Archiv der Kategorie 'Falsche Praxis'

Elend des Ironischen

Das ND bringt in seiner heutigen Wochenend-Ausgabe einen Artikel von mir zum Elend der Ironie:
Die Tyrannei des Unernsten – Der Ironiker ist der Wiederkäuer des Status quo

„Ironie ist die Unfähigkeit zum Austausch mit der Welt unterm Deckmantel der Kommunikation und ist deshalb in ihren primitivsten Formen einfach das Mahnmal von gelungener Selbstverblödung.“

zeroironie

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Social Media Menschen

Goethe wäre wohl, zumindest wenn man Hacks („Unter den Medien schweigen die Musen“, 1989/90) in seinem Urteil folgte, einem Medium wie Facebook ziemlich gewogen gewesen: er hätte es betrachtet als eine Art Einrichtung zur Förderung von Talenten, also solcher Unfähiger, nach denen der Markt verlangt. Dieses Medium eignet sich hervorragend für die heutigen Gottlieb Hillers. Hier sind sie beiseite geschafft und damit an ihrem Platze, der Bubble. Diese können sie hier ein Leben lang als Öffentlichkeit missverstehen und müssen sich über nichts mehr wundern. Die Wirklichkeit brauchen sie so nur noch als Außenwelt wahrnehmen, die sich qua falscher Meinungen für ihren Verein der richtig Meinenden disqualifiziert hat. Hier ist es ihnen gestattet, ihren inneren Konflikt, den der Unfähigkeit zur Entscheidung zwischen Ernst und Spiel, als einen politischen auszugeben. Hier können sie immer am „Puls der Zeit“ sein, nur halt ca. 2-5 Jahre später als die Irren auf Twitter. Bei Facebook ist ihnen erlaubt, ihr Nichtkönnen den noch minderbemittelteren Social-Media-Soziopathen als Besserwisser-Geste zu verkaufen. Nur in einem solchen Umfeld kann der Philologe als Geistesmensch erscheinen, der Stubenhocker als Revolutionär, der Feuilletonist als Denker und der Satiriker als Marxist. Niemand ist anwesend, vor dem einem noch irgend etwas peinlich sein kann, denn Lächerlichkeit verbindet sie alle und der Vernünftige hält sich heraus aus dem Vorwürfe-Pingpong und den digitalen Fahnen-Wedeleien, die hier als Diskussionen gelten.
Natürlich handelt sich es bei Usern um Kunden, und zwar um solche von Medien-Großkonzernen, die ihrer Kunden-Unzufriedenheit mit der Ware „soziales Netzwerk“ und ihren angeschlossenen Produkten (miteinander konkurrierende Zeitgeist-Figuren, Zeitungsartikel, Images, Ideologien, Empörungsformen usw) freien Lauf lassen. Es tummeln sich hier also nahezu ausschließlich passive Bewusstseine, Konsumenten, die ihre Konsum-Erfahrungen (von z.B. Filmen, Büchern, Philosophien) ins Netz posten und damit automatisch gegen den Produzenten gestellt sind. Sicherlich produziert man selbst ja auch etwas, wenn auch bloß Abfall. Der Sprachmüllberg will gefüttert werden und man tut solche Dienste gern und unentgeltlich.
„Nicht wenige glauben, der H. M. [Medienmensch] vergieße in seiner Werkstatt blutigen Schweiß, und sein Leben sei aber angefüllt mit Prunk und Herrlichkeit. Es verhält sich umgekehrt. Müßiggänger ist der H. M. nur als Künstler. Als Künstler ist er faul und überproduktiv, er erzeugt der Menge nach viel und das nach eigenem arbeitsscheuen Dünken. Als Mensch hingegen hat er mächtig zu tun. Er lebt dann nämlich das Leben eines hauptamtlichen Adabei. Sein gesamtes Privatleben ist ein Berufsleben: ein Leben für die Berichterstattung.“ (Hacks)
Goethe, sagt Hacks, kannte noch keine Medien, in denen Leute wie Hiller ihre Wirkungsstätte hätten finden können. Hacks aber kannte – zu seinem Glück – noch keine „sozialen Medien“, in denen diese zur Gänze in ihrem Element sind. Diese neuen Hillers also flechten ganz emsig ihre Vogelnester in den Kommentarspalten, „flechtend ersann ich meine nächste Kolumne“. Schon bald werden wir nichts mehr von ihnen hören. Aber das ist uns egal, denn wir hatten ihre Namen schon vorher vergessen.

