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Ökologisch, emanzipativ, verblödet: Jutta Ditfurth

Anlässlich des kürzlich begangenen sogenannten „Kongresses“ des jung-linksliberalen Kritik-Bündnisses „Ums Ganze“ und eines neuerlichen grotesk barbarischen Comedy-Auftritts Ditfurths in der ARD-Demokratendiskussions-Zombie-Sendung „Hart aber impotent“ zum Thema Adel möchte ich nochmal kurz auf ein Interview aufmerksam machen, das Arnold Schölzel mit Jutta Ditfurth leztztes Jahr geführt hat und mir damals schon den ganzen Tag komplett versaut hatte, denn dort faselte sich die ex-grüne Fortschrittsfeindin mal wieder ihr gesamtes Arsenal an marcuseanisch-menschewistischem Schwachsinn aus der Birne:

„Zwei Jahre vor der Weltwirtschaftskrise hat der Multimillardär Warren E. Buffet gesagt – und so offen kriegen wir es hier nie zu hören: »Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.« Mit der Weltwirtschaftskrise ist dieser Krieg in eine neue, härtere Phase getreten. Ergeben wir uns also oder wehren wir uns so klug wie möglich? Der Marxismus reicht weit über seine Entstehungszeit hinaus, er ist auch eine Art Kompaß für eine andere Gesellschaft, in ihm kann man den Kommunismus als »verwirklichten Humanismus« entdecken, jenseits aller Stalinismen.“

Aus 150 Jahren Idealismus nichts, aber auch kein Stück gelernt. Immer noch dem Mythos von „humanistischer“ Revolution und „Linkscommunismus“, womöglich in vom Pöbel („von unten“ sic!) selbst organisierten Räten ohne Partei und mit Blümchen gegen die militärischen und polizeilichen Hundertschaften des Kapitals. Es ist der ewige grün-trotzkistische Gesamt-Hippie, der aus ihr spricht. Tausende von „Wohnprojekt“-Gemeinschaften, Kinderläden und Reformhäuser, in denen dieser Dreck seit Jahrzehnten aus braun gekifften Deppenhirnen wirkungs- und sinnlos entweicht wie stinkende Jauche, Ditfurth ist sich auch weiterhin nicht zu schade, es zu verkünden.

Aber es kommt noch besser:

„Kein Mensch wird als Linker geboren.“

Wäre ja auch noch schöner, wenn jeder so dämlich wie Ditfurth wäre, und das schon von Geburt an. Schließlich braucht es einen jahrzehntelangen Degenerationsprozess, um sowas wie ein „Linker“ zu werden. Ditfurth, diese Anführerin der noch nicht vereinigten Hirnlosen aller Bundesländer, wagt es, ihrem Bewusstseinsstand gemäß durchaus konsequent, daraufhin trotzdem allen Ernstes, den Namen Marxens in den Mund zu nehmen, obwohl sie ihn nach eigener Aussage

„nicht so sehr gelesen“

hat, sondern eher

„Marcuse, Adorno, Bloch“

(Trotzki, Bakunin und Hitler darf man sich dazu denken) – natürlich fleissig und wissentlich, schließlich ist der Hauptfeind die DDR und „die Stalinismen“, die es gar nicht gibt; es gibt nur einen Stalinismus, und das ist der vom Weltgeist approbierte und genehmigte Weg in die Entsklavung der Menschheit, der Lösung vom Bann ihrer eigenen Stumpfheit und Ditfurthaftigkeit, Kommunismus eben – und sich dabei erdreistet, ihren Ideologiemüll sogar als Marxismus zu bezeichnen, wo sie ein paar Sätze weiter das Wort

„emanzipativ“

in den Mund nimmt.

