Neues Buch: Hass von oben, Hass von unten

Mein neues Buch erscheint am 17 Februar. Wer es vorab bei mir bestellen will, kann das hier tun.

Marlon Grohn
Hass von oben, Hass von unten
Klassenkampf im Internet
174 Seiten
Das Neue Berlin
12,– €

hassbuchcover

Wo Höflichkeit als einzige Maxime gilt und »Netiquette« die liberale Öffentlichkeit bestimmt, wird jede Form von erbittertem, also: entschlossenem Kampf gegen die Zustände als »Hass« verunglimpft. Proletarische Kampfformen werden mit rechtsradikaler Hetze gleichgesetzt, weil Liberale keinen belastbaren Begriff von Faschismus mehr haben. Die Debatte, die sich um den Hass im Netz entfacht, bezeugt, auf welcher Seite sich nicht nur Liberale, sondern auch große Teile der Linken tatsächlich befinden, wenn sie den Kampf gegen das Symptom Hass als wichtiger erachten als den gegen die Verhältnisse, die seine Ursache sind.

Die vielbeklagten Phänomene Hass und Verrohung sind Teil des traditionellen Pöbel-Problems: Vor 200 Jahren machte man Goethe-Bücher für Selbstmorde verantwortlich, nach 1990 sollten »Ballerspiele« und Heavy Metal an der »Verrohung der Jugend« schuld sein, an Hass, Gewalt, Amok- läufen, Attentaten, Terror und sonstigem angeblichem Sittenverfall. Heute ist es der »Netz-Hass«: Was dem Rechten sein Drogendealer im Park, dessen Beseitigung ihm der letzte Schritt auf dem Marsch in die heile freie Welt ist, sind den Linksliberalen ihre Hassenden und Trolle im Netz. Die nähere Untersuchung zeigt: Da werden bloße Symptome zur Bedrohung für Gesellschaft, Freiheit, Frieden zurechtfetischisiert. Was aber ist schon der Hass gegen die Gesellschaft im Vergleich zur Gesellschaft, die den Hass hervorbringt? Was ist das Beleidigen eines Springer-Redakteurs gegen die Beleidigung, die Springer für die Menschheit bedeutet?

Erscheint 17. Februar 2021

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