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Zur Heruntergekommenheit des Satire-Begriffs

Früher behalf man sich des Mittels der Satire, um auf augenzwinkernde, unernste Weise auszudrücken, was man aber ernst meinte. Heute drückt man ernst aus, was man gar nicht so gemeint hat.
Die meisten Satirker wissen heute selber nicht mehr, warum sie überhaupt Satire machen und welche Funktion diese haben könnte außer der Verteidigung einer Rudel-Ehre mittels bloßer Schmunzeleien gegen irgendein Feindbild. Wenn aber der Humor zur Biederkeit der Ironie degeneriert ist, müssen wir jetzt den Ernst zum neuen Humor machen. Satire is over.
Auch wäre es an der Zeit, sich einmal damit abzufinden, dass diese Welt voll von satirischen Existenzen ist. Die Realität ist satirischer, als es Satire je sein könnte. So kann jeder Zeitungsartikel als Satire gelten, wenn sein Urheber nur noch ein satirisches Verhältnis zur Welt und sich selbst hat. Das Problem ist nicht der Satiremüll, sondern eine Gesellschaft, die satirische Existenzen hervorbringt. Die satirische Existenz, das ist der zeitgemäße Opportunismus. Wer heute linke „Satire“ macht, kann dann morgen schon Ernsthaftigkeits-Clown bei Springer sein.

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Free Deniz & your mind won‘t follow

Der nun in der Bundesrepublik allseits von braven Bürgern, also von Jutta Ditfurth bis Erika Steinbach, vom Bahamas-Schreiber bis zur Bildzeitung, vom Antideutschen Autonomen Zentrum Neukölln bis zu Angela Merkel wegen seiner Inhaftierung bedauerte Deniz Yücel hat sich übrigens zu Zeiten seiner Tätigkeiten als Jungle-World- und taz-Redakteur mit diversen barbarischen Artikeln wie z.B. einer ressentimentgeladenen Hetzschrift gegen die DDR hervorgetan, um dann in Springers „Welt“ zur Lobeshymne auf den grünen Hartz4-Befürworter Volker Beck anzustimmen. Kein Wunder, dass der Springer-Konzern weiss, was er an diesem seiner Knechte hat, und sich daher nun genauso nachdrücklich mit ihm solidarisch erklärt, wie die Canaillen aus der (anti)deutschen Anarcho-Szene: Im Fall Yücel kennt man keine politischen Richtungen oder Parteien mehr, sondern nur noch Deutsche, die mit einem Deutschen (erst Recht einem deutschen Journalisten, denn wen jucken schon die paarhundert seit Jahren unschuldig inhaftierten Leute, die keine Journalisten sind) jederzeit solidarisch zu sein haben, egal was dieser so treibt.

(Der Inhalt der klassischen Massenmedien ist von Journalisten produziert und in nicht geringem Umfang vermittelt er deshalb eine Weltsicht, die vor allem auf das Wohl & die Rechtfertigung des eigenen Berufsstands konzentriert ist. Die Medien im Kapitalismus sind gleichzeitig der grösste Lobbyverband der journalistisch Tätigen, ein Werbeunternehmen in eigener Sache, dem die eigentlichen Gegenstände der Berichterstattung oftmals nur noch zur Dekoration dienen, das zeigt die nun seit Tagen anhaltende mediale Hysterie um den Untersuchungshäftling Yücel.)

Wenn Gremliza die taz als „Kinder-FAZ“ betitelt hat, schwang dabei immer etwas von der Erkenntnis mit, dass all die kleineren, linksliberadikalen Jugendblätter unterm Monopol der bürgerlichen Ideologie natürlich nur als Ausbildungs- also: Zurichtungs-Stätten für die Arbeit bei „richtigen Zeitungen“, also denen von Springer, fungieren. Der Jungjournalist wird dabei langsam aber stetig an den angeblich nunmal alternativlosen Zeitungsmacher-Alltag herangeführt, bis er sich dort zuhause fühlt und die ungeschriebenen Gesetze verinnerlicht hat; etwaige Radikalität wird damit in verfassunsgsfreundliche Bahnen gelenkt, der Autor zum Journalisten heruntergezähmt, die bürgerliche Medienherrschaft stabilisiert, die rechtsradikale Springerhetze legitimiert.

