Archiv für Juli 2020

Buchpremiere: „Hegel to go“

Am Sonntag, 2. August 2020 stelle ich im Ori in Berlin das von Dietmar Dath und mir herausgegebene Bändchen „Hegel to go“ vor, bei der ich ein Kapitel zu Hegel aus meinem später im Jahr erscheinenden neuen Buch lesen werde.

Die Lesung soll eine Unterstützung für das Ori sein, das wegen der Corona-Maßnahmen lange Zeit keine Einnahmen hatte und eure Hilfe gut gebrauchen kann. Gerne diskutiere ich im Anschluss mit dem gebotenen Abstand auch noch mit schönen Seelen, die nichts besseres zu tun haben über ihre ganz persönlichen Ansichten zur Realität, Drogen, Infektionskrankheiten, Rassismus, illegalen Raves, Dialektik, Moral, Facebook, Satire, Kommunismus oder diskordische Hirnschäden im Endstadium und gebe z.B. kontroverse Antworten zu brennenden Fragen der architektonischen Umgestaltung Berlins.

Die Veranstaltung bei Facebook: https://www.facebook.com/events/299508894578737/

In den nächsten Monaten werden dann auch die noch ausstehenden Lesungen zum Kommunismus-Buch nachgeholt.

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Hegel to go

Umso schlimmer für die Wirklichkeit: das von Dietmar Dath und mir herausgegebene Zitate-Büchlein „Hegel to go – Vernünftige Zitate“ ist dieser Tage im Verlag Neues Leben erschienen und kostet 7€.

Das Buch kann normal über den Handel gekauft oder von mir signiert direkt hier bestellt werden, und im Wochenblatt „Der Freitag“ gibt es einen Vorabdruck.

Außerdem wird es am Sonntag, den 2. August im Berliner ORi eine Lesung zum Buch geben.

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Zur Heruntergekommenheit des Satire-Begriffs

Früher behalf man sich des Mittels der Satire, um auf augenzwinkernde, unernste Weise auszudrücken, was man aber ernst meinte. Heute drückt man ernst aus, was man gar nicht so gemeint hat.
Die meisten Satirker wissen heute selber nicht mehr, warum sie überhaupt Satire machen und welche Funktion diese haben könnte außer der Verteidigung einer Rudel-Ehre mittels bloßer Schmunzeleien gegen irgendein Feindbild. Wenn aber der Humor zur Biederkeit der Ironie degeneriert ist, müssen wir jetzt den Ernst zum neuen Humor machen. Satire is over.
Auch wäre es an der Zeit, sich einmal damit abzufinden, dass diese Welt voll von satirischen Existenzen ist. Die Realität ist satirischer, als es Satire je sein könnte. So kann jeder Zeitungsartikel als Satire gelten, wenn sein Urheber nur noch ein satirisches Verhältnis zur Welt und sich selbst hat. Das Problem ist nicht der Satiremüll, sondern eine Gesellschaft, die satirische Existenzen hervorbringt. Die satirische Existenz, das ist der zeitgemäße Opportunismus. Wer heute linke „Satire“ macht, kann dann morgen schon Ernsthaftigkeits-Clown bei Springer sein.

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