Notwendige Bestimmungen zu einem richtigen Begriff des Stalinismus

Schutzschrift für die vernünftigen Anhänger des Stalinismus

Teil I: Anmerkungen zur Wahrheit, Weisheit, Wichtigkeit und Würde des Stalinismus

„Es gibt in der Geschichte drei streitende Parteien. Die Partei der Piraten, die einfach Bösewichte und Asoziale sind. Die Partei der Pflanzer, die, frühe Kapitalisten, ihre Verbrechen unter dem Mantel der Ehrbarkeit begehen. Die Partei der Indianer. Die Indianer sind gut. Aber sie sind gut auf abstrakte Weise; sie sind so tugendhaft, daß jeder sieht, sie werden bald aussterben. Und es gibt Polly, mit deren Verhalten ich versuche, richtiges Verhalten zu zeigen. Dieses Mädchen hat nicht nur Absichten, die zu billigen sind; sie versteht auch, ihre Absichten in der Welt zu verwirklichen.“

(Peter Hacks, „Über Polly“)

“Mein Freund Peter, zum Beispiel, fucking Sloterdijk, ich mag ihn sehr, aber natürlich muss er in den Gulag. Aber er wird ein bisschen besser gestellt dort, vielleicht kann er Koch werden.”

(Slavoj Žižek)

„Aber die Antiautoritarier fordern, daß der autoritäre politische Staat auf einen Schlag abgeschafft werde, bevor noch die sozialen Bedingungen vernichtet sind, die ihn haben entstehen lassen. Sie fordern, daß der erste Akt der sozialen Revolution die Abschaffung der Autorität sei. Haben diese Herren nie eine Revolution gesehen? Eine Revolution ist gewiß das autoritärste Ding, das es gibt; sie ist der Akt, durch den ein Teil der Bevölkerung dem anderen Teil seinen Willen vermittels Gewehren, Bajonetten und Kanonen, also mit denkbar autoritärsten Mitteln aufzwingt; und die siegreiche Partei muß, wenn sie nicht umsonst gekämpft haben will, dieser Herrschaft Dauer verleihen durch den Schrecken, den ihre Waffen den Reaktionären einflößen.“

(Friedrich Engels, „Von der Autorität“)

1.

-Warum trägst du eigentlich dieses dumme Stalinistenkostüm?

-Warum trägst DU dieses dumme Menschenkostüm?

2.

Man ist Stalinist, weil man als einer der wenigen übrig gebliebenen, noch nicht zu Tode verfolgten, ermordeten, zensierten Kommunisten spätestens seit der Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts aus der Geschichte zu lernen gewusst hat. Stalinismus, das ist die im Dienste der Vernunft und Gerechtigkeit stehende Abwesenheit der Freiheit für Andersdenkende – soviel hat sich seit Rosa Luxemburgs bekanntem und inzwischen von der bürgerlichen Politik bis hin zu Helmut Kohl zustimmend zitiertem Postulat herausgestellt.

3.

Stalinisten sind Kommunisten, die, wie schon bei Marx und Engels (z.B. im Manifest der Kommunistischen Partei) erklärt und gefordert, einen gewaltsamen Umsturz der herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse, also den endgültigen Sturz des Kapitalismus anstreben, die proletarische Revolution als ausweglos und u.a. deshalb vernünftig ansehen, sowie diese nicht nur erörtern oder gutheissen, sondern auch theoretisch und praktisch erarbeiten. Im Gegensatz zu „linken Kritikern“ oder Commünisten haben sie sich von etwaigen pubertären Illusionen über Politik und Volk verabschiedet und ziehen daraus die Konsequenzen.

4.

Mit der Bezeichnung „Stalinist“ verhält es sich ähnlich wie mit dem Wort „Schwuler“, das von der Mehrheit zunächst als Schimpfwort etabliert wurde: Man bezeichnet sich als Kommunist, der es mit dem Kommunismus ernst meint, statt sich Marx-revidierend der „offenen Gesellschaft“ einzugliedern, irgendwann einfach selbst als ein solcher, weil man keine Probleme damit hat, beim Kommunisten- (bzw. Homosexuellen-) hassenden und -verfolgenden Pöbel als ein solcher zu gelten.

Dass eine solche Selbstbezeichnung richtig ist (Homer Simpson zu einem schwulen Freund von Bart zum Begriff „Schwuler“: „Ich finde es eine Frechheit, dass Sie dieses Wort benutzen. Das ist unser Wort, um uns über euch lustig zu machen, das brauchen wir! Ich will nicht nur dieses Wort zurück haben, sondern auch meinen Sohn!“) zeigen jene Reaktionen auf sie, die mit Negativ-Verniedlichungsformen wie „Schwuli“ oder „Stalino“ arbeiten, um damit noch mal allen zeigen zu können, wie lächerlich diese Figuren doch eigentlich seien (obwohl man sie zuvor noch als „brutale Mauermörder“ bzw. „Kinderficker“ dämonisierte), die so dreist sind, und sich dem antistalinistischen (resp. schwulenfeindlichen) Konsens nicht unterwerfen.

Alle Kommunisten (die sich noch mit K schreiben) sind Stalinisten – und waren es schon immer. Wer wirklicher Kommunist ist, ist gleichzeitig auch Stalinist, alles andere ist Unsinn, Idealismus, Blödheit. Die Bezeichnung Stalinist – erst recht, wenn sie von Renegaten, Diversanten, Wertkritikern, Commünisten und anderen Neonazis kommt – ist also als ein Kompliment zu nehmen.

5.

Nachdem Kommunisten über Jahrhunderte aufs schärfte verfolgt, verhetzt, zensiert, schikaniert und getötet wurden, reicht es nun. Die Zensur der Schriften von Marx und Engels, die Niederschlagung der sozialistischen Republik durch die SPD, das blutige Zusammenschießen der Pariser und diverser anderer Räterepubliken durch den bürgerlichen Staat, die Deportation Lenins und Stalins ins Gulag durch die russischen Zaristen, die Vernichtung von Millionen europäischen Kommunisten durch den Faschismus, das Verbot der KPD durch die Postfaschisten der CDU, der konsequente, lückenlose Antikommunismus der BRD inklusive Berufsverboten und Haftstrafen für Kommunisten und schließlich die Zerstörung der sozialistischen DDR sowie der retrospektiven Verfälschung ihrer Geschichte durch das BRD-Bürgertum, die Million ermordeter indonesischer Kommunisten nach dem Militärputsch von 1966, das zigfache und weltweite Eingreifen der kapitalistischen Geheimdienste BND und CIA gegen kommunistische Organisationen und sozialistische Regierungen sowie viele weitere antikommunistische Schweinereien, das alles bestärkt den Stalinismus in seiner konsequenten Säuberungspraxis und politischen Folgerichtigkeit: Der Stalinismus ist das kommunistische Eingedenken der zwangsläufigen bürgerlichen Reaktion, mit welcher immer und überall nahezu naturnotwendig zu rechnen ist. Je stärker diese, desto stalinistischer der Kommunist. Man macht sich als Stalinist keine Illusionen, man weiß eben, dass Revolutionen nicht gerne gesehen sind bei jenen, denen sie zwangsläufig schaden, also den von der Geschichte Abgehängten; wer sich gegen die Überführung des privat angeeigneten Besitzes an Grundstücken, Immobilien, Kapital und Produktionsmitteln zurück in gesamtgesellschaftliche Kontrolle („Enteignungen“) zur Wehr setzt, sich der Verwirklichung der marxistischen Vernunft nicht fügen möchte und stattdessen lieber seine unrechtmäßigen Privilegien verteidigt, kriegt eins aufs Maul und, wenn das nicht genügt, einen Kopfschuss – das wurde in Paris 1789 von der heute herrschenden Bourgeoisie auch nicht anders gehandhabt. Der Stalinismus sagt das ganz frei heraus; er zwingt, inhaftiert, verletzt oder tötet niemanden, der der kommunistischen Sache positiv oder neutral gegenübersteht, aber wer die Revolution abermals bekämpft, muss nun damit rechnen, dass diese – notfalls auch mit dem Einsatz von Gewalt – vom Stalinismus gegen ihn durchgesetzt wird.

6.

Dem Mythos eines angeblichen „stalinistischen Massenmordes“ ist aufs entschiedenste entgegenzutreten: Jeder einzelne, sicherlich bedauernswerte, aber in der großen Mehrheit der Fälle unvermeidbare Tote unter Stalin hat zig anderen Menschen das Leben gerettet. Ich zumindest werde mich hüten, in jene zynischen und menschenverachtenden Überlegungen einzustimmen, die erörtern, wie denn eine Welt ohne stalinistischer Justiz und Roter Armee ausgesehen, man also Nazis und bürgerlichem Imperialismus ungehindert die Menschheit überlassen hätte – jeder weiss ja in Wahrheit, dass das letztlich Milliarden von unschuldigen Toten, riesiges globales Elend und ungeheuerliche Unterjochung der gesamten Menschheit zur Folge gehabt hätte. Danke, genug gekotzt.

7.

Der Stalinismus ist also nichts anderes als ein verteidigungsfähiger absolutistischer Sozialismus, mithin die historische Notwendigkeit auf dem Wege zum Kommunismus. Sein ebenso notwendiger Sowjetstaat ist dabei die einzige Garantie seiner Existenz und schon deshalb uneingeschränkt zu begrüßen und zu erkämpfen. Medium dieser Erkämpfung und Durchsetzung kann nichts anderes sein als die Bolschewistische Partei. Ablehner von organisierten Proletariern und Kommunisten, Parteifeinde aus Prinzip also, sind von daher auch als Gegner zu betrachten und dementsprechend zu bekämpfen. Die generelle Ablehnung von kommunistischer Organisation ist als anarchistische Kinderkacke, als romantische Naivität höchsten Schwachsinnsgrades auszumachen und entsprechend zu vernichten; überhaupt ist das Anti-Partei-Gefasel heute die schlimmste und hartnäckigste Ideologie – dass sie ausgerechnet von den angeblichen „Ideologiekritikern“, also Adorniten und sonstigem liberalistischen Professorengeschmeiss ausgeht, ist dabei die historische Ironie. Wer allen Ernstes meint, auch nur im Ansatz irgendwas von den Klassikern des Kommunismus Antizipiertes Wirklichkeit werden lassen zu können, ohne dabei auf die Form der Partei zurückgreifen zu müssen, möge sich doch bitte schleunigst eine Einweisung holen oder direkt erschießen.

8.

Kommunisten, die sich des Stalinschen Prinzips der unbedingten Verteidigung des erreichten Stands des Sozialismus bedienten, haben nicht nur noch nie einen Krieg begonnen, sondern vor allem: auch noch keinen einzigen ihnen aufgezwungenen Krieg verloren. Von der Niederschlagung der Zaristen und Anarchisten in den Zeiten des postrevolutionären russischen Bürgerkriegs über den Sieg über die Nazis im Zweiten Weltkrieg und der erfolgreichen Bekämpfung konterrevolutionärer Aufstände in Ungarn 1956 bis hin zum kubanischen Sieg beim Angriff auf die Schweinebucht sowie des gewonnenen Vietnamkriegs zieht sich eine Linie des militärischen Erfolges des Stalinismus durch die Welt, der zeigt, dass die kommunistische Vernunft nicht nur den Frieden anstrebt und verteidigt, sondern auch wehrfähig ist, wenn sie denn zum Kriege gezwungen werden sollte. Nach dem sukzessiven Niedergang des Sozialismus in der Post-Stalin-Ära, mündend im offen antikommunistischen Schwachsinn des Gorbatschowismus, in der diese stalinistischen Vernunftprinzipien zurückgedrängt wurden und letztlich unangewandt blieben, war es offenbar geworden, dass der Sozialismus nur noch durch brutalste Freiheits- und Friedenshetze („Wandel durch Annäherung“ – Willy Brandt) der kapitalistischen Staaten, allen voran der BRD, traktiert zu werden hat, um ihn zu besiegen. Der bürgerliche Frieden hat sich als Krieg erwiesen – als Krieg gegen Kommunismus, Vernunft und wirklichen, globalen Frieden. Dieser bürgerliche Frieden ist für den Stalinismus als Feind auszumachen, nicht der Krieg, den wir natürlich eh immer gewinnen, weshalb es nicht nur ein Fehler, sondern ein Verbrechen an der Menschheit war, in der DDR 1989 der Konterrevolution nachzugeben, anstatt den SED-Staat durch Waffeneinsatz gegen den frondierenden Pöbel zu verteidigen.

9.

Bevor er abermals an der Macht sein wird, weiß der Stalinismus: Öffentliche Aussagen sind immer auch als Nebelbomben für den Gegner zu begreifen. Er weiß sich entsprechend sprachlich auf Grundlage des hegel’schen Begriffsapparats zu artikulieren, so dass weder dem Kommunismus schadende antistalinistische Commünisten, noch ebenso antistalinistische bürgerliche Antikommunisten, diese beiden großen Fraktionen der herrschenden Unbildung und deren nachdrücklicher Propaganda, ihn verstehen, geschweige denn effektiv bekämpfen können. Wenn irgendwer meint, den Stalinisten durch Sprachspielerei oder Argumenttrainings-Sessions schwächen oder ganz liquidieren zu können, hat er sich geschnitten. Zurecht interessiert keine Sau das dämliche studentische oder sonstwie kleinbürgerliche degenerierte „Kritik-“Geschwafel, „Aufklärungs“-Gejammer oder „Dekonstruktions“-Geblödel, das sich durch die heutige mediale Gosse luscht, und der Stalinismus hat beileibe nicht die Absicht, diesen Dreck in irgendeiner „konstruktiven“ Weise auch noch zu bereichern. Im Gegenteil: Eure Scheisse, die ihr so unter Politik versteht, wird euch mit Sicherheit nicht auch noch vom Weltgeist hinterhergetragen werden. Der Stalinismus bestimmt das Niveau der begrifflichen Auseinandersetzung, nicht der romantische Voluntarismus irgendwelcher autonomer Canaillen, die sich erdreisten, ihre Unbildung zur Norm zu erheben und allen anderen aufzuzwingen.

10.

„Pluralismus belebt die Meinungsbildung“, sagt der bürgerliche Freund des demokratischen Relativismus und des pluralistischen, wissenschafts- und bildungsfeindlichen Meinungs-Stumpfsinns. Absolutismus belebt die Wahrheitsbildung, weiß der Stalinist, der das Grauen der Meinung und somit das diese befördernde Elend des Pluralismus als den größten Klotz am Bein des Fortschritts erkannt hat. Wo Meinung notwendig nur noch Reflex der falschen Verhältnisse und also höchstens zufällig einmal richtig sein kann, muss Pluralismus von Seiten der bolschewistischen Vernunft durch Bildung, die natürlich zunächst nur mittels autoritärer Verodnung durchsetzbar ist, ersetzt werden.

11.

„Offene Kirche“ (Flugblatt eine katholischen Gemeinde), geschlossener Stalinismus: Der Stalinist macht sich das dem theoretischen Hauptwerk voranstehende Motto des stalinistischen Autors Peter Hacks zu eigen, das da lautet: »Des Verfassers Reflexionen sind im schlichten Stil und verständlich gehalten. Dennoch fehlt es ihnen an dem Vermögen zu überzeugen. Der Verfasser ist zu allen Überlegungen fähig, außer zu langwierigen. Er kommt zu Ergebnissen oft auf verwickelte Weise, aber mitteilenswert erscheint ihm allein das Ergebnis. Was er sich vorher gedacht hat, meint er, läßt sich mitdenken. Er liebt – vielleicht zu sehr – Beweise, aber er haßt es, die Prämissen zu beweisen. Das heißt, daß der Verfasser Leser voraussetzt, die ohnehin zu den gleichen Ansichten gelangt sind wie er, oder die doch im Begriff sind, dorthin zu gelangen. Aber für wen anders schreibt man? Glaubt da noch wer an die Macht der Argumente?«

Da das Mitdenken bei den minderbehirnten Interessierten ohnehin nie von Erfolg gekrönt ist, muss der Stalinismus also auch über das vorher Gedachte, das nunmal SELBSTverständliche, keine Rechenschaft ablegen. Er kann diese Selbstverständlichkeiten in großzügig behandelten Einzelfällen genauer ausbreiten, ja hier und da sogar einmal in die bürgerliche Diskussionsform des Argumentierens verfallen, aber das sollte Ausnahme bleiben, da es wichtigeres gibt, als den Dummen auch noch die Gründe ihrer Dummheit genauestens darzulegen. „Überzeugen ist unproduktiv.“ (Walter Benjamin) In aller Regel argumentiert und kritisiert der Stalinist nicht, sondern trifft Bestimmungen, kämpft und setzt durch.

12.