Immerhin hat Yücel nun für alle ersichtlich die Probe auf dieses Exempel gemacht, und dafür sollte man ihm dankbar sein, auch wenn er in einem sozialistischen Rechtsstaat sicherlich ebenso inhaftiert würde – dann aber mit korrekter Anklage: konterrevolutionäre Umtriebe.

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Donald Trump & deutsche Demokraten

Man merkt es den Empörten momentan einfach zu stark an, wie es sie stört, dass da mit Trump nun jemand US-Präsident ist, der die ganze Widerlichkeit und Hässlichkeit des „freien Westens“ und seiner bürgerlichen Gesellschaft auch noch mit dazu passender widerlicher und hässlicher Fratze repräsentiert.

So gerne hätten sie weiterhin eine Regenbogen-Einhornwelt voll Inklusion, Antirassismus und engagiertem liberalen Bürgerrechtlertum eines Obamas vorgespielt bekommen, mit dem sie sich heimlich oder offen identifizieren hätten können, um ihre sozialdemokratischen Ideale nicht über Bord werfen zu müssen.

So glücklich waren sie über Obama (der zwar Drohnenmorde, Kriege, Massen-Abschiebungen und die sonstigen üblichen Schweinereien ins Werk setzte, wie jeder andere US-Präsident zuvor) und seine objektive Funktion, dem ganzen kapitalistischen Grauen wenigstens die ernsthaft besorgte, aber zugleich auch streetworkerhaft coole, mit dem neusten Shit der nationalen Popkultur vertraute Charaktermaske zu verleihen, die das System so sehr benötigt, um von den politischen Inhalten abzulenken.

Schon deshalb ist ein ahnungsloser Proll und Polit-Hochstapler wie Trump als Präsident zu begrüßen, weil er zum bösen Spiel, ehrlich wie er ist, auch böse Miene macht. Am Spiel selber wird er nichts ändern – weder zum guten, noch wohl kaum zum sonderlich schlechteren. Aber das ist der deutschen Empörungs-(Quer-)Front egal, denn ihre Mitglieder wissen eh schon seit Monaten, dass Trump den Untergang des Abendlandes bedeutet und die deutschnationale Angela Merkel nun die „Führerin des freien Westens“ zu sein hat, um die deutsche Wirtschaft vor den Kraken-Armen Trumps gleichermaßen wie vor denen Putins zu retten. Das ist die doppelte Frontstellung des sich im Weiter-Erstarken befindlichen deutschen Imperialismus, dessen linksliberale Knechte von Sascha Lobo und Carolin Emcke bis hin zu „Bild“-Zeitung und „taz“ der herrschenden Klasse hierzulande eben wieder nur die gute Miene zum deutschen Spiel bereiten.

Es ist die unangenehme Art dieser Charaktermaske Trump, an der sich die Empörlinge, Warner, Mahner und Besorgten heute stören, nicht die Politik. Daran werden diese Heuchler beim Anblick Trumps erinnert, das bereitet ihnen die Bauchschmerzen, nicht irgendwelche Inhalte, auf die sie im großen und ganzen den Rest des Jahres eh pfeifen.

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Bunter statt brauner Nationalismus: „PEGIDA“ und ihre Kritiker

Viel wurde in den letzten Monaten in den bundesdeutschen, freien, überhaupt nicht lügenden, sondern ihre Ideologie mit bestem Wissen und Gewissen verbreitenden Medien über „PEGIDA“ einerseits und den Krieg im Osten der Ukraine andererseits gefaselt. Unbemerkt blieb dabei die Wesensgleichheit der deutschen Demonstranten und der Maidan-Proteste, mit denen vor einem Jahr die Konflikte in der Ukraine begonnen wurden.
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Deutsches Gedenken

Identifikation als Selbst-Entschuldung

„Das gegen ihn gespritzte Gift verwandelt der Kapitalismus sogleich und laufend in Rauschgift und genießt dieses.“ (Bertolt Brecht im Jahre 1929)