„Emanzipativ“ ist auch eine dieser sehr bezeichnenden Irrsinnsvokabeln jenes Hippie-Wortschatzes, welcher sich immer noch im Namen des Kommunismus übers Bewusstsein der Massen legt: „Emanzipation“ wollen diese Spinner nämlich in dem Sinne, in welchem sich ein Querschnittsgelähmter von seiner Fähigkeit zu gehen „emanzipiert“ hat: Verkürzung, Verblödung, Abstumpfung, Beschneidung von Ordnung, Sittlichkeit, Denkvermögen und notwendiger Strenge, weg mit all dem alten Mist (vor allem mit der Dialektik), „weniger ist mehr“. Weder wovon, noch wohin, noch weshalb überhaupt man sich denn „emanzipieren“ will, wissen sie, trotzdem belästigen sie jeden, den es nicht interessiert, immer wieder mit ihrem erbärmlichen Trotzkisten-Plunder und Punker-Kauderwelsch.

„Verwendet man die Kategorien Kommunismus und Sozialismus heute, muß man irrwitzig viel erklären, was man alles nicht damit meint.“

Eben. Erklären ist ja nun nicht gerade die Sache Ditfurths, deshalb lässt sie es auch mit dem Kommunismus gleich bleiben und rollt auf der „Anti“– Schiene durch die Welt. Und warum? Weil Ditfurth nunmal Antikommunistin ist und halt so alles mögliche meint, wenn sie von „Befreiung“, „Gerechtigkeit“, „Antikapitalismus“ etc. deliriert, nur nicht den Kommunismus und den dazu erforderlichen Sozialismus. Den gabs ja schon mal in real, und Realität, das wissen die Ditfurth und ihre Hippiegemeinde, ist böse, denn sie schreckt „die Leute“ ab.

Die nachdrückliche öffentliche Nichterwähnung des Wortes Kommunismus, dieses engagierte Anbiedern beim Klassenfeind war – selbst bei Leuten, die im Gegensatz zu Ditfurth einmal Kommunisten waren – schon immer der erste und wichtigste Schritt zum Opportunismus und zur Feindschaft nicht nur gegen das ihn bezeichnende Wort, sondern zum historischen Projekt selber. Der Unterschied zwischen einem Kommunisten und einem Antikapitalisten könnte kaum größer sein: Jener hat ein verwirklichungsfähiges, vor allem wissenschaftlich entwickeltes und entsprechend konkret darlegbares, real erreichbares gesellschaftliches Ziel, nämlich die Organisierung des Sozialen um die Produktion des Gebrauchswerts herum (statt um die Konsumtion des Tauschwerts und die Reproduktion von Mehrwertquellen aka. Massenmord wie im Kapitalismus) und zudem einen BEGRIFF der momentan herrschenden Gesellschaftsform sowie Strategien zu deren Bekämpfung. Der Antikapitalist hingegen lässt schon in seiner Bezeichung vollkommen offen, von welcher Seite aus er denn den Kapitalismus blöde findet: ob er zurück in vorkapitalistische Barbarei möchte oder eventuell einen nationalsozialistischen oder islamistischen Gottesstaat haben will, ob es ihm nach einem nachkapitalistischen Zombie-Monopolismus dürstet, oder er die Anarchie, also das Recht der Dümmeren fordert oder gar für einen aus Bauernhof-WGs bestehenden Naturkinder-Flohfresser-Commünismus plädiert; ob er den Kapitalismus denn zugunsten einer besseren Gesellschaft – eben: Kommunismus – weghaben will oder er ihn eben einfach nur als modisches Accessoire des Reggae hörenden Che-Guevara-T-Shirtträgers als eine Art ewigen Widerstand ansieht, der ihn umso mehr zu einer selbstbewussten bürgerlichen Persönlichkeit „mit eigener Meinung“ ausstattet; ob er den Kapitalismus überhaupt JEMALS weghaben und durch etwas anderes ersetzen will oder ob er seinen „Anti“-Stuß einfach nur als Erkennungsplakette zur Kommunikationserleichterung mit anderen Punks benötigt, das alles wird bewusst offen gelassen. (Schließlich muss ja bei Äußerungen von Leuten des Ditfurth’schen Schlags immer mitbedacht werden, was diejenigen Gruppen und partei-ähnlichen Mafia-Konglomerate denn so real zustande gebracht haben ausser verbaler Deppengrütze, und da wirds dann sehr schnell sehr düster – man erkennt: der ökologisch-antiautoritäre antifaschistische anti-imperialistische, anti-realsozialistische Antikapitalismus hat bis heute nicht nur die ekelhaftesten Gestalten bundesdeutscher Realpolitik hervorgebracht, sondern sich auch ansonsten zu jedweder Schande bereit erklärt, die Vernunft und Sittlichkeit zu vernichten pflegten: DDR-Bürgerrechtler, 89er Konterrevolution, Rot-Grüne Bundesregierung, Antistalinismus, Antiintellektualismus etc.)