Bevor die Leute machen, was sie wollen, sag ich ihnen lieber was zu tun ist. Dieses stalinistische Vernunftprinzip hat auch in Zukunft zu gelten. „Kritische Vernunft“ hingegen ist korrumpierte Vernunft, eine durch moralisierenden Romantizismus paralysierte Pseudo-Vernunft, ebenso wie die „Kritische Theorie“ eine korrumpierte, also keine wahre Theorie mehr ist, weil sie den kritizistischen Gestus kultiviert, statt objektive Theorie, also Wissenschaft zu betreiben. Das Gejammere Horkheimers und Adornos gegen die sogenannte „instrumentelle Vernunft“ rührt aus der simplen Tatsache, dass sie keinen wirklichen, sondern bloß einen idealistischen Begriff von Vernunft hatten; die wirkliche, nicht-kritizistische Vernunft beinhaltete den instrumentellen Aspekt selbstverständlich schon immer und richtigerweise – schließlich muss Vernunft ja auch ANGEWANDT und nicht bloß diskutiert werden.

13.

Die größte als Kritik vertuschte Angst der commünistischen „Paradies-auf-Erden-und-zwar-sofort“-Woller, der Weltrevolutionsgläubigen, verdinglichten Antidialektiker der „Revolte von unten“ und ähnlichem vergammelten Kritizistenkäse: dass der (historische) Stalinismus ja gar nicht wirklich kommunistisch oder auch nur sozialistisch war, weil er die Falschen, nämlich unter anderem auch sogenannte Genossen an die Wand stellte. Dass es gerade wichtig ist, sich als Bolschewist dieses Linksabweichlerpacks zu entledigen, will natürlich in deren Breihirne nicht hinein, schließlich können sie ziemlich sicher sein, dass es sie selbst erwischt hätte – zurecht. Gerade die Säuberung der eigenen Reihen ist ein notwendiger Bestandteil kommunistischer Politik, sofern diese auch weiterhin erfolgreich sein will. Mit Trotzkisten und Anarchisten ist nunmal sogar deren Selbstbekundung zufolge kein Staat zu machen, deshalb fliegen sie raus. Die pure Unkenntnis von geschichtlichen Verläufen kann weder als Ausrede für die Abweichler, noch als Schuld des Stalinismus gelten. Wer das Leid und den Tod von Millionen riskiert, darf gerne selber abtreten.

14.

Als dialektischer und historischer Materialist begreift der Stalinist die Mittel zur Verwirklichung der kommunistischen Vernunft als ebenso dialektisch und historisch verfasste: Seine Haltung zur Anwendung kontrollierter Gewalt und durchdachten Zwangs ist eine ebensolche. Das altbewährte bürgerliche und absolutistische Mittel zur Erreichung stabiler gesellschaftlicher Verhältnisse, der ZWANG DURCH GEWÖHNUNG, ist so zum elementaren Teil stalinistischer Politik zu erheben. Die Erfolge der Erziehungseinrichtungen in der DDR waren dahingehend ein guter erster Schritt, der gezeigt hat: Man gewöhnt sich an alles, sogar ans Richtige.

15.

Das internationale Durchsetzungsorgan von revolutionsvorbereitenden Maßnahmen ist die schon heute existierende Stalin-Riege der (zur Zeit noch antizipierten) Kommunistischen Partei: Klein an Mitgliedern, aber gesellschaftlich schon heute einflussreich, ist diese mafiös organisierte, unkorrumpierbare, im Kleinen wie im Großen wirkende Assoziation keine Subkultur, keine Partei, kein Club, kein Lifestyle, keine Sekte, keine Religion und auch kein barrierefreies interdisziplinäres Diskussionsplenum, und nur deshalb noch Untergrund, weil es der kommunistischen Sache gegenüber dienlicher ist, für die Arbeit an ihr möglichst wenig Zugeständnisse an die bürgerliche Öffentlichkeit zu machen. Die Stalin-Riege kultiviert nichts, sie revolutioniert. Im Gegensatz zu stupiden Zusammenrottungen wie Antifa, autonomer Demo-Mob, Arbeitskreise, Teach-In-Verdummungsvereine oder Projektgruppen ist sie weder an äußerlichen Merkmalen noch sonstigen kulturellen Vorlieben oder Einheitsfront-Geblödel ihrer Mitglieder zu erkennen, aber sie ist unter euch und registriert, merkt und notiert – wie das Vorbild Stasi – alles. (Das sei hier vor allem all jenen Arschlöchern gesagt, die immer wieder eine angebliche „Ohnmacht“ der Stalinisten, die doch lediglich die Projektion ihrer eigenen ist, herbei fantasieren. Dass ihr nichts merkt, dafür können wir nichts – und wir machen es euch natürlich nicht auch noch freiwillig einfach; eine evidente Ohnmacht ist ein lediglich kurzzeitiges Problem, in ihr lässt es sich ausserdem ausgezeichnet überwintern und in Ruhe arbeiten.) Die Stalin-Riege ist klein, aber fein; ihre Mitglieder arbeiten diszipliniert und in den verschiedensten Zusammenhängen, Redaktionen, Theatern, Parteien, Verlagen, Institutionen; sie alle nutzen konsequent und unerbittlich die Dummheit und Feigheit der Kollegen, Bekannten, Vorgesetzten usw. aus, statt über deren Macht zu jammern, und sie alle nehmen die Möglichkeit wahr, die Gegner persönlich anzugreifen und zu vernichten, statt nur „Theorien zu kritisieren“: Dietmar Dath zum Beispiel unterwandert seit über 20 Jahren erfolgreich neben 17 Verlagen, dem Web 2.0 und zwei Dutzend linken Zeitschriften auch die bürgerliche Hacksologie, die FAZ sowie die Science-Fiction- und die Popkritik-Szene; der von diversen postmodernen und Demokratie-affirmierenden Schwachsinnigkeiten zu Vernunft und Sittlichkeit, also zum Stalinismus gekommene Slavoj Žižek verkündet weltweit in auflagenstarken Tageszeitungen, in Psychoanalyse-Readern, Hitchcock-Exegesen und zur Prime-Time im US-TV Abschusslisten für die Zeit nach der erfolgreichen stalinistischen Revolution; Hans Heinz Holz schreibt seit fast einem Jahrhundert eine cirka sechstausendbändige stalinistische Philosophiegeschichte; von Matt Groening, Harlan Ellison, David Fincher, Brian Molko, Fidel Castro, Matthias Oehme, Werner Büttner, Lukas Moodysson, André Müller sen. (um mal nur ein paar Namen zu nennen) sowie einer Vielzahl von unbekannteren, vorerst noch namenlosen Mitgliedern der internationalen Stalin-Riege und den immer noch (nach-)wirkenden Klassikern des Stalinismus wie Brecht, Lenin, Goethe, Ulbricht, Einstein, Schernikau usw. ganz zu schweigen. Vor allem das anonyme oder pseudonyme Pöbeln im Web 2.0 ist als eine der wichtigen Säulen der Stalin-Riege nicht gering zu schätzen: Wo viele Gegner einander aufgrund ihrer Position im Betrieb kaum oder nur noch „sachlich“ (also: gar nicht) angreifen dürfen, weil sie ansonsten mit der üblichen antikommunistischen Zensur und Verurteilung durch die bürgerliche Klasse zu rechnen haben, ist eine anonyme, kompromisslose und vollkommen unabhängige Stalinorgel-Phalanx im Internet umso wichtiger.

16.

Die erbärmliche Opportunisten-Taktik derjenigen Linken, die sich dann später umso mehr auf Ironie oder Satire rausreden, wo sie zuvor umso apodiktischer und großmäuliger etwas als ihren vollsten Ernst verkündet haben, macht sich der Stalinist nicht zu eigen. Überhaupt vermeidet er es, sich entlang einer Begriffsskala zu äußern, deren Endpunkte „Satire“ und „authentische deutsche Seriosität“ darstellen. Selbst aber, wenn vom Gegner endlich kapiert wird, dass man es, mit ihm zu sprechen, „ernst meint“, sich also seines Zieles, seiner Funktion und seiner mittelfristigen Wirkung bewusst den objektiven Verhältnissen des jeweiligen Gegenstandes unpolemisch und ohne persönliche Eitelkeiten nähert und sie begrifflich erfasst, gefällt jener sich dann in der Verniedlichung oder sonstigem Lächerlichmachen eben dieses Ernstes: „Ach, er meint es nur ernst, wenn es wenigstens Satire wäre“, äußert sich das bürgerliche Ressentiment, welches den Ernst als solchen auf bloßes irreales Pathos runterbricht und bekämpft, und dabei denjenigen, der es mit in der bürgerlichen Öffentlichkeit nicht-approbierten Haltungen wie der stalinistischen hält, schlicht zum Irren abstempelt. Auch hier wird man noch sehen, wer zum Schluss lacht.

17.

Die als notwendig erkannte Brachialität des Stalinismus ist letztlich eine Maßnahme des Mitgefühls mit allen: „Über die Menschheit lässt sich nicht anders als mit Mitleid sprechen.“ (Peter Hacks) Der Stalinist hat kein „MenschenBILD“, sondern einen BEGRIFF vom Menschen, also auch eine objektiv-materialistische, nunmal begrifflich durchdrungene Auffassung und Konzeption der Menschheit. Seine Mittel zur Erforschung der Entwicklungsmöglichkeiten und -fähigkeiten der Menschheit sind die Geschichtswissenschaft, der marxistische Materialismus und die philosophische Anthropologie; – mitnichten die romantische Vorstellung irgendeines „zutiefst humanen Kerns“ im Menschen oder sonstigen Psychologenquatschs, der qua Weltrevolution nur noch hervorzuzaubern sei. Wo ohnehin Zwang herrscht, weil zunächst nur gezwungen werden kann, wo sich fortschrittliche Entwicklung durchsetzen soll, zieht der Stalinismus den Zwang zum Richtigen dem Zwang zum Falschen schlicht vor; der Vorwurf einer „autoritären“ Politik, die immer wieder von allen möglichen sentimentalen links-emanzipativen Besoffenheitsbekundern kommt, läuft also mithin ins Leere. Den Stalinisten interessiert keine „Kritik der Macht“, ihn interessiert die Erlangung der Macht.

18.

Zuerst existierten Dummheit, Zwang zur Kapitalreproduktion und erzwungene bürgerliche Vergesellschaftung der Individuen, die zur Selbstverständlichkeit erhoben wurden, erst danach kam der Stalinismus. Nicht dieser ist die Ursache von Gewalt, Stumpfheit, Elend, sondern jene. Das sollten die Feinde des Stalinismus immer bedenken, wenn sie anfangen, ihr stupides Gerotze gegen ihn anzustimmen. Der Stalinismus ist für sich genommen friedlich, er lehnt den Krieg ab und bekämpft den Kapitalismus sowie den daraus resultierenden Faschismus konsequent – dass er nicht zimperlich ist, wenn er in dieser Existenz angegriffen wird, sollte ihm also nicht zum Vorwurf machen, wer noch ernstgenommen werden will. Der Stalinismus ist jene Therapie, für deren Krankheit er gehalten wird.

19.

Was Stalin alles so angeblich gesagt oder getan hat, ist mir dabei als Stalinist heute ziemlich egal – lasst mich doch mit eurem deutschvölkischen Anti-Stalin- und Massenmörder-Gestammel in Ruhe. Ich verteidige meinen Stalinismus wenn notwendig auch weiterhin gegen Stalins vereinzelte, aber unbedeutende Fehler, irregeleitete DKPler oder sonstige Vertreter eines positivistisch-historisierenden, personifizierenden und fetischisierenden Stalinismus-Verständnisses (zu denen übrigens auch etliche Idioten gehören, die sich in ihrer antiimperialistisch-jugendlichen Erbärmlichkeit selber hier und da mal als „Stalinisten“ bezeichnen, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben, was damit in Wahrheit gemeint sein könnte ausser des Schwenkens von roten Fahnen in ostdeutschen Innenstädten, des Sammelns von Lenin-Knibbelbildern, Antizionismus und der Unterstützung islamistischer Terror-Regime). Der Stalinismus ist, wie der Einsichtige heute weiss, eine Sache der Zukunft, keine der Vergangenheit oder der Tradition, sondern lebendige Geschichte – und man begreift ihn also, wenn man ihn denn überhaupt begreift, als die notwendige FORM zukünftiger Auseinandersetzungen der Kommunisten im Klassenkampf; mit den (damals selbstverständlich ebenso notwendigen, inzwischen historischen) INHALTEN möge man doch den gegenwärtigen Stalinismus bitte nicht identifizieren. Stalinismus, das meint nichts anderes als: sozialistischer Absolutismus; Vorrang der Wissenschaft, der Vernunft und des Marxismus gegenüber Tradition, Religion, Mythos und Hirnknechtschaft; Diktatur des Proletariats; konsequenter Antifaschismus; Aufbau des Sozialismus; Verteidigung des Erreichten gegen Reaktionäre, Konterrevolutionäre, Idealisten und Anarchisten. Das sind heute und in Zukunft seine vorrangigen INHALTE, die Form ist dementsprechend.

20.

-Die Herrschaft der kommunistischen Vernunft muss eben bedeuten, dass die Dummen nichts mehr zu sagen haben.

-Und wer legt fest, wer die Dummen sind?

-Die kommunistische Vernunft.

21.

Grundsätzlich ist natürlich davon auszugehen, dass der weitere Verlauf der Geschichte der Revolutionen sich wohl leider auch nicht anders ausnehmen wird, als z.B. zu Zeiten Stalins oder Lenins. Die Reaktion wird sich festigen und mit allen Mitteln (und sei es mal wieder Faschismus) ihren Scheiß verteidigen, mit soviel Unterdrückung und soviel Leuten, Bomben, Propaganda, Paranoia, polizeilichen Hundertschaften, Antikommunismus und Kriegen wie nur irgend möglich. Das Kapital wird wieder zum Gegenschlag ausholen, und das wird keine Tupperparty, sondern eine Sauerei ersten Grades. Davon kann, ja sollte man als geschichtsbewusster, ernsthafter Kommunist realistischerweise ausgehen und sich deshalb diesen Realismus durchaus auch in seiner Selbstbezeichnung anmerken lassen: Je brutaler die bürgerliche Klasse, desto vehementer und rigoroser aka. stalinistischer wird sich der Kommunismus zu verhalten haben.

22.

Niemand, aber wirklich niemand, nichtmal der am engagiertesten agitierende Kommunist, würde doch ernsthaft auf die Idee kommen, einen U-Bahn-Fahrer, einen Polizisten, einen CSU-Politiker, einen Gemüsehändler oder einen Automobilfabrikanten vorzuwerfen, er sei kein richtiger Kommunist oder er kritisiere den Kapitalismus nicht „richtig“, beziehungsweise „nur verkürzt“, weil das nämlich weder deren Job ist, noch deren subjektivem (wenn auch objektivem) Interesse entspricht, sowas überhaupt nur in Erwägung zu ziehen. Nun gehen aber alle möglichen (Post-)Linken, Commünisten, Kapitalismuskritiker, Marxlesekreisler und sonstigen sektiererischen Idealisten ernsthaft ins Autonome Zentrum oder in andere Bruchbuden, in denen der sozialdemokratische Mob sich seines objektiven Elends erfreut, und werfen ausgerechnet denen eben jenes vor; man fragt sich schon, wer ihnen ins Hirn geschissen hat, dass sie einfach nicht erkennen können, dass es nunmal des deutschen Linken Job ist, an irgendwelchen Symptomen des Systems schlecht herumzuwerkeln, dass dies NOTWENDIG so ist und es nicht durch einen ebenso idealistischen Agitationsblödsinn abzustellen ist.

Der Stalinist hingegen hat das erkannt und trägt dem Rechnung. Es ist einfach Unsinn, Volksaufklärung innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft zu betreiben (sie wird dabei automatisch immer zur völkischen Gegenaufklärung), denn deshalb will der Stalinist ja den wie auch immer defizitären Realsozialismus so schnell und so undemokratisch wie möglich herbeischaffen: weil eine Aufklärung, die nicht nur ihren Namen verdient, sondern vor allem auch Wirkung entfalten könnte, erst dann möglich ist.

Teil II – „Gulag als Chance“ folgt in Kürze.

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96 Antworten auf “Notwendige Bestimmungen zu einem richtigen Begriff des Stalinismus”


  1. 1 .Living 17. Juni 2011 um 19:13 Uhr

    Ich wollte dir zuerst eingschränkt zustimmen. Aber ich arbeite in meiner Partei ja wirklich für die Mitte und gegen die Flügelkämpfe. Deine Stalin-Riegen-Bestimmung ist ganz nach Erwarten wahr, gut, schön.
    Ich erwarte gespannt Teil II.

  2. 2 tee 17. Juni 2011 um 22:29 Uhr

    Die Erfolge der Erziehungseinrichtungen in der DDR waren dahingehend ein guter erster Schritt, der gezeigt hat: Man gewöhnt sich an alles, sogar ans Richtige.
    du scheinst die ddr nicht wirklich erlebt zu haben. doch selbst wenn man sich an alles gewöhnt, so hat die annexionsphase doch eines gezeigt: an die reaktion gewöhnt man sich noch viel vielschneller.

    was du sonst so schreibst ist größtenteils recht lustig. hast fein gemacht.

  3. 3 tee 17. Juni 2011 um 22:30 Uhr

    ps: die ersten zwei sätze gehören zitiert. in der aufregung ganz vergessen.