Mit dem vorgestrigen 69. Jahrestag der von Stalin (die linken antikommunistischen Grüppchen, die diese Woche wieder fleißig plakatiert oder demonstriert haben, werden nicht gern daran erinnert, dass dieser es war, deshalb übernehm‘ ich das hiermit mal eben) und der Roten Armee bewerkstelligten Beendigung des Mordens im Konzentrationslager Auschwitz wurde wieder einer jener Tage begangen, an welchem die (links-)deutsche Rotte (die damals zu ihrem Großteil freilich problemlos mitgemordet hätte), sich Gratis-Empörung und moralische Unangreifbarkeit erpressen will, indem sie die Opfer des Nationalsozialismus für ihre niederträchtigen, falschen (und natürlich vor allem: anti-stalinistischen, anarchistischen) Interessen instrumentalisiert und mit den abgedroschensten Aufrufs-Sentenzen wie der daherkommen, nicht etwa die Gesellschaft, sondern die guten alten „Menschen“ seien dahingehend zu verändern, dass „ihr Denken und Handeln so einzurichten“ wäre, „dass Auschwitz sich nicht wiederhole, nichts ähnliches geschehe” – auch noch als von Hitler aufgezwungener neuer „kategorischer Imperativ“ (Adorno, Negative Dialektik, Ffm. 1966, S. 365) –, wo doch gerade diese elende Praxis ohnmächtiger, demonstrierender, an akuter lebenslanger Empöritis leidender Ich-loser Massenmedienaufmerksamkeits-Parasiten eben an der Errichtung der gegenteiligen gesellschaftlichen Grundlagen mitarbeitet, indem sie den immer noch latent faschistischen deutschen Mob mit ihren Demo-Parölchen in eben jenen Strukturen belassen, welche die Formierung zur aktiven Pogrom-Bande schon impliziert (was man z.B. anhand der diversen linken Ressentiments und Mord-Wünsche gegen im großen und ganzen völlig unschuldige und in Wahrheit nunmal eine für alle unverzichtbare Drecksarbeit zu wenigstens einem Rest von Zivilisationswahrung übernehmende, ständig für einen Grottenlohn ihr Leben riskierende, proletarische Staatsbeamtete aka. „Bullen“ (gern auch von allerlei angeblich achso marxistischen Sozialforschern und sonstigem Kritiker-Gesocks – also jenen Polizistenfeinden, die ein dermaßen geringes Abstraktionsvermögen besitzen, dass sie etwas wie eine Staatsmacht erst dann wahrnehmen, wenn sie in Form eines polizeilichen Knüppels vor ihren Hohlbirnen auftaucht – als „Staatsgewalt“ dämonisiert, wo doch jeder Fünftklässler schon weiß, dass in bürgerlichen Gesellschaften eine grundsätzliche Gewaltenteilung herrscht, in der die Polizei eben nur ein notwendiges und das mit Abstand harmloseste Glied ist) ersehen kann, die zur Zeit in Hamburg mit einigem medialen Klobürstenrevoltenberichterstattungsrotz ihre Kreise ziehen, mit freundlichster Unterstützung der alteingesessenen hansestädtischen Intellekt-Partisanen vom menschewistischen Pfuscher-Blatt „konkret“).

antifa_auschwitz_gedenken2014

Dieses Banner ist der adäquate Ausdruck deutscher („antifaschistischer“) Erinnerungspolitik im Jahre 2014: Man reklamiert im traditionell kolonialistischen Wahn das Gedenken an tote Juden für sich, während hingegen natürlich der einzige Schutz der noch lebenden Juden vor den deutschen Vernichtungsgelüsten, der israelische Staat, gleichzeitig abgelehnt, wo nicht gar bekämpft wird. War das deutsche Kollektiv als mordendes Volk noch nicht schlimm genug, so rehabilitiert es sich nun im Nachhinein einfach selbst – wie immer mit linker Schützenhilfe.

