorbei.

    2.) Du brauchst nicht sparen, Gulags werden nach der Revolution sicher auch in Deiner Nähe eröffnet. Zur Feier des Tages werden dann bestimmt auch beliebte trotzkistische Gulag-Einheizungs-Spackenkapellen wie Die Prinzen, Westernhagen oder die Scorpions spielen. Euer Traum wird wahr, Ihr bekommt was Ihr wollt, Arschlochbande.

    3.) Die Tatsache, dass Leute wie Du ihren antikommunistischen Helden Solschenizyn noch nicht mal richtig schreiben können, beweist wieder einmal das objektive Gesetz, dass Trotzkismus und Analphabetismus einander bedingen.

  9. 9 SDAJ-Tschekist 29. September 2010 um 16:45 Uhr

    Moral geht Marxisten doch nicht am Arsch vorbei. Wenn sich im Zuge des Sozialismus eine proletarische Moral entwickelt, ist das doch dienlich.

    Ansonsten natürlich:
    „Der Handelnde ist immer gewissenlos; es hat niemand Gewissen als der Betrachtende.“ (Goethe)

  10. 10 Väterchen Administrator 29. September 2010 um 16:58 Uhr

    Moral geht Marxisten doch nicht am Arsch vorbei. Wenn sich im Zuge des Sozialismus eine proletarische Moral entwickelt, ist das doch dienlich.

    Ja, das schrieb ich sogar schonmal irgendwo. Aber das wäre dann ja eine, die nicht in Konkurrenz treten könnte mit den linksparteikonformen Richtlinien der bürgerlichen Moral, wie es ja vom Parteimitglied oben impliziert wird.

    Zum Goethe-Zitat: Wenn man sich umgeben von Feinden wähnt, denkt es sich natürlich schärfer; somit lässt sichs bis zur Revolution auch entsprechend gewissenlos (also: vernünftig) handeln.

  11. 11 LinksParteiMitglied 29. September 2010 um 20:49 Uhr

    Wenn man in diesem Blog mehr als drei Artikel oder Kommentare gelesen hat zwingt sich der Verdacht der Satire auf. Dieser Verdacht relativiert sich spätestens mit den Kommentaren des Väterchen Administrator. Diese Aussagen sind einfach zu krass, zu abgedreht als dass ein halbwegs vernünftiger Geist sich so etwas ausdenken kann.

  12. 12 Stanislaw Hirschfeld 29. September 2010 um 21:27 Uhr

    Der Linke ist ja witzig. Die eigene Beschränktheit zum absoluten Maß der Dinge machen, das ist zwar nicht selten, aber auch nicht schön, sondern erbärmlich und läßt mich lachen. Weiter so, tapferes Arschlochvereinmitglied!

  13. 13 Väterchen Administrator 29. September 2010 um 21:41 Uhr

    @LinksParteiSoldat:

    Du betreibst eine innere Zensur, die Dir als Selbstschutz dient, damit Du Dich nicht mit der Realität auseinanderzusetzen brauchst, die Du Dir einfach als „ausgedachte“ Satire zurechtlügst.

    Du bist schon so dermaßen an die Demokraten-Zensur hierzulande gewöhnt, bist schon so sehr der Linkspartei-Disziplin unterworfen (die Du noch nichtmal als solche wahrnimmst, sondern wohl als notwendigen „Realismus“ in der tagespolitischen Arbeit rationalisierst) dass jeder, der noch die Fresse aufmacht & die Wahrheit sagt, sofort ein krasser kranker abgedrehter Spinner oder Satiriker ist (und selbst Satire hat noch nie bedeutet, dass man ihre inhaltlichen Forderungen nicht aufrichtig und „ernst“ verfolgt). Nicht, dass Du irgendeine der von mir vertretenen Positionen jemals einnehmen, irgendeinen meiner Sätze je kapieren würdest, denn in Deinem lächerlich naiven Konformisten-Gebaren gegen den elaborierten Geist, der Dir bloß als Unvernunft erscheinen kann, weil Du die Objektivität in Deinem Demokratenwahn natürlich nicht mehr wahrnehmen kannst, gleichst Du so sehr dem reaktionären Volksmob, auf dessen subjektiv-ahistorischen Willen Du und Deine Scheissbande von Partei ja so viel Wert legen, ja, den Ihr sogar als Basis nehmt für Eure als Entwicklung zum Sozialismus deklarierte Sozialdemokraten-Schweinereien. Bei Euch ist überall & 24/7 Anne-Will-TV. Vernunft ist bei Dir und Deiner Partei nur noch ein Fall für die Sanitäter.