  4. 4 earendil 18. Juni 2011 um 3:18 Uhr

    Danke für diesen bislang umfassendsten Einblick in dein… originelles Denken. Mir schlottern die Knie im Angesicht der stalinistischen Mafiaweltverschwörung.

    Das ganze liest sich, als wäre es dem Alptraum eines hysterischen Antikommunisten entsprungen. Würde mich nicht wundern, wenn das in entsprechenden Zusammenhängen wieder auftauchen würde (besonders Nr. 9, da läuten bei den Moslemhassern unter den Kommunistenfressern doch gleich die Taqiyya-Glocken). Überhaupt könnte man sagen, dass die Wirkung (in deinen „Begriffen“: die objektive Funktion) deines Blogs, abgesehen vom Unterhaltungswert, hauptsächlich in der Fütterung antikommunistischer Propaganda besteht.

    Der Stalinismus […] zwingt, inhaftiert, verletzt oder tötet niemanden, der der kommunistischen Sache positiv oder neutral gegenübersteht

    LOL. Aber nett, dass du das unter Nr. 13 wieder zurechtrückst.

    Der Militärputsch und die Massaker in Indonesien waren übrigens 1965.

    In Vorfreude auf den zweiten Teil,
    Earendil

  5. 5 Väterchen Administrator 18. Juni 2011 um 8:00 Uhr

    Earendil findets schlimm – ich hab also alles richtig gemacht.

    „Das ganze liest sich, als wäre es dem Alptraum eines hysterischen Antikommunisten entsprungen.“

    Jup. Und der Jud‘ ist selber Schuld am Antisemitismus. Immer der hirnlosen commünistischen Generallinie folgend: „Bloß nicht die Wahrheit sagen, das könnte ja den Feind auf den Plan rufen und dann gäbs Klassenkampf und Revolution, dann würde alles besser, und das darf nicht sein.“ Alles klar, Arier-dil.

    „LOL. Aber nett, dass du das unter Nr. 13 wieder zurechtrückst.“

    Was ich nicht tue. Du denkst wohl tatsächlich, dass Bourgeoisie, Trotzkisten und Anarchos „der kommunistischen Sache positiv oder neutral gegenüberstehen“. Aber naja, Du glaubst ja auch Deinem selbstgestreuten Gerücht, Du seist ein Kommunist.

    „Der Militärputsch und die Massaker in Indonesien waren übrigens 1965.“

    Danke, dass Du Dich nun doch noch zu meinem Lektor machst. Unbezahlte Arbeit von Auswendiglernern nehm ich auch noch gerne mit auf dem Weg zur Revolution.

  6. 6 Väterchen Administrator 18. Juni 2011 um 8:11 Uhr

    Jetzt warte ich nur noch auf den ersten Idioten, der findet, dass, bei allem guten Willen, aber doch nun irgendwie wirklich und nachweislich, Goethe kein Stalinist gewesen sei. Am besten noch mit (GSP-)Zitaten belegt. Ich wette, das schafft auch noch wer (natürlich ohne jemals eine Zeile Goethe gelesen zu haben).

    Und @earendil nochmal: Es handelt sich oben nicht um Definitionen, sondern um BESTIMMUNGEN, also das Gegenteil von Definitionen. Daher Deine Konfusion.

  7. 7 bigmouth 18. Juni 2011 um 10:05 Uhr

    „die proletarische Revolution als ausweglos und u.a. deshalb vernünftig “

    der tod ist auch auswegslos, daher also vernünftig?

    selten so einen mies argumentierten quatsch gelesen

  8. 8 IcePickel 18. Juni 2011 um 18:16 Uhr

    lyzi, sehr schöner Artikel. Gefällt mir echt gut. Zwei Fragen in die Runde hab ich aber dennoch.

    1. Ist es angebracht sich selbst als „Stalinist“ zu bezeichnen? Oder übernimmt man damit trotzkistische, nazistische und arendtsche Totalitarismusbegriffe und vereinnahmt diese? Ist es nicht besser, sich irgendwie anders zu bezeichnen? „Marxist stalinschen Theorems“ o.ä… Das Homerzitat an der Stelle passt sehr gut, mir gefällts auch – ich mein nur: wir nennen Hitler auch keinen Nationalsozialisten, sondern einen Faschisten um nicht deren Vokabular zu übernehmen.

    2. Die Periode des Stalinismus als „absolutistischen Sozialismus“ zu bezeichnen, find ich sehr gut – auch positiv gesehen, getreu dem Motto „ganz egal wie brutal der Sozialismus erkämpft wird, wie undemokratisch die Ursprünge leider sein müssen, ganz egal wie viele Konterrevolutionäre unsere Bajonette beschmutzen müssen – es führt uns voran zu Befreiung der Menschheit.“ Ernsthaft, überzeugt mich. Oft aber ist es doch so, dass sich geschichtliche Abläufe nicht derart eindimensional (also Reaktion/Faschismus – Realsozialismus – Sozialismus – Kommunismus) darstellen und dass die Wissenschaft und Technologie nicht ausschließlich Fortschritt mit sich bringt (wie bspw. am KZ sichtbar. Oder dem technischen Rückschritt von der Römerzeit bis ins Mittelalter). oder? Ansonsten kann sich bei einem „absolutistischen Sozialismus“ auch vieles dynamisieren; Gräueltaten, die unter der Idee des Kommunismus durchgeführt werden (müssen) werden Alltag und verleihen dem System so nach und nach einen ganz neuen Anstrich. Nahezu von selbst.

    Nicht?

  9. 9 chipsfrisch 18. Juni 2011 um 21:33 Uhr

    Nice try

  10. 10 chipsfrisch 18. Juni 2011 um 21:39 Uhr

    Oh, oh ganz vergessen. Ich mag den letzten Absatz. Der sagt lässt nämlich 3 Möglichkeiten
    1. Revolution mit Leuten die diese Revolution gar nicht wollen aber irgendwie doch machen
    2. Revolution durch Lyzis und den Haufen selbsternannter Stalinisten (derer vielleicht ein paar Tausende)
    3. Keine Revolution

  11. 11 athene noctua 19. Juni 2011 um 14:49 Uhr

    chipsfrisch, 1. und 2. fallen bei näherer Betrachtung in eins. Und dass eine Revolution entweder gemacht wird oder nicht ist ja doch eher gewöhnlich.

  12. 12 Fräulein Schauprozess 19. Juni 2011 um 16:34 Uhr

    Eine Revolution ist die der Arbeiterklasse. Und mir scheint es, dass du dich etwas von ihr abhebst. Natürlich haben die Stalinisten immer recht, aber ohne dass wir gemeinsam mit der Arbeiterklasse nur die kleinsten Dinge erreichen und damit Klassenbewusstsein in sie hineintragen, wird das wohl nicht mit dem Sozialismus.

  13. 13 Väterchen Administrator 19. Juni 2011 um 18:24 Uhr

    @Fräulein: Ich hebe mich nicht von der Arbeiterklasse ab, ich bin Teil von ihr. Wenn der Großteil dieser Klasse sich aber (nach unten hin) von mir „absetzt“ indem er meint, von jedwedem Anflug eines Gedankens ungetrübt bleiben zu müssen sowie vom Kommunismus nichts wissen will, kann ich da nichts dafür. Ich ziehe daraus meine – in der Tat „undemokratischen“ – Schlüsse. Gegen das Proletariat als solches hab ich ansonsten nichts – allerdings etwas gegen dessen Fetischisierung und somit: Verewigung.

  14. 14 Väterchen Administrator 19. Juni 2011 um 18:41 Uhr

    @bigmouth:

    „die proletarische Revolution als ausweglos und u.a. deshalb vernünftig “

    der tod ist auch auswegslos, daher also vernünftig?

    Bei mir steht „u.a.“ – unter anderem. Meint: Die Ausweglosigkeit ist NOTWENDIGES, aber noch längst kein HINREICHENDES Kriterium für die Vernunft der Revolution. Diese ist nicht nur ihrer Ausweglosigkeit wegen vernünftig, aber eben UNTER ANDEREM.

    Lesen können würde helfen.

    Aber ich will nicht ins Diskutieren abrutschen; antikommunistischer Abschaum wie Du gehört dem Feindeslager an.

  15. 15 tee 19. Juni 2011 um 20:33 Uhr

    was ausweglosigkeit mit vernunft zu tun hat, darauf wird jedoch weder der kommunistische, noch der antikommunistische abschaum jemals kommen. das nimmst du wohl UNTER ANDEREM mit in’s grab.

  16. 16 Väterchen Administrator 19. Juni 2011 um 20:57 Uhr

    Nee, tee, ich kann Dir sofort sagen, was Ausweglosigkeit mit Vernunft zu tun hat:

    Vernünftig ist die OBJEKTIVE Einsicht in die NOTWENDIGKEIT (d.h.: Ausweglosigkeit) einer Situation. (Das gilt übrigens sogar für den Tod: Vernünftig ist auch die objektive Einsicht in die momentane Natur-Notwendigkeit des Todes. Der Tod, wie auch die Ausweglosigkeit anderer Situationen, ist nichts kontingentes, nichts verhinderbares. Sie sind da, und sie sind NOTWENDIG da. Die Vernunft ist die – inzwischen ja nahezu komplett ausgerottete – Form der realistischen Reflexion dieses Umstands.)

    Es ist ein Irrsinn, immer noch diesem elenden Idealistenmythos anzuhängen, der behauptet, Kommunist könne nur sein, wer auch Anti-Realist ist. Das Gegenteil ist wahr. Schreib Dir das mal ins güldene Büchlein, tee!

    Die Vernunft ist nur die TRÄGERIN der Mitteilung, sie ist die BOTIN, nicht die inhaltliche Schweinerei der Botschaft SELBST. Sie ist nicht die Nestbeschmutzerin, sie weist nur darauf hin, dass das Nest bereits seit geraumer Zeit arg verdreckt ist.

    Zum Begriff der Vernunft (in Bezug auch auf den Begriff der „Wirklichkeit“), vor allem bei Hegel, werde ich demnächst noch was schreiben, damit das dann auch mal endgültig abgehakt ist.

  17. 17 tee 19. Juni 2011 um 21:15 Uhr

    na toll, jetzt diskutierst du doch.

  18. 18 Väterchen Administrator 19. Juni 2011 um 21:27 Uhr

    Keine Ahnung, was Du so für Vorstellungen und Erfahrungen von Diskussionen hast, aber wenn ich hier schlicht sage, was Sache ist, hat das noch lange nichts damit zu tun, dass ich Deinen oder sonst irgend einen anderen Quatsch ernst nehme und relativistisch rumdiskutiere.

    Ansonsten alles klar soweit, tee? Weil wenn ja, könntest Du jetzt auch mal die Fresse halten und sterben gehen. Wäre nett, thanx.

  19. 19 Fräulein Schauprozess 19. Juni 2011 um 21:41 Uhr

    @Lyzi

    Für eine konsequente Durchsetzung des Sozialismus ist die Mehrheit nötig und zwar die produzierende, also die Arbeiterklassen. Aber das solltest du genau so gut wissen wie ich. Verewigt wird sie nicht, die Bedingungen machen sie nur noch immer zu einzigen potentiellen revolutionären Subjekt (welches fähig ist IHR Interesse, das sozialistische durchzusetzen). Wenn du die Hoffnung an die Arbeiterklasse verloren hast, bist du vielleicht bei der kritischen Theorie richtig. Der glaube an den dialektischen und historischen Materialismus, ist der glaube an die Arbeiterklassen, egal ob diese heute BILD-Zeitung ließt und auf Manager schimpft. Deshalb müssen wir uns an die Arbeiter heranwagen und den bürgerlichen Einfluss wegdrängen.

  20. 20 Väterchen Administrator 19. Juni 2011 um 22:28 Uhr

    @Fräulein:

    1. „Für eine konsequente Durchsetzung des Sozialismus ist die Mehrheit nötig und zwar die produzierende, also die Arbeiterklassen.“

    Klar, die Mehrheit kann nicht schaden, wenn die aber nicht da ist, mach ichs auch gern ohne. Oder willst Du etwa behaupten, die SED hätte den Sozialismus NICHT „konsequent durchgesetzt“, wenn nötig auch gegen Arbeiter, gegen „die Mehrheit“? Arbeiter und Bauern hatten z.B. in der DDR nominell die Macht, also waren durch die SED vertreten, die den Laden (i.e.: Staat) prima am Laufen gehalten hat, aber große Teile der Arbeiter sind nunmal immer wieder in den Schoß der (West-)Bourgeoisie geflüchtet, siehe Konterrevolutionsversuch am 17. Juni 1953, und auch in Kronstadt waren die Aufständigen ja nun mal leider Proletarier, keine Kapitalisten oder Anarchisten.

    2. „Deshalb müssen wir uns an die Arbeiter heranwagen und den bürgerlichen Einfluss wegdrängen.“

    Wie gesagt, ich bin selber Proletarier, Teil der produzierenden Klasse – und als solcher Stalinist: was ich allen anderen Arbeitern auch nur empfehlen kann. Ich muss mich also nirgendwo „heranwagen“, ich bin schon lange da, wo Du erst hinwillst.

    3. „Wenn du die Hoffnung an die Arbeiterklasse verloren hast, bist du vielleicht bei der kritischen Theorie richtig. Der glaube an den dialektischen und historischen Materialismus, ist der glaube an die Arbeiterklassen, egal ob diese heute BILD-Zeitung ließt und auf Manager schimpft.“

    Ich bin kein Christ oder sonstwie religiös, hoffe und glaube also an nichts, sondern beobachte und analysiere sachlich und materialistisch. Mit Deinem „Glauben“ an die Arbeiterklasse und ähnlich romantischem Quark wärst DU vielleicht woanders besser aufgehoben als beim Stalinismus – z.B. bei der internationalen Arbeitersolidarität, also den Trotzkisten-Arschlöchern. Auch an den dialektischen und historischen Materialismus muss ich nicht „glauben“; ich praktiziere ihn ja bereits ganz real und er funktioniert auch im Gegensatz zur christlichen Mildtätigkeit, Nächstenliebe etc ganz vorzüglich.

    Auf Manager darf das Proletariat ebenfalls gerne und nach Belieben schimpfen, soviel es will, es wäre halt nur ganz schön, wenn es entsprechend konsequent wäre und den ein oder anderen dann halt auch mal an die Laterne hinge. Ansonsten wird sich ja das Problem von Managern und Bildzeitung nach der stalinistischen Revolution erledigt haben, schließlich wird (wie in der DDR) beides abgeschafft sein. Die Arbeiter werden dann frei sein und können sagen und machen was sie wollen, solange sie der Partei nicht widersprechen.

    Wo siehst Du jetzt noch irgendein Problem?

  21. 21 Fräulein Schauprozess 19. Juni 2011 um 22:40 Uhr

    Ich benutzte das falsche Wort. „Glauben“ ist in diesem Zusammenhang nicht zu benutzten ich gebe dir recht. Der Hass auf die Manager lenkt die Arbeiterklasse doch nur von ihren wirklichen Problemen hat und ruft ein falsches Verständnis von ökonomischen Verhältnissen auf. Dagegen, dass einige von diesen Hurensöhnen mal unabsichtlich auf den Bürgersteig scheißen hätte ich auch nichts.
    Du bist im Gegensatz zum gigantischen Teil der Arbeiterklasse ein Klassenbewusster Arbeiter, das Ziel ist es, den genügenden Teil, am besten die Mehrheit, der Arbeiter zu Vernunft begabten Kommunisten zu machen, also müssen wir uns schon an sie „heranwagen“.
    Und ja ich behaupte das die SED den Sozialismus nicht konsequent durchgesetzt hatte, sonst hätte die Konterrevolution nicht die DDR zerstört. (Auch wenn das Nicht-schießen in der Situation die bessere Entscheidung war).

  22. 22 Väterchen Administrator 19. Juni 2011 um 23:12 Uhr

    „Der Hass auf die Manager lenkt die Arbeiterklasse doch nur von ihren wirklichen Problemen hat und ruft ein falsches Verständnis von ökonomischen Verhältnissen auf.“

    Was soll eigentlich dieser wertkritische Marxologen-Scheiss andauernd? Man kann doch wohl ein richtiges „Verständnis von ökonomischen Verhältnissen“ und dazu trotzdem Hass auf diejenigen Arschlöcher haben, die innerhalb dieser Verhältnisse die kapitalistische Ökonomie in hoher Position („Leistungsträger“, „Verantwortungseliten“) exekutieren (und dafür noch gut Geld verdienen), also Garant für deren Weiterbestehen sind. Jene Hüter der bürgerlichen Macht mögen für diese nicht ursprünglich verantwortlich sein (das ist natürlich die anonyme ökonomische Mechanik), sie sind aber wie gesagt Wächter und Verwalter, wo nicht (vehemente) Verteidiger dieser anonymen Mechanik und gehören deswegen von Seiten der kommunistischen Vernunft gehasst und aus dem Weg geräumt, was auch sonst.

