Archiv der Kategorie 'Horror'

Spielzeug des Jahres: Homer in der Hölle

Spielzeuge sind dann gut, wahr oder schön, wenn sie etwas Gutes, Wahres oder Schönes nicht nur repräsentieren oder symbolisieren, sondern einen zuvor fiktionalen Zusammenhang als Gebrauchsprodukt materialisieren und also benutzbar, spielbar, persönlich nachvollziehbar und erfahrbar machen, was vorher nur Kunst war (und eben nicht Waldorfschulen-Holzspielzeug-like die sowieso nicht vorhandene „Phantasie“ und „Kreativität“ des Kindes wecken). Der Großteil der Futurama- und Simpsons-Figuren – man denke nur an den legendären „Glow-in-the-dark-Homer“, der alle Anti-Atomkraft-Jammerdemonstrations-Spinnereien der letzten vier Jahrzehnte auf coolste materialistische Weise ad absurdum führt – sind daher Spielzeug im nachdrücklichen Sinne; nämlich solches, das für Kinder wie Erwachsene gleichsam unterhaltsam, sinnvoll und erbaulich ist.

Im Gegensatz zum kinderverblödenden Erziehungsunfallprodukte produzierenden Mega-Schund von „Barbie“ über „Spongebob“ bis hin zum notorisch jedes Jahr in im voraus kalkulierten Aufmerksamkeitssalven über die Menschheit kommenden Disney-Müll, haben die Simpsons nämlich sowas altmodisch-lächerliches, ja fast schon bemitleidenswert klassisches wie eine BEDEUTUNG – denn es geht bei ihnen nicht nur um „etwas“ (also meistens irgendeinen semi-sozialen Liebes- oder Beziehungsdreck), das dann mit schlimmstem rosa Kleinkinderkitsch „nachgespielt“ zu werden hat, sondern immer wider aufs Neue UM ALLES. Wer sich z.B. – auch noch ausgerechnet bei Burger King – eine Albernheiten krächzende Krusty-Figur kauft, erwirbt damit nicht einfach bloß ein gewöhnliches Spielzeug, sondern katapultiert sich als Inhaber automatisch in den universalistischen, durch Liebe zur globalen medialen Ausbreitung von Wahrheit geprägten Groening-Kosmos. Er wird selber zu Bart, Milhouse oder Nelson – und somit zu einer Figur von Matt Groening-, wird also Teil des Fleisch gewordenen Weltgeists, zumal ja z.B. der Fips-Asmussige Fernseh-Moderator und Mittelmaß-Comedian Krusty der Clown im Serienzusammenhang selber sowohl Puppe/ Figur/ Sammelobjekt/ Fiktion, als auch Realperson ist. Kapiert? Nein? War klar. Egal.

Wer die entsprechende geniale Treehouse of Horror-Folge kennt, in der Homer es so vorbildlich schafft, den dort zu foltern meinenden niedlichen blauen Teufel so dermaßen blöd aus der Wäsche gucken zu lassen, weil jener nach jeder Donut-Wagenladung immer wieder bloß „More!“ stammelt, wird wissen, warum ich hiermit das Spielzeug des Jahres küre: Den in der Hölle alle Donuts der Welt fressen müssenden, überfetteten Homer Simpson inklusive Maul-Öffnungs- und Donut-Reinschub-Vorrichtung sowie Satan persönlich aus Plastik.

Es wäre durchaus möglich, dass Homer sich in einer Folge dieses Spielzeug selber ins Wohnzimmer stellt. Die Simpsons, sowie alle anderen Bürger Springfields, wissen um ihren Status als fiktionale Zeichentrickfiguren, sie kommen zu sich als Zeichentrick-Stars, sind aber gerade deshalb real und wirklicher als das degenerierte Zombiepack, das sich so gern als „Volk“, „Realität“ oder „Menschheit“ bezeichnet. Irgendwann, wenn dann das Simpsons-Universum vor lauter Überdeterminiertheit und Selbstreferenzialität endgültig implodiert, wirst auch du das endlich am eigenen Leibe spüren, Arschloch!

Hell is heaven – for Homer.

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Was gegen die Krise tun?

Selten soviel Unsinn gehört, wie zu Zeiten der aktuellen Weltwirtschaftskrise.
Stramme Blogsport-Commünisten sorgen sich auf einmal um den Fortbestand der monopolistischen Wirtschaftsordnung und der ihr angeschlossenen bourgeoisen Staatsapparatur, Maybritt Illner und andere Polit-Talkshowzombies wie Heiner Geißler wollen plötzlich den Sozialismus einführen, arme Irre wie Philipp Lenhard – seit Jahren ein Garant für schlechte Musik und noch schlechtere Texte – oder der emphatisch antikommunistische Marxologen-Oberdepp Michael Heinrich sehen ihr jämmerliches anarchistisches Heil weiterhin in komplett verblödeter Antistaats-Romantik und die herrschende Klasse ist entweder auffallend still oder deliriert sich in Tageszeitungsleitartikeln jegliche dereinst eventuell anstehende Gulag-Entlassungserlaubnis endgültig zunichte.