Antikapitalisten, das sind die Leute heute alle. Jeder, ob beim „Jobcenter“, an der Aldikasse oder im Arztvorzimmer, „bedauert“ inzwischen die bösen Auswüchse des kapitalistischen Systems, in dem sie, diese gut funktionierenden Zahnrädchen im Getriebe des Systems, sich wie Gefangene wähnen. GEGEN den Kapitalismus (wie auch gegen jede andere Scheisse) findet man sich im Mob schnell zusammen, FÜR die kommunistische Vernunft jedoch wird man da niemanden plädieren hören. Der Antikapitalist ist der Antikommunist auf Abruf: wo ihm später, nach der kommunistischen Revolution, einmal das Kapital als universelle Anprangerungsinstanz fehlen wird, wird er schnell „die Partei“ finden, die er für sein selbstverschuldetes Scheissleben verantwortlich machen kann, man hat das zur Genüge sehen können bei den Dissidenten im Osten.

Diese Idealisten wollen immer alles sofort und auf die humanste Weise; sie kriegen deshalb niemals etwas hin und stützen damit die herrschende Inhumanität. Statt den Kommunismus so anzugehen, wie er von Marx, Engels, Lenin etc., also den Klassikern seiner Theorie und Praxis, wissenschaftlich dargelegt wurde, stümpern sie ihn sich zu einem Kultprodukt einer alternativ-undergroundigen Commünismus-Industrie (mit Hand-Outs, Teach-Ins, Vortragsveranstaltungen, „Kongressen“, Fanzines, Stickern, schlechtem Techno und blöden Sprüchen) zurecht, welches es als unerreichbares Ideal stets hochzuhalten aber in Wahrheit natürlich nie zu verwirklichen gelte. Motto: „Undogmatisch und antiautoritär“ (Ditfurth) in den Abgrund.

Man kann es nicht anders ausdrücken, und dieser Erkenntnis wegen ist es das Interview wirklich wert gewesen: Jutta Ditfurth ist die idealtypische Über-Bloggerin; die Vorhut aller linken Transparentehochhalter, Demonstranten, Staatsgegner, Stuttgart21-Baumschützer und sonstiger Underground- und Gegenkultur-Canaillen. Sie sollte mit Bini Adamczak („Eine Definition von Stalinismus trau ich mir, hihi, jetzt nicht zu“ ), Joachim Bruhn („Marx begreifen? Joa, morgen vielleicht.“) und Daniel Kulla („Ich mache sicherlich einiges zum Zwecke der Profilierung oder um mein Einkommen aufzustocken – bei diesem Thema sieht das eher anders aus“) eine linkscommünistisch-antistalinistische Diskussions-WG aufmachen, am besten direkt in Sibirien, dann wird die Umquartierung später nicht allzu viel Zeit und Mühe kosten.