    „Und ja ich behaupte das die SED den Sozialismus nicht konsequent durchgesetzt hatte, sonst hätte die Konterrevolution nicht die DDR zerstört. (Auch wenn das Nicht-schießen in der Situation die bessere Entscheidung war).“

    Also doch eher trotzkistische „Vernunft“. (Es gab übrigens wesentliche Unterschiede zwischen der Ulbricht- und der Honecker-DDR. Unter ersterem wäre sowas wie 1989 sicherlich nicht möglich gewesen.)

  23. 23 Stanislaw Hirschfeld 20. Juni 2011 um 12:05 Uhr

    Wenn die SED den Sozialismus nicht konsequent durchgesetzt hat, dann haben auch die anderen bolschewistischen Kommunisten den Sozialismus nicht konsequent durchgesetzt. Wenn Ulbrichts Politik fehlerhaft war, dann war’s auch die Lenins und Stalins. So einfach ist das.

    @ LW: Ich gratuliere ganz generell zu Deinem grandiosen Text! Den ein oder anderen Punkt werde ich die Tage wohl noch ansprechen, sobald ich die Zeit finde.

  24. 24 neo 21. Juni 2011 um 2:39 Uhr

    @LW: Ich gratuliere ganz generell zu Deinem grandiosen Text. Den ein oder anderen kritisch zu betrachtenden Punkt werde ich dann doch lieber nicht ansprechen. Bringt ja doch nix.

  25. 25 Perlschwein 21. Juni 2011 um 10:58 Uhr

    „Stalinismus“ als entschiedene Bereitschaft, im Fall des notwendig sich ergebenden Bürgerkriegs, selbst zu den äußersten Mitteln, die von einem Staat bereitgestellt werden, zu greifen, um die Leute zu Vernunft zu bringen?

    Naja, Ofenschlot bspw. antizipiert ja nichts anderes, wenn er zuletzt zur Stützung seines nicht bestehenden Ansehens, einen Bekannten zitierte, der Richter wurde und seine Kollegen damit beschämt, über die rechtsphilosophische „Rechtfertigung“ seines Amtes besser Bescheid zu wissen als sie.

    Zugegeben Lyzis ist aufrichtiger als all die Klofenteks und Oposchlots, die mit ihrem mode-operaistischen oder bordigistischen Karneval ihre basale antifaschistische Verblödetheit dürftig zu bemänteln versuchen – und vor allem: weniger verrückt.

  26. 26 Väterchen Administrator 21. Juni 2011 um 11:28 Uhr

    @Perlschwein:

    „Stalinismus“ als entschiedene Bereitschaft, im Fall des notwendig sich ergebenden Bürgerkriegs, selbst zu den äußersten Mitteln, die von einem Staat bereitgestellt werden, zu greifen, um die Leute zu Vernunft zu bringen?

    Naja, etwas kurz und zu schwammig/definitorisch, aber kommt ungefähr hin, wenn das auch alles nur EIN Teil des Stalinismus ist (ohne Anführung übrigens, der Stalinismus ist kein Zitat und man muss sich auch nicht sprachlich von ihm distanzieren).

    Und die Ofenschlots dieser Welt sollten einfach mal weniger Scheiße lesen, dann hätten sie auch nicht das ekelhafte Bedürfnis, diese Scheiße andauernd noch wiederzukäuen und in diverse Verblödungsapparate auszukotzen. (Wobei sich ja auch bei diesem Problem die Laterne zur Lösung eher eignen würde.)

  27. 27 no 22. Juni 2011 um 13:04 Uhr

    ich bin wahrscheinlich dein absolutes feindbild, linker „kritiker“ und autonomer kapitalleser.
    jedoch muss ich ehrlich zugeben, dass dein text mein weltbild erfolreich attackiert hat, da trotz deiner feindschaft gegenüber argumenten argumentativ überzeugend gegen antiautoritäre revolutionsillusionen.

    ein gegenargument wäre noch: was, wenn sich die kommunistische vernunft irrt? was, wenn die opfer doch vergeblich sind?
    dieses risiko kann man unmöglich ausschliessen, womöglich sollte man es aber einfach ignorieren.

    peace

  28. 28 IcePickel 23. Juni 2011 um 17:48 Uhr

    Wie kommt es, Väterchen Administrator, dass du meinen Kommentar als einzigen unkommentiert lässt aber die der ganzen Lappen bis ins kleinste zitierst auseinander nimmst und dir viel Mühe gibst :( ? Ansonsten noch zu Punkt 10 ein Leninzitat: „Es gibt keine abstrakte Wahrheit. Die Wahrheit ist immer konkret.“ Was machst du damit?

  29. 29 Väterchen Administrator 23. Juni 2011 um 18:22 Uhr

    Sorry, IcePickel, Antwort kommt noch, ich habe sie aufgeschoben, weil sie ausführlicher werden sollte.

    Noch was: Earendils antikommunistischer Dreck wird hier (wie schon bei neo auf dem lavache-Blog) nicht mehr freigeschaltet. Du hast ausgeschissen.

  30. 30 Nervenarzt 24. Juni 2011 um 12:30 Uhr

    So viel Gerede – nur weil Du zu feige für die Geschichte des Stalinismus bist. Alle Millionen Toten Linksabweichler mit verdientem Kopfschuss…Neonazis sind auch nicht ekliger.

    Am schlimmsten dabei, dass Du den jederzeit vernünftigen Impuls, alles gegen Antisemiten zu haben, für Deinen Quatsch instrumentalisieren willst. Du bist nur für Massenmord – mehr ist da nicht.

    Übrigens werden Du und die siebzehn Leute, die ebenso bekloppt sind, natürlich nie irgendwas ausrichten außer Wortdurchfall. Ist doch auch was, tröstet aber wenig. Die karrieristischen Arschlöcher, die unter Stalin das Morden besorgt haben, sind inzwischen auf Banker oder UNO umgeschult. Das macht aber die Nostalgie des gerechten Kopfschusses nicht weniger eklig.

  31. 31 Väterchen Administrator 24. Juni 2011 um 12:49 Uhr

    @Nervenarzt: Auch für Deine elende, hirnlose, analphabetische, antikommunistische, moralisierende, pathologisierende, Faschismus relativiernde Geschichtsfälscherrotze gilt in Zukunft, dass ich sie nicht mehr freischalte. Praktiziere das meinetwegen weiterhin in Deinen burschenschaftlichen Antifa-Kreisen, aber wage Dich mit Deinen NPD-Parolen nicht in die gesittete Gesellschaft, wenn Du Dir für Deinen Schwachsinn nicht tatsächlich einen „gerechten Kopfschuss“ verdienen möchtest.

    „Du bist nur für Massenmord – mehr ist da nicht.“

    „Nur“, lol.

  32. 32 Clarence Westwood 27. Juni 2011 um 14:55 Uhr

    Meine Fresse. Jetzt erklärt Lyzis schon Sachen die man längst eingesehen haben sollte wenn man nicht in irgendwelchen AZ-Pisslöchern oder AD-Zappelparties rumhängt. Das kotzt ja so an.

    Es bleibt dabei: Kommunismus, das ist die Diktatur der Vernunft. Punkt aus. Der Rest kann mich a) am Arsch lecken und / oder b) seiner Zeit vor der Genickschussanlage bibbern. Scheiß auf Gulag, für was soll man denn die ganzen Deppen auch nur EINEN TAG länger aufheben?!

  33. 33 Perlschwein 27. Juni 2011 um 17:48 Uhr

    „Es gibt keine abstrakte Wahrheit. Die Wahrheit ist immer konkret.“

    IcePickel, dieser Klofentek, ohne Humor, aber dennoch fähig weder zum Zynismus noch zum Todernst, typisch.

    Konkret ist Lyzi – und zunehmend auch Hirschfeld – jedenfalls darin, diejenigen Feinde zu bezeichnen, die in diesem frühen Stadium des Kampfes als erste erledigt werden müssen, bevor überhaupt daran gedacht werden kann, Aufklärung zu verordnen.

    Solange das revisionistische Kartell der Klofenteks und Cruellas nicht zerschlagen ist, erscheint die Vernunft nur als eine Meinung unter anderen.

    Ich denke, es ist das Verdienst dieser Stalinisten, dass immer mehr Genossen zu dämmern beginnt, dass all diese Schlangenköpfe zu einem gemeinsamen Medusenhaupt, zu einer finsteren Verschwörung der Reaktion dazugehören. Verschworen nicht etwa durch feierlichen Eid, sondern durch das wechselseitige augenzwinkernde Tolerieren derselben intellektuellen Liderlichkeit, deren Vorteile man teilt – und man versteht allmählich in welchem Sinn sich diese Schweine „Kommunisten“ nennen!

  34. 34 Tor 27. Juni 2011 um 19:08 Uhr

    Exzellent!
    Kein Problem, dass du dich Stalinist nennst, die Bedeutung wird ja klar.
    (Wie bei Dath in Maschinenwinter: „Nennt euch Menschen, Cyborgs oder Schlümpfe…“)
    Schreib häufiger!
    Aber eine Anmerkung: Der spanische Bürgerkrieg…Der wurde verloren…
    Solidarische Grüße

  35. 35 Väterchen Administrator 27. Juni 2011 um 19:11 Uhr

    @Perlschwein: „Kartell“ und „Verschwörung“, das hört sich so nach hilflosem AD-Commünisten- und Elsässer-Jargon an. Man sollte sie einfach als das nehmen, was sie objektiv sind: simple Agenten. Ein Agent muss ja gar nicht wissen, dass er einer ist, er muss sich auch nicht verschwören oder mit sonstwem zusammentun. Wenn man ihnen solcherlei unterstellt, hebt man diese Commünismus-Clowns ja noch in einen für sie viel zu hohen Stand der bewussten Fronde gegen den Kommunismus, was aber nicht der Fall ist: Verschwörungen und Kartelle sind BEWUSSTE Einrichtungen, die eine ganz klare Agenda haben, welche abzuarbeiten ist (kein Wunder übrigens, dass v.a. GSPler die Existenz von Nicht-Bewusstem immer abstreiten). Bei den von dir genannten Spinnern verhält sich das anders: sie sind übliche Agenten, die sich nach üblichen geschichtlichen Mustern verhalten; die meisten Agenten waren ja niemals von irgendwem bezahlt, ja die besten und erfolgreichsten Agenten waren wohl weder bezahlt, noch sich bewusst darüber, wes‘ Lied sie sangen, ganz ohne dessen Brot zu bekommen. Wie schon im oben vorausgeschickten Hacks-Zitat: Es gibt drei Parteien. Und es gibt die Stalinisten. Der Großteil der Anhänger der drei Parteien wird immer wieder mal als Agent gegen Vernunft und somit Stalinismus tätig, man schaue sich nur mal die Geschichte der Französischen Revolution und des Bonapartismus an – und natürlich die Praxis jener West-(aber auch Ost-)Linken ab ’68.

    (Man muss ja sehen, dass ein Biermann, ein Havemann, ein Gysi, ein Modrow usw. in der DDR lebten – und dass sie sich und ihren Bullshit dort nur deshalb kultivieren konnten, weil der Stalinismus mehr und mehr abgebaut wurde.)

  36. 36 Väterchen Administrator 27. Juni 2011 um 19:27 Uhr

    @Tor: Die Situation im spanischen Bürgerkrieg hat nichts zu tun mit einer reinen Konfrontation von Kommunisten mit Faschisten/ Reaktionären. Die Kommunisten waren dort nur EIN Element in der antifaschistischen Front, die Vormacht hatten (Sozial-) Demokraten, Libertäre, Anarchisten und sonstige Nichtkommunisten; kein Wunder also, dass der Laden dann vor die Hunde ging.

  37. 37 Perlschwein 27. Juni 2011 um 21:38 Uhr

    „Kartell“ – nein, die Bezeichnung ist von der Bahamas via Van Gogh dem politische Jargon jenseits der Grenze entlehnt worden, wo er öfter verwendet wird. Tatsächlich lässt sich, da die von dir Denunzierten auf dem ideologischen Markt als Vortragsreisende, Übersetzer, Journalisten usw. tätig sind, von einem Kartell sprechen, da dieser Markt durch Verlage und Zeitschriften entsprechend aufgeteilt ist.

    „Verschwörung“ – gewiss sind auch immer bloße Agenten, also solche, deren Wirken zwar nicht absichtlich aber objektiv schädlich ist, an Verschwörungen beteiligt; sie eignen sich sogar bestens als Doppelagenten. Niemand aber, der auf bürgerliche Art politisch tätig ist, kann darauf verzichten, geheime Übereinkünfte zu treffen und indirekt, d.h. durch andere zu handeln, meist mit Hilfe von Erpressung. Alles andere ist Parteiaufbau; Ersetzung von „Vertrauen“ oder „Freundschaft“ durch Kontrolle.

    Aber in Ordnung, Du redest nicht von Verschwörung. Eine Diät, die einem Elsässer bestimmt nicht geschadet hätte.

    Was nun den Stalinismus angeht – der ja nichts anderes als Kommunismus ist, dürfte jedoch von einer auch ganz bewussten Opposition auszugehen sein, sobald er sich irgendwie ernsthaft bemerkbar macht. In einer Linken, die dem kommunistischen Parteiaufbau so spinnefeind ist, kann diese Opposition nur in Form der Verschwörung stattfinden.

  38. 38 Väterchen Administrator 27. Juni 2011 um 22:28 Uhr

    @alle zunächst mal: Der Stalinismus zeichnet sich auch dadurch aus, dass er Internes nicht öffentlich, zumal vorm Gegner, diskutiert (daher meine Probleme mit dem Diskutieren: unter uns, per Mail, im Bolschewistensalon etc. immer gerne, hier nur bis zu einem gewissen, ungefährlich bleibenden Grad) – diesen Blog und seine Kommentare z.B. lesen nicht nur Commünisten, sondern auch Nazis, z.B. Mitglieder der Redaktion der „Jungen Freiheit“ (dank Blogcounter erfährt man manchmal mehr über die Leser als einem lieb ist), und man muss diesen Schweinen nicht auch noch die privatesten Geheimnisse vor ihre Drecksfressen werfen.

    (Das Hegelzitat in der Spalte rechts steht da btw. nicht umsonst.)

    Überhaupt muss ich auch mal irgendwann eine grundsätzliche Lobrede auf den bolschewistischen Partei-Dünkel (und gegen jedweden „Erhellungs“-Schwachsinn) schreiben, welchem man gar nicht genug huldigen kann, zumal in einer Epoche, in der sich die rechtesten Arschlöcher sabbernd über den intimen Gefängnisbriefen Rosa Luxemburgs oder den Briefwechseln der marxistischen Klassiker aufgeilen. Und Blogs, erst recht deren Kommentar-Bereiche, sind ja nun kaum was anderes, also eben auch nicht für alle gedacht.

    @Perlschwein im besonderen:

    1. Gib mir mal eine richtige E-Mail-Adresse, unter der ich dich erreichen kann.

    2. Weder Du noch ich haben Unrecht; natürlich gibt es auch verschwörerisches, bewusstes Agententum – es stellt nur meiner Erfahrung nach die Ausnahme dar. Der erschlagend große Teil ist wirklich nichts anderem als der guten alten Hirnlosigkeit anzulasten.

    3. Auch die Beschreibung des kartellistischen Elends trifft zu, nur schenkt man dem Gegner auch hier zu viel Beachtung, denn es handelt sich ja beim von dir beschriebenen Gesindel um kein wirkliches „Macht“-Kartell, sondern eben um ein Ohnmachtskartell. Der gemeinsame Feind aller Liberalen, Konservativen, Faschisten, Sozialdemokraten, Linksparteiler, Linkssozialisten, Islamisten, Buddhisten, Autonomen, Anarchisten, Wertkritiker usw. hingegen, das ist in der Tat der Realsozialismus, der Stalinismus; und nimmt man alle diese Gruppen zusammen, ist es auch richtig von einem Kartell zu sprechen, das sich gegen den menschlichen Fortschritt verschworen hat. Das ist ja eigentlich alles auch selbstverständlich, weshalb man nicht in dieses Opperskalski- oder Elsässer-Elend abrutschen und ALLES NUR NOCH auf eben diese selbstverständlichen Mechanismen runterbrechen sollte, gegen die man ja eh nichts tun kann (mal ganz davon abgesehen, dass die Einwände gegen Verschwörungen, Kartelle, Geheimdienste etc. ohnehin meist nur moralisch sind, und man als Stalinist gegen solche Mittel doch nichts einzuwenden hat, sondern sie halt ebenfalls benutzt).

    3. „„Verschwörung“ – gewiss sind auch immer bloße Agenten, also solche, deren Wirken zwar nicht absichtlich aber objektiv schädlich ist, an Verschwörungen beteiligt; sie eignen sich sogar bestens als Doppelagenten. Niemand aber, der auf bürgerliche Art politisch tätig ist, kann darauf verzichten, geheime Übereinkünfte zu treffen und indirekt, d.h. durch andere zu handeln, meist mit Hilfe von Erpressung. Alles andere ist Parteiaufbau; Ersetzung von „Vertrauen“ oder „Freundschaft“ durch Kontrolle.“

    Word.