Ich kann diesen Stumpfsinn wirklich nicht mehr hören. Krisenanalyse hier, Krisenbewältigung da, Krise sozial-ökologisch ausdiskutieren dort, Krisenberichterstattung kritisieren in den linken Diskussionsanstalten um die Ecke, Krisenberichterstattungskritik kritisch kritisieren beim Kritikergipfel, Sorge um das Wohl der Ausbeuter allen Ortes.

Was also, als Kommunist, tun gegen die Krise?

Gar nichts. Null. Niente.
Einfach mal die Klappe halten und weiterhin die wunderbaren Stolen Babies hören, jedenfalls bloß nicht dummdreist in der Gegend rumhibbeln und „agitieren“. Die Krisen des Kapitals sind nicht die der Kommunisten, und mir geht’s als freischaffendem Arschlochvernichter wirtschaftlich weiterhin hervorragend – wie übrigens allen Leuten, die noch ein Quentchen Restvernunft im Schädel sitzen haben.

So what?
Zur Not wird’s eben mal wieder ein prima Weltkrieg tun. Den Kommunismus kümmert’s nicht, er kann dabei nur als Sieger hervorgehen.

Glaubt ihr nicht? Is so, war immer so, wird so bleiben.
Die Rote Armee wächst mit ihren Aufgaben.

PS: Ja Pathologisierungen, ja Stalin, ja Grausamkeiten.
Fresse.

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„HILF MIR MIT OPA!“

Nach einem langwierigen, quälenden, undemokratischen, stalinistischen Entscheidungsverfahren teilt das Horrorfilmbewertungskomitee heute mit: Es gibt keine Seligkeit* ohne Kettensägen.

Die Top 5 der „Lost in Hinterwäldlerhausen“-Horrorfilme (das ist jenes tolle, anti-romantische, bisweilen sogar klassische Horrorgenre, bei welchem man nie weiss, wer einem unsympathischer sein soll: die Täter oder die Opfer; und welches somit einen prima dialektischen Prozess des Täter-/ Opfer-Begriffs entfaltet, mit der finalen Synthese: Alle in einen Sack und mit der Stalinorgel draufhalten.)

1. Texas Chainsaw Massacre (Original, ungeschnitten)
2. Schlingensiefs „Das Deutsche Kettensägenmassaker“
3. Michael Bays Texas Chainsaw Massacre
4. Cabin Fever
5. Hostel 2

Hostel 1 und Wrong Turn 1 & 2 schaffen den Sprung in die Top 5 so gerade nicht, sind aber auch ganz knorke.

Ich wünsche noch ein gesegnetes, friedliches, erholsames Wochenende.

*“Seligkeit ist der völlig leid- und schuldlose Zustand immerwährender, vollendeter Glückserfüllung, von vielen Religionen als Sinn der Weltgeschichte erwartet. In der katholischen Glaubenslehre zunächst die Seligkeit Gottes im unendlichen Selbstbesitz seiner Seinsgüte; dann die Seligkeit des Menschen in der Gemeinschaft mit Gott durch gnadenhafte Teilhabe an seinem beseligenden Leben, der sogenannten visio beatifica. Nach evangelischer Auffassung die vollkommene Einheit mit Gottes Willen, die eigentliche Bestimmung des Menschen, sein Heil und seine Erlösung.“
(Wikipedia.de)

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Kulla – Zensierender Anarcho-Discord-Commünist

Anarchisten sind in ihrer die Regression einer das Chaos der Irrsinnigen und Debilen befürwortenden, wo nicht sogar erkämpfenden Haltung elendstes Protofaschistenpack, das ist nichts Neues. Der schlimmste Mob allerdings ist in Gestalt solcher Hornochsen anzutreffen, welche, wie der postheteronormativ-autonome Blogger, softcore-antideutsche Chaos-Computer-Club-Volksmusikant, LKW-Tramper (wahrscheinlich containert er auch noch) und GSP-jungle-worldianische space-communism-Vortragsredner Daniel Kulla, ihre anarchistische Dummheit, ihren Staatskritik-Fetisch, ihren wider jede bessere Erkenntnis beibehaltenen Trotz und ihre sonstige integrale Unbildung auch noch unterm Banner eines wie auch immer gemeinten „Kommunismus“ in den entsprechenden Sekten-Zeitungen und sonstigen halböffentlich-mafiösen Internetportalen zur Schau stellen (in solchen Kreisen bestimmt man keine Inhalte mehr und bildet auch keine Begriffe, das Bekenntnis zum „Kommunismus“, gerne auch in seiner antiautoritären, ohnmächtigen und also vollkommen aussichtslosen Variante des „Communismus“ oder „Linkssozialismus“ (Joachim Bruhn) ist reine Nachplapperei und fungiert lediglich als eine Art Banner, den man ausm Blogfenster raushängt, um von scheinbar Gleichgesinnten als ebenfalls cool, also auf dem jeweils aktuellsten Stand der politik-interessierten Subkultur-Barbarei stehend, erkannt zu werden. Größere Mühe muss man sich nicht geben, schließlich gilt man qua Teilhabe am Szenegewäsch schon automatisch als „kritisch“ und bekommt den Applaus von anderen Armleuchtern gratis).