Immer wieder kommt von linken Antikommunisten ja das „Argument“, Stalin sei unter anderem, bzw. vor allem auch deswegen Scheiße gewesen, weil er „mehr Kommunisten umgebracht hat als Hitler“ (irgendein Jungle-World-Leser ): Man kann Stalin gar nicht genug dafür dankbar sein, dass er mit sozialrevolutionären Landplagen vom Schlage Ditfurth damals nicht zimperlich umgegangen ist, während wir dank Hitler hierzulande weiterhin mit diesem Stümper-Mob geschlagen sind. Die möglichst schnelle Ausrottung jener Deppenphalanx, die sich in irgendeiner linksidealistischen Form zum Kommunismus oder zu „Autonomie“ (Autonomie: Was bedeutet schon Selbstbestimmung, wenn das Selbst ein Haufen Schrott ist, der sowieso nichts anderes mehr wollen kann, als den Dreck, der ihm eh aufgezwungen wird; Autonomie in kapitalistischer Totalität: Blödsinn hoch zehn), „Emanzipation“, „Befreiung“, „Kritik“ und all diesen anderen Karikaturen von Fortschritt bekennt, ist eine der dringlichsten Schritte auf dem Weg zum Kommunismus. Ohne diesen wird die Welt auch die nächsten Jahrhunderte einer Hölle gleichen, deren geistige Vorboten sich z.B. schon im Programm des unsäglich reaktionär verblödeten Unrast-Verlags ankündigen.

Das kindische Polit-Manager-Pack von „Ums Ganze“ (neben den beiden Ehren-Canaillen der Entmarxisierung jeglicher Theoriebemühungen, Michael Heinrich und Frieder Otto Wolf, waren auch fast alle anderen üblichen Studentenhippies, die in ihrer Freizeit Power-Point-Vorträge für anarchistische Arschgeigen halten, zum Kongress eingeladen; da kommt zusammen, was zusammen gehört) ist gar nicht stark genug zu verachten und zu bekämpfen, das zeigt nicht erst die Einladung Ditfurths auf ihre kümmerliche Kritizisten-Veranstaltung. Ditfurth selbst, in tausend Talkshows von Demokraten-Nazis wie General Schönbohm oder Mitgliedern des Lambsdorff-Clans „argumentativ“ plattgewalzt (wer auf Argumente baut, dem geschieht sowas recht), aber immer noch Demokratin und Diskussions-Begeisterte: Daran sieht man, wie sie es wirklich hält mit der Umsetzung ihrer „Ideale“: es reicht ihr – ebenso wie den bemitleidenswerten Nachwuchs-Kretins von „Umsganze“ – schon, diese innerhalb des bürgerlichen Medienapparats zu „diskutieren“, also: der Lächerlichkeit preiszugeben – die Gewalt, die sie auch durchsetzen könnte, lehnt sie strikt ab. (Die Unannehmlichkeit, die für viele „Linksradikale“ aus der Frage „Was tun?“ bzw. aus der ihnen entgegengebrachten Forderung nach einer Praxis jenseits von Kritik oder „Theorie“ entsteht, rührt natürlich auch aus dem Umstand, dass ihre reale Lebenspraxis, wenn überhaupt existent, schlicht keinem kommunistischen Anspruch (ja, sowas sollte man tatsächlich haben) entspricht. Kein Wunder, dass sie sich da lieber aufs kritische Gefasel versteifen und zurückziehen, wenn man sich einmal ihrer „Praxis“ vergegenwärtigt; die NOT der auf Basis von genereller Unfähigkeit und Unwilligkeit erbauten Praxislosigkeit war zuerst, DANN kam der Reflex darauf, die bloße Kritik-Haltung. Sowohl bei den antikapitalistischen Ariern, als auch bei den antideutschen Adorniten, den antizionistischen Arschlöchern, wie auch den antiimperialistischen Asozialen und antispeziesistischen Anarchos ist der dreigliedrige dialektische Prozess auf die bloße ANTIthese reduziert worden; These, erst recht Synthese werden schlicht ignoriert, es interessiert nur noch das abstrakte Dagegen.)

Eines aber steht sicher fest: Wer nicht spätestens als Gast bei „Hart aber fair“ zur Stalinistin wird, hat kein Gehirn.

Nochmal Jutta Biermann:

„Wir leben in einer Diktatur auf Abruf“

Schön wär’s.

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Gründe

Die größten Idioten erkennt man ziemlich sicher daran, dass sie nach Gründen fragen, wo Zwecke ausschlaggebend sind. Krieg? – Es komme darauf an, aus welchem (womöglich moralischen) GRUNDE deutsche Truppen in einem anderen Land die Bevölkerung terrorisieren, nicht etwa, was für Ziele sie dort verfolgen.