    4. „Was nun den Stalinismus angeht – der ja nichts anderes als Kommunismus ist….“

    Da widerpreche ich Dir als Stalinismusbegriffsbestimmungs-Monopolinhaber:

    Der Stalinismus GEHÖRT zwar zum Kommunismus wie der Genickschuss zum Trotzkisten, aber er IST nicht ein fertiger kommunistischer Endzustand, sondern die notwendige Phase zum Aufbau von Verhältnissen, die die Menschheit dazu befähigt, den Kommunismus umzusetzen. Das sollte man schon trennen, sonst macht man sich ja u.a. mit dem „Nein, nein…“-Idealistenpöbel gemein, der das auch nicht unterscheidet.

  39. 39 tee 28. Juni 2011 um 0:12 Uhr

    „Das sollte man schon trennen, sonst macht man sich ja u.a. mit dem „Nein, nein…“-Idealistenpöbel gemein, der das auch nicht unterscheidet. “

    gerade der unterscheidet ja. na hätte aber fast geklappt mit dem argument, weiter üben!

  40. 40 Väterchen Administrator 28. Juni 2011 um 11:32 Uhr

    @tee: Der unterscheidet nachweislich nicht, weil er den im Aufbau befindlichen und für den Kommunismus wie gesagt NOTWENDIGEN „Real“-Sozialismus mit seinem Endprodukt identifiziert und zudem von seinem eigenen mythischen Unbewusstsein über geschichtliche Verläufe ausgeht, statt von der Realität. So blöd kannst doch selbst Du nicht sein, dass Du diesen Trick nicht durchschaust; sie geben vor, zu differenzieren, wie sich das auch die Universitäts-Untoten so antrainiert haben, aber in Wirklichkeit stützen sie damit die herrschende Indifferenz und allgemeine positivistische Hirnlosigkeit.

    „Mit vollen Hosen stehen jetzt auch alle BRD-Linken da, die an der DDR so sehr auszusetzen hatten, daß sie real war. Jetzt sagen sie, sie könnten das Wort Wiedervereinigung nicht mehr hören, und einige reden sich auch noch ein, die Frage sei noch offen.“ (André Müller sen. im Januar 1990)

    Es ist übrigens ganz drollig, wie Du verzweifelt versuchst, mit dämlichstem „Ihr, meine klugen Jünger, wisst schon was ich meine“-Drübersteh-Checker-Getue noch irgendwen für deine erbärmliche Person zu interessieren, tee.

    Aber selbst das klappt nicht: Du bloggst um Mitternacht einen Link zu mir, und innerhalb von zwölf Stunden hat erst einer drauf geklickt. Poste doch lieber noch was Kritisches bei Torsun; in jener Vorhölle bist Du immer noch am besten aufgehoben.

  41. 41 Perlschwein 28. Juni 2011 um 19:30 Uhr

    @ Lyzi

    Ja, stimme bei, jenen keine substantielle Wirklichkeit anzubefinden.

  42. 42 Lernender 28. Juni 2011 um 20:40 Uhr

    Kurze Frage:
    Was verstehst du unter kommunistischer Vernunft? hab mal versucht zu recherchieren was das heißt, aber nicht viel brauchbares gefunden. Hast du da nen Tipp?

  43. 43 Jan Filip Geldsack 29. Juni 2011 um 3:39 Uhr

    Ich halte in meinem Regal dann schon mal einen Platz frei für LW (Lyzis-Werke)!

    Was die Unbesiegbarkeit des Stalinismus angeht: Einverstanden.
    „Wir“, will sagen: die Menscheit, ist seit ca. 1917 in das Zeitalter des Sozialismus eingetreten. Die Unbesiegbarkeit ist eine Folge der Tatsache, dass der Soz. machbar UND die menschlichen Bedürfnisse besser zu befriedigen in der Lage ist als der Kap. (Nahrung, Häuser, Medizin, Bücher etc.;)[unter gegebenen Bedingungen! is klar]. Es ist seitdem an ungefähr jedem „Indikator“ zur Entwicklung der Menschheit auf blödeste positivistische Weise abzulesen, was theoretisch (Marx usw.) auch vorher schon klar war.
    Die menschliche Bewusstseinsbildung reagiert bekanntermaßen sehr komplex auf solche Umwälzungen, daher ruhig mal ne Konterrevolution – sie ist aber historisch unwahr. Ich habe viele DDR-Oppositionelle getroffen (Leipzig ist ja voll davon :D ); glücklich mit dem Jetzt waren die übrigens nie, außer ein paar echt Durchgehdrehten. Die meisten reden wie Verlierer.

    Dazu:
    „Am häufigsten tritt der Effekt des Siedeverzugs bei Wasser auf. Dieses kann auf 110 °C erhitzt werden, ohne dass es zur Verdampfung und damit der Bildung von Wasserdampfblasen kommt.
    Dieser Zustand ist metastabil und damit gefährlich, da sich schon bei einer geringen Erschütterung innerhalb kürzester Zeit eine große Gasblase ausbilden kann, die dann explosionsartig aus dem Gefäß entweicht. Dies kann das Entweichen der Flüssigkeit zur Folge haben und tritt vor allem in engen, hohen Gefäßen auf.“

    (Siedeverzug)

  44. 44 Stanislaw Hirschfeld 29. Juni 2011 um 12:45 Uhr

    Über die Referrer unten auf dieser Seite kam ich auf die Diskussion innerhalb der elendigen Freitag-Community. Auch dort zeigt sich, wie erfolgreich in den letzten Jahrzehnten Dummheit und Gemeinheit sich festgesetzt haben. Linke sind mehrheitlich ganz klar keine Reserve für den Kommunismus, sie sind ein Gegner. Wer glaubt, mit Propaganda und Agitation dagegen vorgehen zu können, möchte wohl auch mit Wasserpistolen Waldbrände löschen. Und wer so etwas glaubt, ist aller Wahrscheinlichkeit nach ebenfalls keine Reserve des Kommunismus, sondern ein ärgerliches Hindernis, ein Idealist. Doch soll das natürlich nicht heißen, die Lage sei aussichtslos, denn das ist sie mitnichten. Revolutionen hatten noch nie die Angewohnheit, sich vor ihrem Besuch telefonisch anzukündigen, um einige Zeit später mit Blumen und Pralinen in der Hand an der Tür zu klingeln. Eine Revolution bricht (jedenfalls für die allermeisten, nicht für jeden) gänzlich unerwartet über die überkommene Gesellschaft hinein, eben deswegen nennt man sie ja schließlich Revolution, weil sie einen qualitativen Sprung darstellt und keine allmähliche, quantitative Evolution.

  45. 45 Väterchen Administrator 29. Juni 2011 um 13:08 Uhr

    @Lernender und @JFG: Die gesammelten Lyzis‘ Werke, die tatsächlich sehr nötig, aber auch eine langwierige, Geduld fordernde Sache (der Weltgeist denkt nunmal nicht in Monaten oder Jahren, sondern in Epochen) sind, weil allein die Bestimmung der Kommunistischen Vernunft, deren theroretische Herausarbeitung ja ein Lebenswerk zu sein hat, cirka drei Bände vereinnahmen müsste und deshalb hier nicht kurz definierbar ist, werde ich dann allerdings unter meinem lange geheim gehaltenen, richtigen Namen veröffentlichen: Georg F. Beklaupotek.

    @Hirschfeld:


    „Wer glaubt, mit Propaganda und Agitation dagegen vorgehen zu können, möchte wohl auch mit Wasserpistolen Waldbrände löschen.“

    Eben. Es ist aber so, das sagt einem jeder waldbranderfahrene Feuerwehrmann, dass man lediglich mit großen, bewusst und kontrolliert gelegten GEGENFEUERN den Brand eindämmen und schließlich beenden kann. Josef Stalin war ein sehr guter Feuerwehrmann.

    Zum Canaillenblatt „Freitag“, dessen Online-Plattform ja „den Lesern gehört“: Hieran kann man sehr gut sehen, wo’s langgeht, wenn das Volk das Sagen hat.

  46. 46 earendil 29. Juni 2011 um 14:28 Uhr

    Passt schon. Würde ich bloggen, würde ich ja auch nicht dulden, dass du dein Tourette-Syndrom bei mir auslebst. Und die vergnügliche Lektüre deiner und deiner Fangemeinde Ergüsse bleibt mir ja erhalten. :) hdl, earendil

  47. 47 Gretchen Hammerstädt 30. Juni 2011 um 0:39 Uhr

    Es heißt nicht „Geh sterben!“, es heißt „Grüß Gott!“.

  48. 48 Stanislaw Hirschfeld 30. Juni 2011 um 13:13 Uhr

    @ Väterchen: Die Waldbrand-Metapher funktioniert ja besser als ich dachte. Schön. Ergänzen möchte ich noch, daß Propaganda und Agitation, so wie vieles andere auch, beizeiten natürlich sehr nützlich sind. Aber nur soweit, wie sie vernünftiger Strategie und Taktik untergeordnet betrieben werden, nicht einfach so und ausschließlich. Ähnliches lässt sich über den Antiimperialismus sagen: Als Reserve der Dikatur des Proletariats ist er hilfreich, als selbständige Ideologie folgt nichts als (theoretische und praktische) Barbarei. Allgemein gesprochen: Wenn die einzelnen Teile nicht einem vernünftigen Ganzen untergeordnet werden, dann sind sie wertlos bis schädlich. Um das zu verstehen, muß man aber ein gewisses Verständnis der Dialektik entwickelt haben, das bei Linken in den Blogsportkommentarspalten, in der Augstein-Gemeinschaft oder anderswo nicht vorzufinden ist.

  49. 49 Stanislaw Hirschfeld 01. Juli 2011 um 12:31 Uhr

    @ Notwendige Bestimmungen: Einen Punkt möchte ich für den Anfang, wie oben angekündigt, herausgreifen, nämlich die zuerst vielleicht nebensächlich erscheinende Frage der Schreibweise des Wortes „Kommunismus“. Doch eigentlich geht es nicht um die Schreibweise, es geht natürlich um den Begriff. Die Abweichung vom richtigen Begriff schlägt sich schließlich nur nieder in der Schreibweise „Communismus“, wie sie von neo oder dem Wertmüller Österreichs Stephan Grigat (im Anschluß an situationistisch Verwirrte) verwendet wird. Da hilft es natürlich nicht, sich auf Heinrich Heine oder Karl Marx herauszureden, denn daß die rechte Schreibung vor soundsoviel hundert Jahren eine andere war, treibt Canaillen wie neo in allen anderen Fällen („in der That!“) auch nicht zur Nachahmung. Es geht um etwas anderes, den offensiv vertretenen Widerspruch zum Kommunismus, mit dem es sich so verhält wie es im Untertitel von Highlander hieß: Es kann nur einen geben. Abweichungen sind demzufolge nicht irgendwie anders kommunistisch, sondern nicht- bzw. antikommunistisch, ergo: zu bekämpfen. Dafür ist die Schreibweise mit C oder c oder sonstwie nützlich, macht sie doch eindeutig, mit wem man es zu tun hat: nicht mit Genossen, denen der ein oder andere bedauerliche, behebbare Fehler unterlief, sondern mit Gegnern, die sich ganz bewußt für ein Programm zur Verhinderung des Kommunismus entschieden haben. Mit ihrem C signalisieren sie ihre Bereitschaft, dem übrigen antikommunistischen Treiben beizustehen, an ihm mitzuwirken und wollen sich aus der Schußlinie ziehen, um nicht von konterrevolutionären Kugeln getroffen zu werden, da sie verkennen, daß die sichere und richtige Seite im Klassenkampf die erfolgreiche, eben die kommunistische ist.

  50. 50 Väterchen Administrator 01. Juli 2011 um 14:14 Uhr

    @Hirschfeld:

    1. Ich will hier nicht Wertmüllers ideologiekritisch-antideutsche Ehre retten, der Mann redet oft niederträchtigen, dummen, falschen Kram (ich werfe ihm nicht „Philosemitismus“ oder „Islamophobie“ oder Rassismus oder Volksfeindlichkeit, oder was auch sonst immer seine innerlinks-commünistischen Gegner/Genossen in Anschlag gegen ihn bringen, sondern schlicht Schändung des Geistes vor), aber so doof wie der volksbewegte Alpenbruhn Grigat, der eben genau einer jener situationistisch-linksradikalen Elendsgestalten ist, die Wertmüller ja andauernd so treffend beschreibt, ist dieser bei weitem nicht. Grigat ist personifiziertes Nichthirn, Anti-Denken, libertäre Parolen dreschender, akademisch-adornitischer Sozialdemokratismus at its worst, so dass ja selbst die Bahamas, zumindest Wertmüller, sich von seiner Aufklärer-Scheiße distanziert. Wertmüller hat den Fort-Schritt vom Aufklärer und Kritiker hin zum hassenden Verächter der übelsten „Pöbelbarbarei“ (Hegel) – verglichen mit dem restlichen AD-Szene-Gesindel – schon relativ weit vollzogen, wenn er wohl auch (trotz gegenteiliger Behauptung von Bruhn, der ihn einen „Adorno-Stalinisten“ nennt) niemals bei Vernunft und Stalinismus ankommen wird. Aber als Söldner und Panzerfahrer gegen die gröbsten Enthirnungsauswüchse linksemanzipativer Idealisten verheizt er sich, seinem bescheidenen Niveau gemäß natürlich bloß, recht ordentlich. (Oder, wie mir ein ex-antideutscher Jüngling mal völlig ernst erzählte: „Der Wertmüller ist zu konsequent.“ Wertmüller also: der Sprengstoff gegen die szene-interne Moral der Konsequenzlosigkeit.)

    2. Natürlich geht es um den BEGRIFF des Kommunismus. Und genau der wird ad acta gelegt, ja REVIDIERT, wenn man ihn auf einmal nur noch in der C-Schreibweise gelten lassen will. (Neos „Argument“, Marx habe „Socialismus“ mit c geschrieben, weswegen er, neo, 150 Jahre später nun das Wort Kommunismus mit C schreiben müsse, ist natürlich Irrsinn, das dürfte ihm vielleicht selber mal auffallen). Mit der neocommünistischen Schreibweise entsorgt man nahezu den kompletten Begriffs-UMFANG, nur ein paar kleine romantische Fragmentchen, die niemanden angreifen, bleiben vom historischen Projekt Kommunismus dabei noch übrig, so kann wunderbar alles, was dem Idealisten- und Anarcho-Hirn an Notwendigkeiten und Widersprüchen nicht passt, zurechtgebogen werden, ohne sich mit der Wirklichkeit befassen zu müssen.

    Schrieben sie wenigstens wie zur Zeit Goethens! Welch schaurige Wohlthat würde meinen Leib durchziehen! Aber neocommünistInnen wie neo und seinem Frankfurter Commünistenracket geht es bei ihrer angeblich nur kosmetischen Abänderung natürlich um Opportunismus: Die Vorsilbe „neo“ und die im c immer mitschwingende Verherrlichung und Idealisierung von Commune und Rätekommunismus soll Anschlussmöglichkeiten an die Ditfurth-Deppen und Emanzipationsdiskussions-Grüppchen sicherstellen. Abschaum gesellt sich nunmal gern zu Abschaum – die (Neo-)Commünisten wissen also schon, was sie da tun.

    Sie gesellen sich, um die Waldbrand-Metapher nochmal aufzugreifen, zu den Wasserpistolen-Spinnern am Rande des Waldbrandes, während sie gemeinsam, mit verschränkten Armen, die Brandschutzexperten (aka. Stalinisten) dafür verurteilen, dass sie hingehen und die nebenstehenden Bäume kontrolliert anzünden, um den Flammen Herr zu werden. (In Wahrheit ist es natürlich noch viel schlimmer: Die Commünisten/ linken Antistalinisten sitzen lediglich zuhause in ihrem Romantikerstübchen vorm Bildschirm, gucken sich den Brand von weitem an und kritisieren selbst noch die Wasserpistolen als zu autoritär; selber hoffen sie, messianistisch verblödet, naiv darauf, dass ein riesiger Wolkenbruch von Gott gesandt werde und sich alles von selbst und ohne Gewalt ergebe, wenn man nur genügend Adorno-, Kurz- oder GSP-Sätze auswendig aufsagen kann. Den zuverlässigen Wetterbericht, der besagt, dass es auch die nächsten Tage wolkenlos, heiss und trocken bleibt, ignorieren sie dabei geflissentlich.)

  51. 51 ghjk 01. Juli 2011 um 18:44 Uhr

    „(In Wahrheit ist es natürlich noch viel schlimmer: Die Commünisten/ linken Antistalinisten sitzen lediglich zuhause in ihrem Romantikerstübchen vorm Bildschirm, gucken sich den Brand von weitem an und kritisieren selbst noch die Wasserpistolen als zu autoritär; selber hoffen sie, messianistisch verblödet, naiv darauf, dass ein riesiger Wolkenbruch von Gott gesandt werde und sich alles von selbst und ohne Gewalt ergebe, wenn man nur genügend Adorno-, Kurz- oder GSP-Sätze auswendig aufsagen kann.“

    Jeses mal wenn bei euch „GSP“ fällt, lügt ihr. Jeder von diesen Typen weiß um die Notwendigkeit einer gewalttätigen Revolution.