Ist es für jeden gesitteten Menschen, der noch ein Körnchen Restvernunft aufzubringen gewillt war spätestens seit 1989 eine Pflicht, seinem pubertär-demokratischen Idealismus abzuschwören und endlich Mitglied in der stalinistischen, gebildeten Elite von Stand zu werden, so feiern Leute wie Kulla in Linksdeutschbloghausen noch immer die dämlichste Form der Unbildung: den Antistalinismus – um dann mit solchen elend reaktionären Parolen wie „Nein, nein, das ist nicht der Kommunismus“ über den wie bei Schwerstverbrechern zensierten Konterfeis Lenins, Stalins und Maos (allesamt, im Gegensatz zu Kulla und seinen Genossen würdige, vernünftige und für die Sache des Sozialismus tätige Leute) den poplinken, kleinbürgerlich-liberalen Postpunkpöbel für ihr „alternatives Politikmodell“ zu gewinnen trachten.

Offen für jede Scheisse, die irgendwie verschwörungsgeil, theoretisch, „intellektuell“ (haha), „klassenlos“ oder sonstwie postmodern verblödet daher kommt, ist jemand wie Kulla (der ja leider wirklich nur einer von sehr vielen Politdeppen, also letztlich legitimer Repräsentant des zur alternativen Dummheit dressierten Jungle-World-Leser-Volks ist) dann aber weder intellektuell noch von seinen Pöbelskills her in der Lage, auf meine diversen Einwürfe in seinem Blog einzugehen und knickte im dortigen Commentbereich gleich mehrere Male aufs erbärmlichste ein, wo er doch sonst gar nicht genug von „Argumenten“, „Austausch“ usw. faseln kann, der Kullibert. (Das Top-Argument war übrigens: „Vor Leuten wie dir habe ich Angst.“)

Dieser im Keller der kindischen Unvernunft pfeifende Spinner also, der immerhin nach Roger Behrens, Ivo Bozic, Stefan Grigat, Robert Anton Wilson, Gerhard Scheit, diesem Egotronic-Deppen und Gregor Gysi achtdümmste Mensch der Welt, löschte nun, nachdem er sich seines Elends gewahr wurde, einfach direkt und kommentarlos meinen Comment zu seinem wieder einmal mit den dümmsten antikommunistischen Widerlichkeiten und „Eigene-Leute“-Bestimmungsscheisse kokettierenden Blogeintrag namens „Schmerz vs. Helden“.

Mein Kommentar, welcher weise, anständig und wohlformuliert wie folgt lautete:

kullibert, dein debil-reaktionäres gefasel von „DEN EIGENEN (!) LEUTEN“ (die gehören quasi dir, ne?), die womöglich auch noch – gott bewahre! – die linkscommünistische volxküchengemeinschafts-scheisse ignorieren und bedrohen, weil sie bei eurer semi-massenpsychotischen denkdressur nicht mittun, ist schon wieder so verblödet, so dreist, so hirnlos, dass da selbst stalin machtlos gewesen wäre. der hat schließlich auch nicht alles richtig gemacht, sonst müsste sich der weltgeist heute nicht mit solchen canaillen wie dir rumplagen. (kein wunder also auch, dass der olifani-starblog-spast da über mir gleich meint, in dir ein ernsthaftes gegenüber gefunden zu haben und sich einreiht in den sekten-ringelpiez ohne anfassen.)

lern mal schreiben, lies hegel, oder mach mal irgendwas wenigstens ansatzweise zivilisiertes, du larmoyante hohlbirne!

Q.E.D.

Wer sowas löscht, sagt mehr über sich aus als all die anderen schlecht geschriebenen Soziologiestudenten-Müllhalden-Ausmistungs-Texte seines Blogs es vorgeben zu tun.
Da ists dann schnell vorbei mit der toleranten, offenen, linksliberalen Diskussionskultur und man fragt sich wirklich nur noch, ob solche Leute überhaupt jemals ein Gehirn besessen haben oder es doch nur durch mühsame Adorno-Lektüre und „Erfahrung“ langsam in sich zusammen gefault ist.

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