Peter Decker vom Gegenstandpunkt in einem Radio-Interview zu einem anti-israelischen Flugblatt, welches eine seiner Vortragsveranstaltungen bewarb, auf die Frage, was er denn dazu sage, dass rechtsradikale Antisemiten genau dasselbe über Israel behaupten: Naja, WIR machen das ja aus anderen GRÜNDEN! Derselbe Scheißdreck, aber aus anderen Gründen, na dann! Abstrahiert von jeglicher Funktion, die ein politisches Tun zwangsläufig hat, geilt man sich am Fetisch des GRUNDES auf; „Holocaust? – Ja aber sicher, nur wir Linken wollen ihn eben aus anderen GRÜNDEN!“ Wie hirnverschissen kann man sein?

Daniel Kulla auf meine Erläuterung der Wirkung seines Schwachsinns: „…du hast offensichtlich keine Ahnung, warum ich das tue, was ich tue“ (meine klärende Entgegnung darauf wurde natürlich nicht freigeschaltet, klar). Die Motive für irgendeinen lumpenintellektuellen Zitate-Aneinanderreihungs-Anarchismus sind dabei nunmal völlig wurscht. Als würde irgendeine Scheiße dadurch besser werden, dass man weiß, aus welchen niederen Gründen sie praktiziert wird. Es reicht mir, die Wirkung, (nämlich: globale Enthirnung) dieses Mülls zu sehen, da bin ich bedient genug mit. Davon abgesehen ist Kunst, welche erst dann ihren Sinn offenbart, wenn man die geheimen Gründe des Künstlers kennt, keine Kunst mehr, sondern ein esoterisches Rezipienten-Verblödungsprogramm erster Garnitur.

Auch immer gerne genommen: „Du bist ja nur Feministin, weil du hässlich bist und keinen abbekommst!“ „NUR“, das muss man sich mal vorstellen. Ja, aus welchem Grunde sollte man denn sonst Feministin werden, wenn nicht deshalb, weil man eine jahrelange Diskriminierungs- und Unterdrückungs-Erfahrung durch patriarchale Arschlöcherbeförderungsstrukturen hinter sich hat; und als sei nicht auch hier das Wesentliche, welche FUNKTION, welche WIRKUNG, welchen ZWECK der Feminismus hat (siehe auch „Du bist ja nur Kommunist, weil du arm bist!“, „Du bist ja nur karrieregeil, weil du in deiner Kindheit zu kurz kamst!“, usw.). Die betreffende Person wird in ihrer Haltung und ihrem Tun gar nicht mehr ernst genommen, sondern sofort küchenpsychologisch entmündigt, indem man ihr irgendwelche verborgenen, unlautere, „nicht authentische“, „falsche“ Gründe unterschiebt. Es gibt aber keine „falschen Gründe“, sondern nur richtige. Auch Faschisten tun alles, was sie tun, aus den richtigen Gründen, weswegen man auch nicht deren Kindheit kritisieren sollte, sondern ihnen die Fressen einschlagen muss, auf dass sie aufhören mit der Nazischeiße.

Ein weiteres Beispiel: Im Zuge der BSE-Debatte hörte man von Marktwirtschafts-idealistischen Deppen dauernd die Phrase: „Naja, wir wissen, WOHER unser Fleisch kommt, weil ich beim Metzger meines Vertrauens kaufe.“ Creutzfeld-Jacob als Vertrauensfrage, blöder gehts nicht: Als wäre, nur weil der Herkunftshof des zum Schnitzel verarbeiteten Viechs geklärt ist, damit das Risiko der BSE-Verseuchung auch nur im Ansatz gebannt; als sei es nicht gerade der Witz beim BSE, dass 90 Prozent der Rinderzüchter eben selbst nicht wissen, ob ihr Vieh darunter leidet oder nicht, beziehungsweise, wenn sie es wissen, den Fleischmüll nicht trotzdem weiter verscherbelten (Kapitalismus eben, als würde da irgendwen eine paar Leichen mehr oder weniger jucken).

