Vorläufige Lösung des Arschlochproblems: Nazis bitte draußen bleiben!

„Seit 1961 wurde der Schriftsteller von der Stasi überwacht, nachdem er sich für den DDR-Schriftsteller Uwe Johnson eingesetzt und den Bau der Berliner Mauer in einem offenen Brief verurteilt hatte.“ (Wikipedia über Günter Grass)

Der Staat Israel hat heute den deutschen Ex-Waffen-SS-Nazi, Judenkritiker*, Holocaustrelativierer, Geschichtsklitterer und antikommunistischen Russenfresser Günter Grass zur persona non grata erklärt und ihm Einreiseverbot erteilt. Grass, der seit Jahrzehnten in dem Wahn lebt, er sei ein Dichter, hatte innerhalb seiner großangelegten Revanchismus-Kampagne mittels eines schlecht geschriebenen postmodernen Hetzgedichts die endgültige Ausrottung aller Juden als durchaus friedensfördernd und überhaupt recht angemessen impliziert und sich dabei mit den niederträchtigen Interessen des faschistischen Gottesstaatsregimes Iran, von dessen obersten Friedens-Gangstern er inzwischen natürlich Lob und Zustimmung erhielt, gemein gemacht, wie es nunmal in der Tradition sozialdemokratischer deutscher Literatenhetzer liegt.

In Deutschland wird derweil über den revisionistischen Nobelpreis-Autor und seinen unzureichend lyrisch verkleideten Ressentimentausfluss „kontrovers diskutiert“, statt dass man diesen verblödeten Altnazi (am besten gleich zusammen mit Martin Walser) in Ermangelung eines Gulags zumindest schleunigst in die nächstschlechte geschlossene Gerontopsychiatrie einweisen lässt. Vor allem die 88 übrig gebliebenen Friedensfreunde der deutschen Ostermarschbewegung bekundeten ihre Solidarität mit Grass.

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„Wir mögen Deutschland sehr.“ (Mahmud Ahmadinejad, Holocaustleugner und Osterhase)

Man kennt das ja bereits: Wenn es um Juden, den Zweiten Weltkrieg oder die DDR geht, werden die Deutschen, die sich doch sonst gar nicht genug ihrer Plattheit und Einseitigkeit erfreuen können, plötzlich „differenziert“: „man“ müsse doch „ENDLICH“ auch mal, erst recht als Deutscher „sagen können“, dass der Jude „unser“ Unglück und an allem Schuld sei, auch die Palästinenser hätten ja ihre Menschenrechte, auch die Sowjets hätten Kriegsverbrechen begangen, nicht zu vergessen dabei: das arme Dresden, die armen Vertriebenen etc. Immerhin erhält der deutsche Differenzierungs-Mob – dessen akademische Flanken übrigens nicht bloß Anhang, sondern konstitutiver Bestandteil sind – nun pünktlich zu Ostern das großzügige Geschenk, sich wieder einmal kollektiv als das frisch wiederauferstandene Volk der tabulosen, unbedingten Wahrheitssager empfinden zu können – ganz in jener romantischen Linie, welche einst auch Hitler und Goebbels dazu befähigte, ihren Propagandadreck ernsthaft als Friedensreden zu bezeichnen, denn auch die Nazis wollten natürlich nur Frieden, und Frieden ist für Deutsche nunmal, das sieht man an der aktuellen Causa Grass, wenn der Jud‘ und der Russ‘ und der Kommunist endlich Ruh‘ geben und im Grabe liegen.

Das Einreiseverbot ist natürlich von Seiten der Weltvernunft sehr zu begrüßen, gibt es damit in diesen dunklen Zeiten der Totalherrschaft der Dummheit doch zumindest einen Funken Hoffnung, dass noch irgendwo eine Regierung existiert, die der Vernunft nicht abhold ist und einen verlässlichen und wirkungsvollen Antifaschismus praktiziert. Sicher, es mindert die Anzahl der Nazis nicht, wenn man sie draußen lässt, aber es ist doch ein angenehmes Zeichen von staatlicher Sittlichkeit, wenn man die Regierungsmacht dazu nutzt, jene nicht auch noch unter sich verweilen lassen zu müssen (vgl. auch die analogen antifaschistischen Fälle der Biermann-Ausweisung durch die SED, der gesicherten Westgrenze der DDR, sowie des israelischen Schutzwalls gegen den vernichtungsantisemitischen Terror der Palästinenser).

Da ich als Stalinist und prinzipieller Staats-Fan ja ohnehin schon jedwedes Potential einer Kredibilität beim hiesigen linken Mob verspielt habe, wollte ich hiermit nur nochmal, ohne irgendeinen Anflug von Solidarität oder Kritik mit oder von wasauchimmer meine aufrichtige Freude über diese Entscheidung des israelischen Innenministeriums kundtun.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

______________
*Von ordinären Kapitalismusgegnern und ihrer „Kapitalismuskritik“ (wie z.B. der des „GegenStandpunkt“) weiss man ja, worauf „Kritik“ hinauswill: Abschaffung. Was sie in Bezug auf den Kapitalismus schon offen aussprechen, trauen sie sich beim Judentum („Israelkritik“) – noch – nicht. Dafür braucht es schon einen rotbraunen Querfrontler wie Werner Pirker, der nun wieder einmal – im Rahmen der allseits beliebten deutschen Spezialität, aus Opfern Tätern und aus Tätern Opfer zu machen – den Juden die Planung eines Holocausts vorwirft, wo sie es doch lediglich gewagt haben, die Selbstverständlichkeit zu erwähnen, sich gegen dessen geplante Zweitauflage eventuell entsprechend erwehren zu wollen.

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15 Antworten auf “Vorläufige Lösung des Arschlochproblems: Nazis bitte draußen bleiben!”