    Eine Partei wohlgemerkt, die 2008 auf eindeutige Anordnung ihres engagiert antikommunistischen Ober-Hornochsen Gregor Gysi mit breiter Zustimmung der Basis eine Kommunistin der DKP – Christel Wegner – aus der niedersächsischen Fraktion ausschließen ließ, die sich gewagt hat, nichts, aber auch wirklich NICHTS als die pure Wahrheit über DDR und Stasi öffentlich kundzutun, während die Mitglieder der Linkspartei auch weiterhin alles dafür tun, um von CDU, ARD, Guido Knopp und der restlichen faschistischen Springer-Hetz-Maschinerie als „demokratische Partei“ anerkannt zu werden. Bei Euch Arschlöchern ist ewiges Warten auf Bernstein, Biermann, Kautsky, Lafontaine. Und Ihr merkt dabei in Eurer gemeinschaftsgeilen Suppenküchen-Parteimentalität noch nichtmal im Ansatz, wie verblödet das ist – das ist das allerschlimmste: ständig, überall und auf allen Kanälen faselt Ihr wandelnden Lederellbogenschonersackos und Gesamtschullehrer-Gewerkschaftszombies mit elendst gelassener Selbstverständlichkeit den brutal dümmsten Dünnschiss ever durch die Gegend.

    „Vernünftiger Geist“ also. Nun, Hegel war so ziemlich meiner Ansicht. Marx ebenfalls. Waren das alles „unvernünftige Geister“? (Rhetorische Frage, Antwort eh klar: Ja. Und? Fick Dich doch einfach.)

    Würde ich Pack wie Dich nicht so sehr hassen, ich hätte wirklich noch Mitleid; aber dieses gegen jede historische und materielle Evidenz gerichtete Gefasel vom „Demokratischen Sozialismus“ ist einfach so sehr zum kotzen, dass selbst Suppenkasper wie Du als Klassenfeind zu gelten haben.

  14. 14 LinksParteiMitglied 30. September 2010 um 21:33 Uhr

    Ich habe nicht deine Analyse in Frage gestellt sondern den Inhalt und die Form des Schlusses. Es ist eine Methode der Satire die Analyse der Gegenpartei radikal nachzuvollziehen um sie dann mittels einem ins Absurde überhöhten Schluss zu widerliegen. Das du das nicht nachvollziehen kannst, hat zwei einfache Gründe. Entweder betreibst du das eben genannte Spiel, oder es ist eh zu spät.

  15. 15 Väterchen Administrator 01. Oktober 2010 um 0:15 Uhr

    „Ich habe nicht deine Analyse in Frage gestellt sondern den Inhalt und die Form des Schlusses.“

    Um diesen geht es ja gerade! Diese „Form des Schlusses“ ist doch der gesamte politische INHALT, der überhaupt relevant ist. Das ist nunmal der Unterschied zwischen Sozialdemokratie und Kommunismus, zwischen bloß benennender, analysierender, kritisierender, aufarbeitender Soziologen-Drecksarbeit und wirklicher bolschewistischer Politik.

    Richtige Analyse und die – darin übrigens schon implizit enthaltene – Form des Schlusses lassen sich ohnehin nicht einfach voneiander trennen. Richtige Erkenntnisse haben richtige Schlüsse und richtige Handlungsweisen zur Folge, Punkt. Wenn Du also meinst, Du habest eine richtige Analyse der Verhältnisse, dann müsstest Du auch die daraus erwachsenden richtigen, also meine, Schlüsse teilen. Tust Du dies nicht, hast du entweder (a) doch nichts kapiert, oder bist (b) einfach ein feiges Arschloch.

  16. 16 Stanislaw Hirschfeld 02. Oktober 2010 um 19:21 Uhr

    „An eine ewige Sittlichkeit glauben wir nicht, und wir entlarven den Betrug, der durch alle möglichen Märchen über Sittlichkeit verbreitet wird. Die Sittlichkeit ist dazu da, die menschliche Gesellschaft emporzuheben und sie von der Ausbeutung der Arbeit zu befreien.“ (Lenin)

    Wer also unbedingt eine Moral braucht, soll sich dann eben die aussuchen, die ihn verpflichtet, dem Kommunismus nützlich zu sein. Wer ohnehin schon Kommunist ist, hat diese Moral nicht nötig, da er bereits bewußt und von sich aus das Richtige tut.

  17. 17 SDAJ-Tschekist 11. Januar 2011 um 17:08 Uhr

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,738561,00.html
    „Es zeigt sich einmal mehr: Wenn es um den Kommunismus geht, versuchen Linke bis heute, Idee und Ausführung zu trennen. Dabei gehören beide zwangsläufig zusammen.“

    Amüsant, wie immer mal wieder Wahrheiten aus der Feindpresse rausschallen und der deutschen Linken unbegreiflich bleiben.

  18. 18 Väterchen Administrator 11. Januar 2011 um 17:32 Uhr

    @SDAJ-Tschekist:

    Allerdings.