In der vernünftigen Haltung dessen, der dem „Ach, lass doch die armen dummen Kinder mal machen“– Zynismus eine konsequente Absage erteilt hat, ist also jenen anarchistisch-commünistischen Irren, die den Holocaust verharmlosen, indem sie meinen, man könne nach Auschwitz noch „den Opfern gedenken“, wo doch die Shoa gerade die Vernichtung auch der Möglichkeit des Gedenkens an einzelne Personen war, weil jede Individualität der Deportierten längst ausgelöscht und nur noch zu einer weiteren Kennziffer auf dem Riesenleichenberg degradiert wurde, und somit also auch denen, die mit traditioneller deutscher Gründlichkeit das jüdische BetroffenSEIN in Folge angewandter Geschichtsklitterung als verlogene BetroffenHEIT für SICH reklamieren und damit so tun, als wäre „das jüdische Schicksal“ von damals (das doch eben in Wahrheit der vernichtende und gesamtgesellschaftlich geplante, kalkulierte und durchgeführte Kulminationspunkt des deutschen Antisemitismus war) auch das deutsche von heute, hiermit nochmal mitzuteilen, dass IHR MÖCHTEGERN-OPFER NUR EIN EINZIGES RECHT HABT: NÄMLICH DAS, DIE FRESSE ZU HALTEN! Und zwar erst Recht, wenn ihre immer wieder geforderte Politik, nämlich die des antibolschewistischen Friedensgefasels, jegliche Möglichkeit von KZ-Befreiung (die ja ein zentrales Element des Stalinismus war) schon im Keim unmöglich gemacht hätte.

Die gesellschaftliche Gesamtverblödung bringt natürlich auch eine Verblödung der Verblödungsbekämpfung mit sich: Sich das himmlische Wolkenkukucksland wünschen, ohne je materialistische Kriterien gehabt zu haben, sich ein Land ohne Nazis ersehnen, ohne diese mit der Drohung durch Gulag und Kalaschnikow in Schach halten zu wollen, mit der „Solidarität“ mit Juden und ihren Befreiern kokettieren, ohne sich jemals die Hände schmutzig machen zu wollen – die Welt der Gesitteten und der Vernunft hat seit über 200 Jahren den Begriff der Politischen Romantik für solcherlei Bullshit. Es wäre jener wiederum sehr Recht, wenn sie in Bälde davon zu sprechen aufhören könnte, weil sich der Gegenstand dieses Begriffes erübrigt haben wird. Die Hoffnung darauf ist unberechtigt, also fast schon wieder selber romantisch; so muss die Bastion geschichtlicher Vernunft, der momentan unaufgeweckt vor sich hin dämmernde Weltkommunismus, seine Weise des Gedenkens fortführen und sich entsprechend zu bewaffnen wissen, in der weisen Voraussicht, dass man ihr bei der nächsten Welt-Schlacht weder helfen noch gedenken wird.

Kurze Zusammenfassung der obigen Sätze für Analphabeten: Leid der Ermordeten und Leistung der Sowjets für eigene Anarcho-Scheisse missbrauchen: nix gut. Klappe zu, nichtsnutziges Gelumpe!

Dieser Text ist eine stark gekürzte Version des Kapitels „Identifikation als Selbst-Entschuldung“ aus dem Buch „Weltgeist im Waffengang – Stalinistische Aufklärung Band I“, das voraussichtlich im Frühjahr 2093 im Meiner Verlag erscheinen wird.

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Vorläufige Lösung des Arschlochproblems: Nazis bitte draußen bleiben!

„Seit 1961 wurde der Schriftsteller von der Stasi überwacht, nachdem er sich für den DDR-Schriftsteller Uwe Johnson eingesetzt und den Bau der Berliner Mauer in einem offenen Brief verurteilt hatte.“ (Wikipedia über Günter Grass)

Der Staat Israel hat heute den deutschen Ex-Waffen-SS-Nazi, Judenkritiker*, Holocaustrelativierer, Geschichtsklitterer und antikommunistischen Russenfresser Günter Grass zur persona non grata erklärt und ihm Einreiseverbot erteilt. Grass, der seit Jahrzehnten in dem Wahn lebt, er sei ein Dichter, hatte innerhalb seiner großangelegten Revanchismus-Kampagne mittels eines schlecht geschriebenen postmodernen Hetzgedichts die endgültige Ausrottung aller Juden als durchaus friedensfördernd und überhaupt recht angemessen impliziert und sich dabei mit den niederträchtigen Interessen des faschistischen Gottesstaatsregimes Iran, von dessen obersten Friedens-Gangstern er inzwischen natürlich Lob und Zustimmung erhielt, gemein gemacht, wie es nunmal in der Tradition sozialdemokratischer deutscher Literatenhetzer liegt. (mehr…)

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