  1. 1 maxlrainer 09. April 2012 um 21:50 Uhr

    Ob´s moralisch oder sexuell was bringt oder nicht: meine Aufmerksamkeit haben Sie gerne!
    (Und Dank für Ihren Rotz, der noch alles hochmögende Geblubber des Presswesens zum Thema in den verdienten Schatten stellt)

  2. 2 Herr Hirschfeld 11. April 2012 um 18:54 Uhr

    Die SZ (ob das nur zufällig die politisch korrekte Schreibweise der von chronischer Kinderkrankheit befallenen Antirevolutionäre für „SS“ ist?), Organ des geläuterten Antisemitismus, druckt wieder Grass, der in seinem „Gedicht“ versäumte, den Sozialismus angemessen anzuspeien, damit er endlich den Rest dessen sagen kann, was noch gesagt werden muß, wenn der Schrank ganz ohne Tassen herumsteht.

  3. 3 Vic 11. April 2012 um 22:41 Uhr

    ZEIT-ONLINE fordert Diskussion und Argumente. Demnächst ist Israel nicht nur für Altersdemenz und Vergewaltigung der deutschen Sprache verantwortlich, sondern auch für Erdbeben, aggressive Wildtiere und schlechtes Wetter.

  4. 4 Koschka 12. April 2012 um 11:56 Uhr

    Die Friedensengel der Ostermaschierer haben wohl vergessen, dass der GraSS die Bombardierung Jugoslawiens durch Teilnahme Deutschlands befürwortet hat. Wie kann man jetzt für ihn sein? Nur weil er jetzt gegen Israel ist? Das Land Israel hat eine Atombombe, und nun? Diese dient zur Abschreckung gegenüber Iran, dessen Präsident immer verlauten lässt, dass man die Juden auslöschen will. Dazu noch ein Präsident der sich nicht scheut, mit Holocaustleugnern wie zum Bsp. mit dem deutschen NPD-Mitglied Mahler und anderes Gesochse antisemitische Reden zu schwingen.

    (Nur, dass Du Dich nicht wunderst, wo Deine 17 Fehler geblieben sind, Koschka: die hab ich alle der Lesbarkeit halber korrigiert. Nur das Wörtchen „Gesochse“, das wohl für Gesocks stehen soll, fand ich dann doch zu drollig – die Produktion von Neologismen (und sollten sie auch bloß der Legasthenie entsprungen sein), fördere ich ja immer gerne; LW)

  5. 5 simsa 13. April 2012 um 18:37 Uhr

    Ohje, was gehtn hier auf einmal für ne Hippiescheiße ab?

  6. 6 stefan 13. April 2012 um 22:19 Uhr

    Wenn ich der GegenStandpunkt wäre, würde ich natürlich sofort fragen, was denn wo geschrieben steht, das auf einen (noch) nicht ausgesprochenen Wunsch nach Abschaffung des Judentums schließen lässt.

  7. 7 Gehirnschnecke 24. April 2012 um 7:54 Uhr

    Immerhin dehnt sich der deutsche Irrsinn mittwlerweile auch auf Indien aus. Indienkritik! Endlich ist Israel nicht mehr alleine. Soll ich das jetzt als Fortschritt begreifen?

  8. 8 Frei und Libetär 16. Juni 2012 um 21:17 Uhr

    Du bist doch voll der Stalinist!

  9. 9 maxlrainer 17. Juni 2012 um 22:56 Uhr

    Oha, Anarcho kann lesen! Paß bloß auf, daß nicht auch noch ein Gedanke hängenbleibt, sonst nimmst du noch Schaden an deiner Identität, wo Redundanz und LRS doch so schön passen!

  10. 10 Väterchen Administrator 06. Oktober 2012 um 18:15 Uhr

    Neues von SS-Günni:

    „In seinem Band Eintagsfliegen, der an diesem Wochenende in die deutschen Buchhandlungen kommt, würdigt Grass in einem Gedicht Mordechai Vanunu. Der israelische Atomtechniker hatte in den 80er-Jahren das geheime Atomprogramm des Landes ausgeplaudert und wurde dafür mit 18 Jahren Haft bestraft. Der Spion lebt derzeit unter Hausarrest, es ist ihm untersagt, Israel zu verlassen. Grass nennt ihn einen »Helden unserer Tage« und verklärt ihn zum Vorbild.“

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14120

  11. 11 Alter Nihilist 22. Oktober 2012 um 12:09 Uhr
  12. 12 Väterchen Administrator 24. Oktober 2012 um 22:31 Uhr

    Zutreffendes von Klaus Bittermann über Grass: http://www.freie-radios.net/47702

  13. 13 Alter Nihilist 06. November 2012 um 17:39 Uhr

    »Dem lege ich mein ›Nein‹ vor die Schwelle.«

  14. 14 der Klassensprecher von 1984 07. November 2012 um 16:25 Uhr

    Ad Bittermann:
    Da lohnt es sich doch, auch dies mal wieder zu lesen:
    http://www.nadir.org/nadir/archiv/PolitischeStroemungen/geisterfahrer/node27.html

  15. 15 freshundumbenannt 22. April 2015 um 12:06 Uhr

    „Der Antisemitismus ist eine Gefahr für die Werktätigen, denn er ist ein Irrweg, der sie vom rechten Wege abbringt und sie in den Dschungel führt. Darum sind die Kommunisten als konsequente Internationalisten unversöhnliche und geschworene Feinde des Antisemitismus.

    In der UdSSR wird der Antisemitismus als eine der Sowjetordnung zutiefst feindliche Erscheinung vom Gesetz aufs strengste verfolgt. Aktive Antisemiten werden nach den Gesetzen der UdSSR mit dem Tode bestraft.“ ~ Josef

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