  52. 52 Väterchen Administrator 01. Juli 2011 um 19:04 Uhr

    @GSP-Analphabet: Sicher wollen die GSPler eine gewaltsame Revolution, nur halt keine kommunistische, sondern – wie alle anderen linken Deppen – eine commünistische, also eine ohne Partei, Staat usw. (Ihr Begriff von Gewalt ist entsprechend eindimensional, Motto: Leute töten ok, aber danach weder Partei-Gewalt noch Staatsgewalt – andersherum wäre es richtig; deren Gewaltquatsch ist also idealistisch und somit verzichtbar.) Überhaupt hat der Gegenstandpunkt keinen Begriff von Revolution, er betreibt eben lediglich Kapitalismuskritik (wobei seine „Kritik“ dann gerne auch mal in offenen Antisemitismus und Antikommunismus übergeht, wie man anhand seiner antizionistischen und Anti-DDR-Hetze sehen kann), alles andere ist ihm schon wieder zu viel „Dichten“, Denken, Ausmalen, Konkretion, unargumentativ etc. Der GSP hat mit Stalinismus nichts zu tun (und darauf ist er auch noch stolz), das beweist er täglich aufs neue, u.a. mit seiner idealistischen Anti-Stalin-Propaganda, seinem Antistaatsfetisch, seiner Geldkritik, seiner barbarischen Tendenz, selbst noch hinter die bürgerliche Gesellschaft, ja zur Anarchie zurück zu wollen. Der GSP, um es kurz zu machen, ist die institutionalisierte Kommunismus-Kinderkrankheit: Selbstzweck gewordener Linksradikalismus für verblödete Studenten aller Fachrichtungen.

  53. 53 Stanislaw Hirschfeld 01. Juli 2011 um 19:20 Uhr

    @ Väterchen Administrator 1: „Wertmüller Österreichs“ war eine Anspielung auf gutgemeinte Bezeichnungen wie „die deutsche Marylin Monroe“, „der Frank Sinatra Brandenburgs“ oder „der Zinedine Zidan der Kreisliga“, bei denen man gleich weiß, daß sich nur um unterirdische Personen handeln kann, die keiner weiteren Beachtung wert sind, es sei denn, man möchte sich über ihre mangelnde Qualität amüsieren. Ich mache das gerne, daher finde ich die im worldwideweb herumstolpernden Dorftrottel à la tee und earendil in der Regel recht unterhaltsam, solange sie in gewissen Grenzen gehalten werden. Grigat jedenfalls ist ein ausgesprochen unangenehmer Vertreter der Antideutschen, vor allem sein widerliches Anpreisen des Situationismus ist schon schrecklich, erst recht, weil es zudem ein kritisches Anpreisen sein soll. Der kann nicht mal loben, was er gut findet.

    @ 2: Sehe ich genauso. Bei neo kommt dazu noch die seltsame Neigung zur APPD. Allein dadurch wäre der Rückweg ins AZ bzw. zum Bordstein schon halb gegangen, falls neo sich von dort je entfernt haben sollte und das ganze Gefasel nicht bloß dazu diente, den etwas außergewöhnlichen Linke-Szene-Barbaren zu mimen, der anderes gelesen hat als das Gruppenplenum. Wie der einfache Idiot mit seinem daheim getunten Wagen angibt, liest der Pöbel aus der linken Szene eben Adorno. Meine Vermutung geht übrigens dahin, daß der (naja) Einfluß der Antideutschen auf wenig anderes zurückzuführen ist als das Bedürfnis nach Distinktion, gerade weil dieses Bedürfnis von antideutscher Seite aus so regelmäßig kritisiert wurde. Tiefere Erkenntnis oder richtige Gedanken lassen sich beim Fuß- bzw. Blog- und Flugivolk jedenfalls nicht feststellen, sondern nur die altbekannte linke Kritikbrühe mit je nach Grüppchen und Assoziation unterschiedlichen Ekeleinlagen (Situationismus, queer theory, Anarchismus, Liberalismus, usw.). Der stets erbittert ausgetragene Konflikt zwischen Antiimps und Antideutschen ist dementsprechend nie einer gewesen, in dem man Seite hätte beziehen sollen, auch wenn manche Schläge die Richtigen getroffen haben. Vom Standpunkt der Kommunisten aus war das insgesamt nur ein niederes Geschehen.

    @ Notwendige Bestimmung Nr. 17: Überrschenderweise hat Dir deswegen noch niemand vorgeworfen, eine Art Carl Schmitt für geistesgestörte Kommunisten mit Stalinfetisch zu sein. Aber womöglich verstehen und kennen die Irren, die hier vorbeikommen, aufgrund fortgeschrittener Verblödung noch weniger, als ich ihnen zutraue.

  54. 54 neo 03. Juli 2011 um 17:30 Uhr

    @LW
    Wie ich es vermittelst einer anderen Schreibweise vermag den ganzen „BEGRIFF des Kommunismus“ zu revidieren, bleibt dein Geheimnis. Du wirst nicht in der Lage sein das zu erklären.

    Aber wie steht es den mit deiner Begriffsarbeit, mit deinem „BEGRIFF“ vom Kommunismus? Ziemlich mau wie ich meine.
    Aus einer völlig berechtigten Opposition zur antiauthoritär-pazifistischen und damit voluntaristischen Wursthaarlinken, verharrst du ex negativo in der überkommenen Pose des Politkommissars without Organisation und entlarvst dich als Derjenige zu kritisierende, der mit dem Arsch noch nicht einmal gedanklich aus dem linken Szeneurschleim herausgekommen ist. Aus reiner Besinnungs-und Ratlosigkeit entartest du zum polternden StaatsParteiStalin-Apologeten. Deine mit durchaus bemerkenswerter Kunstfertigkeit aufgetürmten Wortkathedralen bleiben so Reaktion, pure Defensive, Mahnmal deines Verkriechens und Anlehnens an den Glanz und die Stärke des Gewesenen im Angesicht des erkenntnisfernen Elends das sich links, linksradikal oder kommunistisch schimpft – keine Aktion, kein Begriff, kein Materialismus und keine dialektische Herangehensweise an die grosse communistische Aufgabe der Arbeit des Begriffs.

    Wo bleibt den in deinen Ausführungen der „Staat der nur zum Sterben bestimmt ist“? (die entsprechenden Stellen bei Marx wirst du kennen), wo sind den deine Überlegungen zu den hanebüchenden Entartungen in der Zeit des Stalinismus? (Stalin und alle seine Lakaien waren Konterrevolutionäre! Beispiele: Die mangelnde blutige Bekämpfung der Kirche nach der russ. Rev., die zögerlichen und unzureichenden Waffenlieferungen an die spanischen Revolutionäre 36/37, Das schändliche Verschlafen des deutschen Angriffskrieges – alleine dafür hätte das gesamte Zentralkomitee sofort an die Laterne gehört. Die dilletantische, von Ruhmsucht und fachlicher Inkompetenz geprägte Kriegsführung, Stichwort: Wettrennen zwischen Korossowski und Schukov, das war nicht nur menschenfeindlich sondern hat die besten Männer und Frauen der roten Armee gekostet, abgesehen davon das die Hinrichtungen 1936 nach Quote in der Generalität der roten Armee zuvor ihr Übriges getan hatte. Wieso wurde Berlin nicht einfach ausgehungert und aus der Luft ausradiert? Stattdessen blutiger Häuserkampf? Die Beantwortung dieser Frage hätte unter vernünftigeren Bedingungen nochmal Laterne und proletarisches Erschissungskommando für die Führung bedeutet! Eine Auseinandersetzung mit den Theoremen aus der Zeit des Stalinismus würde den Text um das zehnfache vergrössern. Egal, du @LW argumentierst ja schließlich überhaupt nicht theoretisch, sondern nur mit Schlagworten. Überflüssig also), wo sind deine Kritikpunkte zu Geld/Geldwirtschaft und Lohnarbeit z.B. in der von dir oft genug gehypten DDR? (Lies mal die „Kritik des Gothaer Programms“, verstehe und vergleiche das mit den lächerlichen Faxen die diesbezüglich im Ostblock bejammernswerte Realität wurden). Nichts von alledem.

    Du machst eloquentes Holzammergebolze. Schön. Du vermagst es trotzdem nicht mit verbalradikalem Wortgeklingel zu verschleiern, das du die dringend(st)e Frage nach der Immanenz des Subjekt gewordenen Menschen, auch in deinem Stalinismus nicht beantwortet wird. Solange du nicht zwischen der Diktatur der Partei und der Diktatur des Proletariats unterscheiden kannst, ist dir nicht zu helfen.

    Was du – ganz verfangen im HierundJetztunddadrübenvor20Jahren – Staat nennst, nennen Communisten die ihre Kritik von Marx her entwickeln eine „staatsanaloge Form die sich so bald wie möglich selbst abzuschaffen hat“, was du dir ihn deiner hölzernen ML-Denke nur als „Partei“ vorstellen kannst, nenne ich – im Eingedenken der Art und Weise wie diese Apparate in deutschen Verhältnissen immer wieder figurierte – „proletarische Selbstorganisation“. Das ist die „Arbeit des Begriffs“, die Form die dem Inhalt verpflichtet ist und Ausdruck der richtigen materialistischen Herangehensweise, die das Gewesene rezipiert und zu deren Denkanstrengung du nicht bereit bist.

    Weil ich jetzt gerade zu faul bin weiter zu schreiben, noch ein kleiner communistischer Allgemeinplatz aus dem Zitatebergbau: „Mit Idealismus und Metaphysik kommt man in der Welt am leichtesten durch, denn man kann dann soviel Unsinn zusammenschwatzen wie man nur will, ohne sich auf die objektive Realität stützen zu müssen und ohne der Prüfung dieser unterworfen zu sein. Materialismus und Dialektik erfordern hingegen Anstrengungen, da muß man sich auf die objektive Realität stützen und die Prüfung durch diese bestehen, unternimmt man keine Anstrengungen, dann wird man in Idealismus und Metaphysik abgleiten“. (Mao)

  55. 55 Furie des Verschwindens 03. Juli 2011 um 20:42 Uhr

    („Perlschwein“, jetzt „Furie des Verschwindens“!)

    ohne angesprochen zu sein und bevor ich das Verschwinden in die Tat umsetze:

    „Immanenz des Subjekt gewordenen Menschen“ tja, ernste Sache das. Immer, wenn ich das Falsche gegessen habe und leidend bin, stelle ich mir die Frage danach, das schwerwiegende PROBLEM DER OBSTIPATION zu lösen. Natürlich bieten sich Laxantien an als Beschleuniger eines Vorgangs, den man als transzendent bezeichnen könnte, aber irgendwie geschieht der auch von selbst, ehrlich! (sieht man ja!)

  56. 56 Stanislaw Hirschfeld 03. Juli 2011 um 20:48 Uhr

    Sehr passend, daß neo sein Manifest der commünistischen Barbarei mit einem Mao-Zitat beschließt. Und tatsächlich, nahezu unlesbar ist es. Der Linksradikalismus bietet also auch in seiner communistischen Variante à la neo nichts, was nicht vor Urzeiten schon langweilig gewesen wäre.

    Und dafür will er 4, vier, VIER! Stunden gebraucht haben? Faszinierend.

  57. 57 Arbeitskreis 74 03. Juli 2011 um 21:31 Uhr

    Demnächst von neo: „Die Evolution, eine Geschichte der Entartungen“.

  58. 58 Sosso 04. Juli 2011 um 0:31 Uhr

    Die Kurzfassung von neos Sprachmüllberg: „völlig berechtigten Opposition zur antiauthoritär-pazifistischen und damit voluntaristischen Wursthaarlinken“, „Derjenige zu kritisierende“, „entartest du zum polternden StaatsParteiStalin-Apologeten“, „durchaus bemerkenswerter Kunstfertigkeit“, „Mahnmal deines Verkriechens und Anlehnens an den Glanz und die Stärke des Gewesenen im Angesicht des erkenntnisfernen Elends“, „grosse communistische Aufgabe der Arbeit des Begriffs“, „hanebüchenden Entartungen in der Zeit des Stalinismus“, „eloquentes Holzammergebolze“, „verbalradikalem Wortgeklingel“, „ganz verfangen im HierundJetztunddadrübenvor20Jahren“, „im Eingedenken der Art und Weise wie diese Apparate in deutschen Verhältnissen immer wieder figurierte – „proletarische Selbstorganisation““, „die Form die dem Inhalt verpflichtet ist und Ausdruck der richtigen materialistischen Herangehensweise, die das Gewesene rezipiert und zu deren Denkanstrengung du nicht bereit bist“

  59. 59 Stanislaw W. Hirschfeld 04. Juli 2011 um 10:23 Uhr

    @ Notwendige Bestimmung Nr. 5: Außerdem nicht vergessen werden darf die sogenannte McCarthy-Ära, als die antikommunistische Paranoia derartig ausgeprägt war, daß nahezu alles, was die stalinistischen Säuberungen angeblich ausgemacht haben soll, in den USA tatsächlich stattfand, inklusive der Hinrichtung von unschuldigen Juden (Ethel und Julius Rosenberg) und anderen antisemitischen Ungeheuerlichkeiten.

    Allerdings gibt es nun wirklich keinen Mangel an Beispielen für antikommunistischen Irrsinn, der zu unzähligen Toten führte. Dieses hier habe ich herausgegriffen, da es besonders gut illustriert, welches Ausmaß an Realitätsverleugnung die Antistalinisten kennzeichnet

  60. 60 Väterchen Administrator 13. Juli 2011 um 20:35 Uhr

    @Hirschfeld:

    Das Problem mit der Realitätsverleugnung ist ja, dass in jenen antistalinistischen Kreisen, also vor allem natürlich in der linksemanzipativ-commünistisch-idealistischen scene eben jene Realitätsverleugnung nicht nur elementares Ideologem ist (das ist es auch in allen möglichen anderen Bereichen, im Wissenschaftsbetrieb, in der Tagespolitik etc.), sondern für ihre jeweiligen Träger vor allem auch als entscheidender Beitrag zum Coolheits-, Authentizitäts- und Gutmensch-Gebaren – also zum Opportunismus – fungiert. Was „die Leute“ abschrecken könnte, also „die Realität“ (welche ja eben jene „Leute“ selber sind, die somit von ihrer eigenen Brutalität und Barbarei angekotzt sind), wird halt zunächst individuell verleugnet, dann nicht mehr öffentlich erwähnt und zum Schluss komplett vergessen („Agitation und Propaganda“ nennen sie das, außer sie sind ISFler oder Wertkritiker, dann klavieren sie sich die gute alte „Aufklärung“ als Bezeichnung für genau denselben Dreck vom Arsch ab). Fertig ist die totale Dummheit. Sie wissen gar nicht, dass sie mit ihrer Null-Haltung Marionetten der herrschenden Klasse sind, sondern glauben tatsächlich daran, dass man – als Kommunist wohlgemerkt – ein guter Mensch sein, ein gutes Gewissen haben und Gewalt ablehnen müsse, weil sonst Revolutionsverrat usw. usf. blabla.

    Aber was ist es diesen feigen erbärmlichen Arschlöchern auch vorzuhalten; sie sind ja notwendig die Schwachsinnigen, die nützlichen Idioten und Jubelpalästinenser der Antirealitäts-Ideologie. Wer gäbe sich schließlich überhaupt noch mit ihnen ab, wenn sie sich nicht andauernd einschleimen würden mit ihrem linksliberalen Abwägungs- und Kritik-Plunder – man muss das als sozialen Mechanismus betrachten, als Kommunist fliegt man halt aus jedem linken Zentrum, aus jeder „Info-Veranstaltung“, jeder „linken Redaktion“ und aus jedem veganen Critique-Café hochkant raus, wenn man die Wahrheit sagt. Und wer von denen will schon die Wahrheit sagen, sie wollen doch den Schleim, das Feeling, die Gemeinschaft, die Masse, die Agitation, die Nicht- (also: Pöbel-) Herrschaft, den Zusammenhalt, den durch Hirnabbau bezahlten Solidaritätskitsch, das integrale Zombietum.

    Man muss ja bei all dem Elend immer bedenken, dass diese Deppen alle ganz ernst und ohne Ironie nach eigener Aussage „die Realität bekämpfen“ – die „Phase 2 – Drecksblatt gegen die Realität“ ist da ja nur die Spitze des Irrsinns-Eisbergs.

    Sollen sie mal schön damit weitermachen – die Realität wirds auch in Zukunft nicht scheren.

  61. 61 Stefan Valentin 17. Juli 2011 um 10:46 Uhr

    Sehr geehrter Herr Lyzi,

    was halten Sie eigentlich von der schlichten These, nach der dem kapitalistischen Privateigentum per demokratischem Beschluß seiner Abschaffung und zugunsten einer Genossenschaftsökonomie sehr einfach beizukommen ist?