Mit solchem Glaskugel-Hokuspokus machen sich Linke gemein, die in ihrer vollkommenen Hilflosigkeit und Erbärmlichkeit behaupten, es käme auf die GRÜNDE ihres Handelns an und nicht etwa darauf, was dieses Handeln real bewirke (was wiederum durchaus nachvollziehbar ist, wenn man bedenkt, dass der Großteil dieser Handlungen eh keine wahrnehmbaren Auswirkungen auf irgendeinen Bereich der Wirklichkeit hat).

Gründe, Motivationen, Ursachen, werden immer dann angeführt, wenn der betreffenden Person der Sinn und Zweck, also: die Funktion seines Tuns peinlich ist oder es eben einer Rechtfertigung der eigenen Schweinereien bedarf. Der Stalinist hingegen pfeift auf den Authentizitäts-klärenden Innerlichkeits-Bullshit und macht sich am Wirklichen zu schaffen. Die Erfolge dieser Haltung sind, wie spätestens seit 1945 jeder weiß, beachtlich.

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Was ist eigentlich „Krise“?

„Wer nicht macht, was er will, ist ein Idiot.“

Wie sieht so `ne Krise aus, wie macht man `ne Krise, welche Zutaten braucht man dazu, Krise – Wie geht das?

Tja, das fragen sich die commünistischen Experten* momentan auch gerade wieder reihenweise in ihrem inoffiziellen öffentlichen Schaulaufen der allgemeinen Unbildung, merken dabei natürlich nicht, dass der bourgeoise Begriff der Krise inzwischen selbst schon Teil kapitalistischer Zurichtungs-Propaganda und ihres mit irren Flugblattsätzen und Antikrisengeschwätz herum wedelnden freiwilligen Billignutten-Anhangs ist, da sie den Zustand eines spezifischen Teils des herrschenden ökonomischen Gesamtsystems (und auf nichts anderes ist das Wort Krise eh und je gerichtet gewesen: Es geht um die periodisch wiederkehrenden Schwierigkeiten der herrschenden Klasse beim Loswerden von überflüssigen Waren und dem Eintreiben von Quellen zur Kapitalakkumulation, und nichts anderes; vermehrte Kündigung von Arbeitern, Lohnkürzungen, nationalistische Zusammenschweißungskampagnen etc. sind da lediglich logische Folgen; wenn heute irgendwo von „Krise“ die Rede ist, bezieht sich das mitnichten auf die Legitimität des ökonomischen Systems selbst, dessen Existenz nur in Gefahr ist, wenn der vernunftgeleitete Stalinismus kurzen Prozess mit ihm macht, was ja derzeit leider (und erst recht nicht in jenen Kreisen) der Fall ist, aber erklär‘ das mal den verhohlbirnten Vollidioten, die sich ihre Independent-Ressentiments in des deutschen Linksspießers Bildzeitung „Jungle World“ oder der örtlichen Anstalt zielgruppengerechter Verblödung, genannt Lesegruppe, anlesen und daraufhin in ihren Blogs oder Juze-Flugis vor lauter Schreck Krisenpipi machen), den des Monopolkapitalismus nämlich, zu einem allgemein-menschlichen Problem verdinglicht, welchem man auf irgendeine Weise zu BEGEGNEN habe, und sei es durch „Kritik“, welche ja immer der Knaller schlechthin ist, wenn man nix kann, nix kapiert, nix will: „Kritik ist immer nett, gibt’s günstig an jeder Ecke und tut niemandem weh. Kritik, was bist du nur für eine engelsgleiche Erlöserin aller von Analphabetismus, Hirnfäule, Stumpfsinn und alternativer Arschkriecherei Gegeißelten; Kritik, was wäre das linksradikale eingebildete Slacker-Studententum ohne ein wirkungsloses Hobby wie dich!“ (Karen Iossif Wissarionowitsch Eliot, „Ode an die Kritik“, 17. Vers).