    Unangefochtener, meisterhafter Vorreiter und Exponent dieser deutschen („radikalen“) Linken: Gregor Gysi. Man dürfe nicht von Kommunismus reden, da der Mob damit „Stalin, Pol Pot und Mauer“ assoziiere. Gysi-Schlussfolgerung: Kommunismus nicht mehr anstreben, da das Volk den Lügen der herrschenden Bourgeoisie und ihren totalitären antikommunistischen Medien- und Institutionen-Apparat Glauben schenkt und Gefolge leistet; es bei der Demokratie belassen und als Sozialdemokrat aufs nächste KZ warten.

    Noch doller treibt es nur noch Dietmar Bartsch (ebenfalls „Die Linke“), endgültig durchgeknallt: Man solle doch bitte als Linker „das Wort Kommunismus nicht in der Öffentlichkeit“, sondern bloß „auf wissenschaftlichen Podien“ benutzen (als sei die Junge Welt, in der Lötzschs Artikel erschien, ein Massenmedium).

    Das ganze war dann alles den Tagesthemen von vorgestern zu entnehmen, ist also alles dokumentiert, falls nach der Revolution wieder von bloßen „Schauprozessen“ gefaselt werden sollte, wenn sogenannte „Genossen“ ihr standrechtliches Urteil von uns Bolschewisten erhalten.

    Es sind übrigens genau diese Bolschewisten gewesen, die den Sozis, die jetzt in der „LINKEN“ gegen sie hetzen und sie zensieren wollen, ihren Arsch immer wieder, z.B. vor den Faschisten gerettet haben. Auch das wird sich natürlich gemerkt, für später.

  19. 19 SDAJ-Tschekist 11. Januar 2011 um 18:38 Uhr

    Du hättest das Grußwort der KNE an die SDAJ hören müssen.
    Sinngemäß:
    Wir werden in diesem Jahr, dass von einem Aufschwung von Antikommunismus geprägt sein wird, den historischen Sozialismus vor Diffamierungen schützen. Besonderes Augenmerk ist hierbei auf die Verteidigung des Aufbaus des Sozialismus in der UdSSR unter Stalin zu legen, denn daran werden wir uns bei einem erneuten Aufbau des Sozialismus orientieren.

    Ich muss leider zugeben, dass natürlich auch einige meiner SDAJ-Genossen da Maulaffen feilhielten.
    Aber begreifen tun immer mehr, das sag ich aus eigener Erfahrung der Genossen im Umgang mit mir.

  20. 20 Nervenarzt 12. Januar 2011 um 14:56 Uhr

    falls nach der Revolution wieder von bloßen „Schauprozessen“ gefaselt werden sollte, wenn sogenannte „Genossen“ ihr standrechtliches Urteil von uns Bolschewisten erhalten.

    Im Kindergarten finde ich sowas manchmal lustig, auf dem Schulhof kippt es schon leicht ins Nervige – aber als „erwachsener“ „Blogger“?
    Geh Leute verkloppen (die Skinheads am Bahnhof Deines Vertrauens helfen weiter) oder bewirb Dich in Nordkorea. Das ewige Maulheldentum bringt doch keinen weiter.

  21. 21 Väterchen Administrator 12. Januar 2011 um 21:21 Uhr

    Im Kindergarten finde ich sowas manchmal lustig, auf dem Schulhof kippt es schon leicht ins Nervige – aber als „erwachsener“ „Blogger“?

    Steht hier irgendwo, dass ich Blogger bin? Nein. Ich bin Fußgänger, Fahrradfahrer, Patient, Plutoniumschmuggler, Marxist, Pornostar, und schreibe nebenbei meine bescheidenen, wahren, vernünftigen Ansichten auf eine Internetseite drauf. Aus Zwecken der Unterminierung des Klassenfeindes bediene ich mich dabei eines Apparats namens „Blogsport“. Blogger sind was anderes, glaubs mir, Doc.

    Geh Leute verkloppen (die Skinheads am Bahnhof Deines Vertrauens helfen weiter) oder bewirb Dich in Nordkorea.

    Ok.

    Das ewige Maulheldentum bringt doch keinen weiter.

    Dann halt Du doch gleich mal als erstes die Fresse.

  22. 22 jenli 02. April 2011 um 21:12 Uhr

    Bin ich hier in einem Museum gelandet, worin die Spinnenfäden von der Decke hängen und oben auf dem Speicher die angestaubten Portrais von Stalin und die Noten der auf ihn gesungenen Loblieder verrotten?

    Ein paar Museumswärter scheint es ja noch zu geben, wie man hier sieht; die Unentwegten, die nicht merken, dass das Licht aus ist und der Laden bereits wegen mangelnden Interesses des Publikums geschlossen wurde.

  23. 23 maxlrainer 04. April 2011 um 11:28 Uhr

    Scheiße, denkt sich das jenli, ist ja bewacht hier. Aber wozu hätt´ es auch Stalin mitgehen lassen sollen, gibt´s ja keine Abnehmer dafür.

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