    Ihrem möglichen Einwand, nach dem die Bevölkerung hierfür mental nicht hinreichend befähigt sei, läßt sich einfach entgegnen, daß dieser Umstand nicht zuletzt Ihnen anzulasten ist. Weil Sie nichts daran setzen, diese These zu diskutieren, mindestens, um sie aus der Tabuzone herauszufördern. Im Gegenteil intentiöses Getue für etwas, was Sie „Stalinismus“ zu benennen belieben. In Wirklichkeit aber reaktionäre Verblendung ist.
    Nicht nur, weil Sie nicht einmal das Ding benennen, um das es zu gehen hat, das kapitalistische Privateigentum eben. Sondern auch, weil es sich bei Ihren Beiträgen um keine materialistischen Analysen handelt, sondern, ich sagte es bereits, um intentiös reaktionäres Getue.

    Materialistischer Analyse demgegenüber ginge es darum, zu erörtern, welche ökonomischen Verwerfungen den Schluß nahelegen, daß ein Stand der Produktivkraftentfalung erreicht ist, der den Aufrechterhalt des kap. Privateigentums (mit seiner, insbesondere internationalen, Konkurrenz) absurd, ja gefährlich werden läßt (beispielsweise die Korrumpierung gesellschaftlicher Mobilität). Vor diesem Hintergrund also zu diskutieren, ob das Abstrakterwerden des Kapitals in einer Genossenschaftsökonomie (aus Daimler AG wird Daimler eG) und in einer per demokratischem Beschluß hergestellten ‚Gesellschaft der Gleichen‘ auf möglichst kürzere Sicht jede Konkurrenz hinfällig werden läßt und damit dann das Kapital und die Lohnarbeit selbst. Zugunsten einer ‚Gesellschaft der Freien und Gleichen‘.

    Was den Stalin (aber auch den Lenin und auch den Mao) anbelangt, so sei Ihnen mitgeteilt, daß man das kapitalistische Privateigentum nur dann demokratisch suspendieren kann, wenn 1. ein Parlament existiert und wichtiger 2. das kapitalistische Privateigentum überhaupt existiert. Beides war weder in Rußland noch in China gegeben. Ein Umstand, der mit der Cliquen- und Terrorherrschaft um die genannten Personen zu den mindestens 100 Millionen Toten in beiden Ländern geführt hat, die hier bekannt sind. Ansonsten zu Schrecken und Verderben.

    Eine kleine Pointe noch: Es ist Deutschland anzulasten, daß insbesondere China an seiner bürgerlichen Entfaltung mit einer parlamentarischen Demokratie gehindert wurde. Die Briten sahen sich angesichts des deutschen NS außerstande, China auf diesem Weg weiter zu unterstützen. Das Resultat war die Herrschaft (Potenzial einer Ausübung von Zwang) der KP Chinas sowohl vor 1949 als auch hernach. Mit Tod, Schrecken und Verderben.
    Für Rußland bzw. die SU gilt obiges analog. Auch hier läßt sich der schädigende Einfluß Deutschlands auf eine bürgerlich-demokratische Entfaltung Rußlands (und seiner Produktivkräfte) nachzeichnen.

    Ihre diskriminatorischen Anwerfungen fallen vor obig Gesagtem selbstverständlich auf Sie selbst zurück.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Stefan Valentin

  62. 62 SDAJ-Revolutionär 18. Juli 2011 um 3:19 Uhr

    Herr Valentin,

    das Privateigentum an Produktionsmitteln per „demokratischem Beschluss“ abzuschaffen ist extrem Vermessen. Ihr naiver Glaube an die bürgerliche „Demokratie“ lässt sie das ökonomische Interesse der Kapitalisten an der Aufrechterhaltung des Kapitalismus unterschätzen.

    Ob Sozialistengesetz, McCarthy-Ära, Verbot der KPD, versuchte Ermordung von Fidel Castro, die Morde an Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Patrice Lumumba, Salvador Allende und anderen, und im Extremfall sogar Etablierung des Faschismus: Das Kapital scheisst auf deine „demokratischen Rechte und Freiheiten“, sobald ihm der Klassenkampf gefährlich wird.

    Die Befreiung der Arbeiterklasse kann nur durch eine Revolution sein.

    Und noch etwas: die Zahl 100 Mio Tote durch den realen Sozialismus sind reaktionäre, rechte Schätzungen. Nach der Rechenart hat allein der Kapitalismus in Indien seit 1979 mehr als 100 Mio Tote verschuldet. Und das ohne die restliche kapitalistische Welt und die von ihr ausgehenden Kriege miteinzubeziehen.

    Mit sozialistischem Gruß!

  63. 63 feierabendathlet 29. August 2011 um 8:01 Uhr

    Hej Lyzis,
    hast du mir eine Email-Adresse unter der man dich erreichen kann? Ich hab‘ wenig Lust unter den Augen des Pöbels und des Klassenfeindes weiterzudiskutieren. Warum du überhaupt dein Kommentarboard (nennt sich das so?) freischaltest, verstehe ich schlichtweg nicht: es läuft ja immer gleich ab. Irgendein Depp kotzt sich aus, du versuchst es zurecht zurücken, und sobald das passiert ist, kommt der nächste Depp an und beginnt von Neuem.

    Nun denn, melde dich.
    Mit freundlichen Grüßen,
    feierabendathlet

  64. 64 Väterchen Administrator 31. August 2011 um 12:47 Uhr

    „Irgendein Depp kotzt sich aus, du versuchst es zurecht zurücken, und sobald das passiert ist, kommt der nächste Depp an und beginnt von Neuem.“

    Ja, das ist die Weltauseinandersetzung zwischen Menschheit und Vernunft seit Jahrtausenden.

    Wer mich privat anschreiben möchte, kann das per contact-page tun. Eine Garantie auf Antwort gibt es da allerdings auch nicht.

  65. 65 Stalin-Proll 11. September 2011 um 11:34 Uhr

    LOL! Der Antisemit Zizek und das FAZ-Nesthäkchen Dath, die beide auf dem Trotzkisten- und Antisemitenkongess von marx21 aufgetreten sind, sollen die stalinistische Avantgarde sein. Darauf muß man erstmal kommen.

  66. 66 IcePickel 23. September 2011 um 16:53 Uhr

    Ich habe diesen Blogpost mittlerweile gebookmarked und sehe mehrmals wöchentlich hier rein um zu gucken ob du mir geantwortet hast. Und ich weine immer wieder ein bisschen mehr, wenn ich sehe dass dem wieder nicht so war. Versteh mich nicht falsch. Ich will dich keinesfalls drängeln. Aber diese Ungewissheit treibt mich noch in eine Depression :‘(.

  67. 67 Antikommunist 15. November 2011 um 19:37 Uhr

    So ein idealistischer Scheiß. Die Welt soll qua Kopfschuss doch noch dem Begriff, den die Kommunisten sich von ihr einbilden, gerecht gemacht werden.
    Früher haben wohl einige Kommunisten mal naiv geglaubt und glauben gemacht, für die Befreiung der Menschheit zu kämpfen, jetzt geben Sie (immerhin) zu, den Kommunismus durch Befreiung vom Menschen durchzusetzen – einfach um am Ende der Geschichte doch noch recht zu behalten.
    Zum Glück seit ihr nur ein paar abgefuckte Hanseln, vergleichbar nicht einmal mit den gelegentlich aus ihren Kinderzimmern ausbrechenden verpickelten Amokläufern.

    Mit Hegel hat das Ganze überhaupt nichts zu tun. Dessen Philosophie kennt keine nur durch eine gewaltige Tathandlung (Revolution) zu überbrückende Unterscheidung von Welt als Begriff (Kommunismus) und Realität (Welt, wie sie ist). Eine solche Tathandlung kennzeichnet die an der Realität scheiterende Schwärmerei. Der Sozialismus ist gescheitert. Vielleicht sollten Sie sich weniger auf Hegel als auf Th. Münzer beziehen.

  68. 68 RedStarRising 17. November 2011 um 23:16 Uhr

    Find den Text super, vor allem der Verweis auf Dath ist sehr schön. Ich kann diese ganzen Wertkritiker, Relativisten und sonstiges neulinkes Gesocks nicht mehr hören.
    Die Komponente einer erfolgreichen Revolution ist nur durch die Konstante einer konsequenteren marxistisch-leninisten Bildung und effektiveren und größeren Säuberungsaktionen zu erweiteren. Ich will nicht hoxhaistisch klingen, aber das bin ich in letzter Zeit öfter. Ratten wie Chrustschow müssen aber vorher erkannt werden. Ich will Stalin aber nicht vorwerfen die Zukunft nicht gekannt zu haben, genau wie ich Descartes nicht vorwerfe Darwin nicht gelesen zu haben. Der Stalinismus muss seine Aufgabe auch in der erfolgreichen Fortsetzung seiner Errungenschaften sehen, kontraproduktiv ist da ein Sprungbrett für die „Friedensfähigkeit des Imperialismus“ zu sein. Wir wissen bescheid.

  69. 69 Onkel Sosso 18. November 2011 um 10:53 Uhr

    Werter Genosse,
    als ebenso großer Hacks- und natürlich größerer Stalin Verehrer möchte ich dich zu deinem blog beglückwünschen. Sprachlich und politisch waren deine Texte wiederholt in der Lage mich gedanklich aus der alltäglichen Unvernunft in die heiligen Hallen des Stalininsmus zu entführen.
    Dennoch die unvermeidlichen Kritikpunkte:
    1. Du entwertest deine sprachlich kraftvollen texte durch die Verwendung umgangssprachlicher oder sogar vulgärer Worte.
    Eine furchtbare Angewohnheit die mir, so krass, bis jetzt nur bei diesem Wertmüller aufgefallen ist.
    2. Wertmüller. Auf einer Veranstaltung der Zeitschrift Bahamas erdreistete sich dein „Genosse“ unsere rote Sowjetfahne mit der nazistischen Hakenkreuzfahne gleichzusetzen. Ich traute meinen Ohren nicht weshalb ich diesen Renegaten nach seinem Vortrag ansprach. Er wiederholte die Gleichsetzung. Daher muss ich dich bitten seinem Namen aus dem Titel deines blogs zu streichen und zu leugnen, dass er dort jemals stand.
    Nach der Erlangung der Macht werden er und das liberale Geschmeiß das ihn umgibt ohnehin mit der manuellen Rodung Brandenburger Wälder oder, der Tradition folgend, im Straßenbau beschäftigt sein.
    mit sozialistischem Gruß

  70. 70 Cordula Späth 16. Dezember 2011 um 17:07 Uhr

    Eine Frage am Rande: Ich habe nun schon einige Ihrer (ausgezeichnet geschriebenen) Texte mit Genuss und Gewinn lesen dürfen und inzwischen den Verdacht, dass Sie nicht nur nebenbei schreiben, sondern, tja, ein Autor sind. Habe ich’s erraten? Wenn ja, könnten Sie mir vielleicht, ohne sich in allzu große Gefahr zu begeben, Ihre Anonymität aufgeben zu müssen, einen kleinen Wink geben, wo und wie man „Sie erwerben kann“?

    Eine andere Frage zur Sache: Jeder einzelne der von Ihnen angeführten Punkte (vor allem 6.; aber das ist nur eine persönliche Vorliebe) ist, wie mir scheint, für sich schon hinreichend, um klar zu machen, dass der Kommunismus wenigstens momentan ausschließlich in der Form des Stalinismus erfolgreich erkämpft werden kann. Wie also kommt es, dass Sie das Selbstverständliche (Sie selbst stimmen ja Hacks zu, dass darüber kein Wort mehr verloren werden muss) derart ausführlich behandeln? Oder habe ich etwas Wesentliches übersehen?

    Mit kommunistischem Gruß und in gespannter Erwartung auf weitere Schläge ins Gesicht der Reaktion,
    Ein Bewunderer

  71. 71 Väterchen Administrator 22. Dezember 2011 um 7:31 Uhr

    Liebe Genossin Späth: schön, einmal wieder von Ihnen zu hören. In letzter Zeit haben Sie sich ja leider etwas rar gemacht (ich hoffe, Sie konnten die Zeit wenigstens produktiv nutzen).

    1.) Ja, ich bin Autor. Nein, man kann mich (noch) nicht erwerben, denn Nutte bin ich nicht. Seien Sie froh, dass Sie zur Zeit noch alles gratis bekommen und nicht für vollkommen überteuerte Lyzis-Ausgaben in Ledereinband Ihren schandhaft erworbenen Lohn lassen müssen!

    2.) Sagen wir mal so: Das „Selbstverständliche“ ist heute leider – zumindest außerhalb der Kreise der Vernunft (und die sind sehr sehr klein) nicht mehr selbstverständlich. Aber es handelt sich bei obigem Posting in der Tat nunmal um GRUNDLEGENDES, ja, und deshalb hab ich einige Punkte (ein paar weitere folgen noch in Teil II), mit denen man immer wieder konfrontiert wird, manifest-artig zusammengenommen und aufgelistet, so dass ich bei zukünftigen Anschuldigungen irgendwelcher antistalinistischer Idioten einfach nur noch hierauf verweisen brauche, eine SCHUTZSCHRIFT eben; so ziemlich alle Vorwürfe an den Stalinismus werden hier behandelt und ad absurdum geführt – das ganze sogar noch recht einfach verständlich, es darf dann also später keine Ausreden mehr geben: es wurde alles notwendige gesagt.

    Das war mir wichtig, mehr isses nicht.
    Zusätzlich ist vielleicht noch die ein oder andere neuere Erkenntnis enthalten, als Bonus für die Darbenden.

    Mit kommunistischen Grüßen:
    Lyzis Welt, Vorsitzender der ‚Initiative für das Siezen von Genossen‘ e.V.

    PS: Grüßen Sie doch bitte den Genossen K.A. Braun von mir, wenn Sie ihn das nächste Mal sehen. Danke.

  72. 72 Cinderella 03. März 2012 um 5:50 Uhr

    Clarence Westwood textete hier:

    „Es bleibt dabei: Kommunismus, das ist die Diktatur der Vernunft. Punkt aus.“

    Diese Aussage nenne ich faschistoiden Schwachsinn !!!

    Kommunismus ist nämlich im Gegenteil die Ausdehnung des Demokratiegedankens auf den gesamten Bereich der Ökonomie, indem nämlich (zumindest nach Karl Marx) die gesellschaftliche Macht in Händen des Proletariats (also in den Händen der Arbeiterklasse und der sonstigen Unterprivilegierten) liegt.
    Und das schliesst eben die Diktatur durch eine Parteiführung von der Idee her aus !!!

  73. 73 Väterchen Administrator 03. März 2012 um 12:42 Uhr

    Cinderella textete hier Stuss.

    Die Diktatur des Proletariats benötigt, solange sie noch in Klassenauseinandersetzungen mit anderen – bürgerlichen – Parteien steht (was eine lange Zeit der Fall zu sein haben wird), ebenso ein ausführendes Organ – das nennt man (und übrigens nicht nur „man“, sondern Marx und Engels selbst): KOMMUNISTISCHE PARTEI (das sogenannte „Kommunistische Manifest“ heisst in Wahrheit „Das Manifest der Kommunistischen Partei“, das darf jeder gerne nachschlagen; das Zensieren des Wortes Partei seitens anarchoider und bürgerlicher Antimarxisten hat dabei die Funktion, die Vernunft aus der Geschichte auszutreiben). Diese Partei ist die legitime und gewählte Gesamt- und Einheits-Vertretung der produzierenden Klasse, soll sagen: was die Parteiführung will, wurde vorher von der Gesamtheit für richtig befunden. Es gibt also keinen Widerspruch zwischen dem Willen der Parteiführung und dem des restlichen Proletariats, das Problem ist damit gelöst, es gibt keine Entmachtung der Arbeiter, sondern nur eine der Feinde der Vernunft; bitte gehen Sie wieder nachhause, tschüss.

  74. 74 maxlrainer 04. März 2012 um 11:23 Uhr

    Soviel Cinderella zum Nutzen einer Schutzschrift – es hilft alles nichts. Es wird auch nach erfolgreicher Revolution nichts helfen, daß ihnen vorher gesagt wurde, mit welchen Mitteln sie daran gehindert werden müssen, ihre konterrevolutionären Umtriebe zu veranstalten. Sie werden sich dem Klassenfeind als fünfte Kolonne andienen, werden „Diktatur“ und „Zensur“ schreien, sie haben sich ja nun mal für die Barbarei entschieden, die sie in unheilbarer Realitätsverleugnung Freiheit nennen.
    Aber Väterchen, das wissen Sie ja selber. Der Ausrutscher, immer nochmal zu erklären, ist durchaus verzeihlich, wenn nicht sympathisch.

  75. 75 Väterchen Administrator 06. März 2012 um 23:12 Uhr

    Das ist alles nur fürs Protokoll, maxlrainer. Ich lege einfach bloß Zeugnis ab; man wird also später nicht sagen können, dass nichts erklärt wurde oder es niemand hätte wissen können. Es wird alles erkennbar und vorhanden gewesen sein.

  76. 76 Dumm Brot 06. April 2012 um 9:25 Uhr

    Hallo Napoleon!

    Gestatten, darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Brot, Vorname Dumm, buchstabiere: Dumm wie: Brot. Niemand hat mich darum gebeten, keiner hat danach gefragt, trotzdem muß ich ja unbedingt meinen Senf zu obenstehender Kampfwurst mit dem Titel „Notwendige Bestimmungen zu einem richtigen Begriff des Stalinismus“ dazugeben.

    Wenn Politik zum Beispiel darin besteht, daß man eine Million – na, das ist vielleicht ein bißchen tief gegriffen, sagen wir also mal: fünf Millionen „Trotzkisten“, Antikommunisten, Reaktionäre, Christdemokraten usw. hinwegsäubert (mit „Kopfschuss“), damit im Gegenzug (vielleicht, man weiß es nicht genau, kommt drauf an) fünfzig Millionen andere (unschuldige) Menschen (i.e.: „Breihirne“, „Pöbel“) leben können, wenn das Politik ist, dann geb‘ ich ab heute mein Interesse an Politik auf, setz‘ mich auf einen Stuhl, stricke ein Paar Wollsocken und gucke dabei „Wer wird Millionär?“.

    Fünf Millionen gegen fünfzig Millionen, eine Milliarde gegen drei Milliarden – so mag vielleicht Napoleon gedacht haben oder auch Hegel (der hätte es wirklich nur gedacht), aber wir kleinen armen Lichter? Welcher einzelne Mensch soll das tragen?? Daß ich einem einzelnen anderen Menschen keine Kugel in den Kopf schieße, das kann ich einsehen; aber daß ich fünf abknallen soll, damit fünfzig andere leben können? Jeden Tag sterben auf diesem Planeten mehrere zehntausend Menschen an Hunger. Und ich und die allermeisten anderen sind nur ein Rädchen im Getriebe der großen Ordnung, die das zuläßt. Und weil wir alle nicht jeden Tag alles daran setzen, die Revolution zu machen, die das Hungersterben verhindert, deshalb gehen die Toten auf jedes einzelnen Kappe? Es gibt alles andere als eine Garantie dafür, daß der Versuch, die Revolution zu machen, auch wirklich zum Ergebnis hat, daß das sinnlose Sterben aufhört. Was, wenn Fünfzigtausend, wenn Hunderttausend sterben bei dem Versuch, die alte scheiß Ordnung abzuschaffen, der Versuch aber fehlschlägt, und das ganze tägliche Sterben geht genauso weiter wie vorher? Pech? Wie kann man den einzelnen verantwortlich machen für das allgemeine Elend, wenn überhaupt nicht klar ist, was getan werden müßte, um es abzuschaffen? Ach so, Du weißt es? Dann mach‘ es mal! Du mußt mich erschießen dafür? Einverstanden! – Ich plädiere ja nicht dafür, die Hände in den Schoß zu legen oder sie den ganzen Tag unter den Wasserhahn zu halten, um sie in Unschuld zu waschen! Aber weder weiß irgendwer präzise, wie die Geschichte weiterläuft noch hat irgendjemand das Recht, über Leben oder Sterben eines anderen zu bestimmen. Wir sind nicht Gott! Ja, man kann an der Wirklichkeit, an Elend und Ungerechtigkeit irre werden. Aber ich bin gegen Menschenopfer! Menschenopfer, das ist Mittelalter, das ist Barbarei! Menschenopfer, das ist die wahre Reaktion, der wahre Antikommunismus, die wahre Menschenfeindschaft!

    Ein „bürgerlicher“ Philosoph hat einmal die These formuliert, „Fanatismus“ und „Zynismus“ seien zwei gegenüberliegende Pole grundlegender möglicher Weltorientierung (frei zitiert: der Fanatiker habe sozusagen Schaum vorm Mund, während der Zyniker kalt lächelnd über den Dingen stehe). Du hingegen vereinst nicht nur diese beiden Pole auf geradezu grandiose Weise, Du bist obendrein auch hochgradig narzißtisch und vor allem: größenwahnsinnig. Daß jemand seinen privaten, psychotischen Macht-, Gewalt- und Mordphantasien schriftlich freien Lauf läßt und dem ganzen noch das Mäntelchen des geschichtlichen, allgemeinen Vernunftinteresses umhängt, ist von besonders ausnehmender Widerwärtigkeit.

    Für wen, bitteschön, soll die Revolution eigentlich stattfinden? Um die tatsächlich schon existierenden Menschen scheint es dir ja weniger zu gehen: „Pöbel“, „Breihirne“, „Geschmeiß“, „Drecksfressen“ undsoweiter ad infinitum. Wofür also Revolution? Damit sich die Welt nach deinem Bilde forme? Damit die Menschheit, die heute bekloppt, verdummt und verkommen ist, in einem langwierigen Prozedere durch „sozialistische Erziehung“ („Zwang durch Gewöhnung“) sich erst zu einer wahren, guten, schönen (selbstredend „kommunistischen“) Gesellschaft herausbilde? Um das, was Du unter „kommunistischer Vernunft“ verstehst, endlich Praxis werden zu lassen? Auf so eine Vernunft ist geschissen! Im übrigen glaube ich nicht, daß es so etaws wie „kommunistische Vernunft“ oder „marxistische Vernunft“ überhaupt gibt; Vernunft gibt es nur eine, und die ist weder „proletarisch“ noch „bürgerlich“ noch quadratisch blau gescheckt, sondern eben: vernünftig, und das heißt auch: menschengemäß, und nicht totalitär und Menschen fressend wie dein „Stalinismus“. Auch deine Empörung über millionenfach von Faschisten oder indonesischem Militär ermordete Kommunisten kaufe ich Dir nicht ab. Dir scheint der Skandal nicht in dem barbarischen Tun als solchem zu liegen, der Frevel besteht wohl eher darin, daß Du dich dadurch (als selbsternannter Kommunist) in deinem Narzißmus gekränkt fühlst.

    Wie sollen die im post-revolutionären Gesellschaftszustand vorzunehmenden „notwendigen Säuberungen“ in praxi vonstatten gehen? Konkret: wirst Du selber eine Pistole in die Hand nehmen, um allerlei „Trotzkisten“, „Linksabweichlern“, „Reaktionären“ und anderem „Pöbel“, „Pack“, „Geschmeiss“ und „Gesindel“ den passenden „Genickschuss“ („zurecht“) zu verabreichen? Wenn ja, wieviele wirst Du dir vorknöpfen wollen? Fünf? Zehn? Zwanzig? Fünfzig? Hundert? Tausend? Zehntausend? Oder würdest Du die Drecksarbeit lieber andere machen lassen wollen? Vielleicht ließen sich genug Minderbehinrnte finden, die Spaß daran haben und die nichts machen als das, was man (die Partei, die „Elite“, also: Du) ihnen sagt?

    Im Grunde bist Du doch nichts anderes als ein verhinderter Verbrecher, der seinen Wahn in elaborierter Weise mit „Hegel’scher Begriffslogik“, „marxistischer Vernunft“, leierkastenartiger Polemik, Pöbelei und Bescheidwissertum zu rationalisieren versteht. Du hättest wirklich das Zeug zum Politiker, zum Staatsmann, zum Massenmörder halt. (Vielleicht auch nicht, und Du bist einfach nur ein intelligenter armer Wicht mit Karies, Halbglatze, O-Beinen und Plattfüßen.) Schon mal auf die Idee gekommen, daß die Durchsetzung der Vernunft mittels Mord und Totschieß auf die Verfaßtheit der durch sie konstituierten „sozialistischen“ Gesellschaft wenig abfärben könnte? Eine Vernunft, die sich qua Massenmord zu ihrem Recht verhelfen muß, ist keine Vernunft, sondern schlicht und ergreifend: Irrsinn. Deine „kommunistische“, Stalin’sche Vernunft geht nicht (ob dialektisch oder mit rechtsdrehender Milchsäure) über Rousseau und Voltaire, nicht über Kant und Hegel hinaus, sondern fällt weit, weit hinter die Genannten zurück, ins Mittelalter eben – mit Inquisition, konfessioneller Dogmatik, säkularisiertem Klerus, mit heiligen Schriften und apostolischem Glaubensbekenntnis, mit Hexenverfolgung, Häresie und Verschwörung, mit Purgatorium und Heilsversprechen, mit allem Pipapo, durch das sich die katholische Partei und die römisch-leninistische Kirche so zum Verwechseln ähnlich sehen. Der Marxismus-Leninismus ist halt die Scholastik der Neuzeit.

    Zum Schluß nicht die Empfehlung, die Du anderen, die deinem Wahn nicht folgen wollen, so gerne gibst („Geh bitte sterben“), sondern nur ganz bescheiden-pragmatisch: Geh‘ bitte zum Psychiater!

    P.S.: Beim nächsten Mal soll ich dann wohl – nicht nur fürs Protokoll, und für die Zeit nach erfolgter sozialistischer Revolution, also niemals – meinen bürgerlichen(!) Namen plus Adresse angeben, um in Demut den zu empfangenden Heiligen Geist in Form des eigenen Todes entgegenzunehmen. Mir schlottern schon die Knie.

  77. 77 .Living 19. April 2012 um 10:33 Uhr

    Bestimmung 15:
    „Die Stalin-Riege ist klein, aber fein; ihre Mitglieder arbeiten diszipliniert und in den verschiedensten […] Institutionen; sie alle nutzen konsequent und unerbittlich die Dummheit und Feigheit der Kollegen, Bekannten, Vorgesetzten usw. aus, statt über deren Macht zu jammern, und sie alle nehmen die Möglichkeit wahr, die Gegner persönlich anzugreifen und zu vernichten, statt nur „Theorien zu kritisieren“:
    http://www.youtube.com/watch?v=-2xphY7Xm8o

  78. 78 EnverHoxha 18. Oktober 2012 um 22:39 Uhr

    Lyzi, wie wärs wenn du mal den letzten Beitrag von Neo beantwortest?
    Oder reichts lediglich für stumpfe Parolen, Hasstiraden und zynistische Lobhudeleien?
    Und erspar uns dabei dein „Geh sterben!“ …vorher…nachher..oder sonstwie!

  79. 79 Väterchen Administrator 19. Oktober 2012 um 20:17 Uhr

    @EnverHoxha: Dem neo-Bullshit wurde hier und dort bereits in allen relevanten Punkten entgegnet. Ich hab ansonsten auch besseres zu tun, als mich mit Eurer Commünistenscheisse rumzuplagen, z.B. im Moment gerade EDEL-NOUGAT-ZAPFEN essen. Letztlich ist jeder einzelne meiner Sätze eine ad-absurdum-Führung des Neocommü-Quatschs.

    Der wesentliche Vorwurf in neos Beitrag ist ja im Prinzip der der Resignation (und der, ich sei niemals aus „der linken Szene“ herausgekommen, was nie mein Bestreben war, da ich dort – im Gegensatz zu neo, dem man seine dort erworbenen Schäden immer noch anmerkt – niemals drin war; seine dazu angebrachten Auslassungen zu einzelnen historischen Situationen sind schlichter Emanzipations-Idealismus, also Anarcho-Dreck) – und dazu kann ich nur sagen: Jo, stimmt, trifft absolut zu, ich bin resigniert, aber, um eine Wendung Goethes aufzunehmen, im Sinne der „Fröhlichen Resignation“, ein vormoderner Begriff für: Stalinismus, der Produkt synthetisch-dialektischer Reflexion ist insoweit, als nämlich sein Resignations-Bestandteil den der Fröhlichkeit in weiten Teilen seiner Karnevalismus-Affinität aufhebt und wiederum der Begriff der Fröhlichkeit auch nur das produktive, nicht das negierende, reaktionäre Element der Resignation stehen lässt; die beiden im üblichen Sinne der Worte gebrauchten Definitionen von Fröhlichkeit und Resignation kürzen sich also fast komplett weg, übrig bleibt ein Rest, der da heisst: Vernunft. Umfassend zu erklären, was der wiederum bedeutet, diese Arbeit kann doch im Ernst niemand von mir verlangen. Somit bleibt Deine und neos Unzufriedenheit bestehen, weil Ihr von Vernunft nichts hören wollt.

  80. 80 eumel 07. November 2012 um 13:21 Uhr

    Erinnerung: 95. Jahrestag der Oktoberrevolution. Auf ein Neues!

  81. 81 eumel 25. November 2012 um 6:21 Uhr

    Zu Punkt 8:
    Lenins Prämisse: “Eine Revolution taugt nur dann etwas, wenn sie sich zu verteidigen versteht.” bleibt dem begriffslosen Poebel natuerlich fremd. Die notwendige Wehrhaftigkeit der Oktoberrevolution wird gerne als Massenmord oder aehnliches diffamiert, wohlwissend das 1918 schon wieder Sense gewesen waere wenn man sich nicht der Menschewiki erwehrt haette.

  82. 82 Mütterchen Reform 23. August 2013 um 18:00 Uhr

    Lyzis!

    Ich habe beim Genossen Wertmüller nachgefragt und er dementiert. Sollte man hier auf einen Agenten hereingefallen sein?

  83. 83 Väterchen Administrator 24. August 2013 um 19:08 Uhr

    Seeliger fragt bei Wertmüller wegen dessen hiesiger Ehrbeschmutzung nach. Knaller.

    Lyzis‘ Welt: bringt seit 2008 linksliberale Demokraten aller Verblödungsstufen zusammen.

    Die Vereinte Deutsche Linke ist keine Utopie mehr, wenn Seeliger den Wertmüller „Genossen“ nennt und beide gemeinsam besorgt sind, was Lyzis wieder fürn Schindluder treibt. Traurig, aber wahr.

    Sterbengehen 2.0 please.

  84. 84 Väterchen Administrator 16. Oktober 2013 um 14:36 Uhr

    (5.)

    „das zigfache und weltweite Eingreifen der kapitalistischen Geheimdienste BND und CIA gegen kommunistische Organisationen und sozialistische Regierungen sowie viele weitere antikommunistische Schweinereien…“

    Ab und zu kommt darüber sogar mal was im Fernsehen, gestern z.B. Aber dann natürlich um 23.30 auf arte, damit’s auch nur ja niemand sieht.

    „DIENSTBEREIT – Nazis und Faschisten im Auftrag der CIA

    Erstausstrahlung am Dienstag, 15.10. um 23:35 Uhr

    Während des Kalten Krieges rekrutierte die CIA zahlreiche ehemalige Nazigrößen und italienische Faschisten als Agenten für ihre weltweiten Operationen gegen den Kommunismus. Anhand jüngst freigegebener Akten skizziert der Dokumentarfilm zum ersten Mal ein weltumspannendes Netzwerk, das weit in die Machtstruktur der BRD reichte.“

    http://www.arte.tv/guide/de/048058-000/dienstbereit

  85. 85 Alter Nihilist 07. November 2013 um 17:19 Uhr

    Lesetip: Losurdo, Stalin.

  86. 86 Genossin Seliger 02. September 2014 um 10:28 Uhr

    Lyzis!

    Buchtrolle und Blogger!

    Der Zeitpunkt ist gekommen, ich lese das jetzt. Dagegen ist dieses Blog ein billiger Abklatsch, geistiger Müll, der die Kopfarbeiterinnen und Kopfarbeiter nur in den Irrsinn führt. Das Internet wird abgeschaltet werden und die Massen werden sich erheben, um solche wie Lyzis zu erwürgen! Dieses Blog wird zur Rechenschaft gezogen werden, denn es ist ein billiger Abklatsch, der sich der Sprache des Genossen Stalin anbiedert.

    Bald wird die Zeit kommen, in der die Ablenkung, die hier viele Jahre stattgefunden hat, zur Sprache gebracht wird. Konsequenzen werden folgen, dies ist gewiss.

  87. 87 Väterchen Administrator 02. September 2014 um 18:37 Uhr

    Gut zu hören, dass jetzt auch endlich der Klassenfeind in den Klassenkampf tritt. Die Angebote waren ja zahlreich. Und Ihnen persönlich, Frau Seeliger, wo Sie schon beim erwürgen sind, wünsche ich – neben einem besseren Drogendealer – vor allem, dass ein paar der Zwangsprostitutionsopfer Ihrer rot-grünen Puffgesetzgebung mal bei Ihnen vor der Türe aufkreuzen und das mit dem Klassenkampf ernst nehmen.

  88. 88 PKI 27. September 2016 um 14:47 Uhr

    Was man durch Zufall alles (leider) erst sehr spaet im Web finder.
    Wohl seit langem das ehrlichste Selbstverstaendnis gelesen…

    PS: An die Klugscheisser hier; der Coup d‘etat des Militaers in Indonesien hatte seinen Anfang zwar 1965, deshalb auch die spaetere Propagandabezeichnung „Bewegung des 30. September“, aber das eigentliche Ende mit 3,5 Mio. Toten (indon. Schaetzungen gehen von 4 bis mehr Mio. Toten aus) war bis in den europaeischen Sommermonaten 1966 abgeschlossen. Insofern ist die Jahreszahl 1966 nicht falsch. Wenn mans genau auf die Goldwaage legen will, haette man 1965/66 schreiben sollen/ koennen.

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