Hässlich und blöd also wie eh und je, aber die zum einen nicht vorhandene Freude über den Jobverlust von Millionen und zum anderen das In-eins-setzen von Kapitalbelangen und Kritik-Konjunktur lässt nicht nur an der Aufrichtigkeit angeblich marxistischer Analyse zweifeln, sondern bringt letztlich natürlich weder Erkenntnisse, noch Ratschläge über eventuell einsetzbare kommunistische Kampfformen hervor und ist somit lediglich wieder mal eine weitere Gelegenheit fürs Politdiskussionsgesindel, sich, unselbständig, einfallslos und gedankenfeindlich wie sich diese Untoten nunmal aus Prinzip gerieren, vom publizistischen Abfall, den die bürgerliche Klasse für den linkssektiererischen Mob vom Tisch fallen lässt, insofern immerhin einigermaßen zu ernähren, als dass der aktuelle kapitalistische Vulkanausbruch mal wieder eine willkommene Gelegenheit für jene uninteressanten, an der Wirklichkeit ohnehin nicht interessierten und glücklicherweise auch von niemandem wirklich ernst genommenen Blogger ist, ihre jeweiligen Wahngebilde aka. „Theorien“ inklusive diese ummantelndes Gestotter dreisterweise als Diskussion zu deklarieren und als gehetzte Sau der eigenen Aufmerksamkeitsgülle durchs multimediale Dorf namens Blogosphäre zu treiben.

Den größten vom Aussterben bedrohten Vogel abgeschossen in Sachen Inkompetenz hat dabei diesmal Blogger Schildkröte (der leider das wunderbare, im Gegensatz zu ihm gut bepanzerte Tier gleichen Namens mit in seinen Dreck ziehen will, was diesem glücklicherweise schnurzegal sein kann, mir aber nicht), der mit all seinem Charme eines Adorno-lesenden Abiturienten mal wieder zum inzwischen cirka neunhundertmillionsten Mal mit ins allgemeine beleidigte Gejammer der Unfähigen über den „kapitalistische[n] Alltag, de[n] ganz normale[n] Zwang arbeiten zu gehen, die Inbeziehungsetzung der bürgerlichen Subjekte über den Tausch die jeden Tag stattfindet“ und sonstige Wahnphantasien einstimmt, welche seiner bescheidenen Meinung nach „Kritik verdient“ (sic!).

Man sieht sich als Opfer des globalen Arbeitslagers „Welt“, das der Kapitalismus darstelle, welcher wiederum nicht auf Personen rückführbar, sondern naturwüchsig über ebensolche gekommen sei, um diese zu seinem ewigen Sklaven zu machen, welcher dann aber immerhin zumindest teilweise so mutig ist, diese ganze Scheiße einer „Kritik“ zu unterziehen (die herrschenden Vertreter der Befürwortungs- und Rechtfertigungsagenturen der globalen Barbarei dürfte nämlich in ihren vollklimatisierten Büros das schiere Zittern erfassen, wenn sie nur das Wort Kritik hören, denken sich die Schildkröten).

Staat scheiße, Kapital schlimm, Kritik super.
Das sind zwar Erkenntnisse vom ungefähren Wert einer verschimmelten Bahamas-Ausgabe von 1994, finden aber trotzdem immer wieder Anklang bei Romantikern ähnlicher Enthirnungsstufe, die sich in ihrer Gemütlichkeit des Auswendigaufsagenkönnens von kaum Begriffenem so gut zu gefallen scheinen, dass sie es schon gar nicht mehr nötig haben, irgend eine Realität auch nur zur Kenntnis zu nehmen und also ihre Kritik-Gebetsmühle einfach bis zum Eintreten des endgültigen Hirntods wacker vor sich her murmeln.

Ich weiß nicht, von wie vielen Leuten der schildkröt’sche Blog letztlich gelesen oder gar ernst genommen wird, aber sollte auch nur ein einziger junger, interessierter potentieller Kommunist zufällig auf dieser Seite landen und daraufhin für sein Leben lang mit ebensolcher Dummheit geschlagen sein, melde ich hiermit die dereinstige justizielle Inverantwortungnahme des Herrn Schildkröte schon mal im Voraus an, schließlich soll niemand denken, er sei nicht informiert worden und käme gegenüber einem zukünftigen bolschewistischen Gericht einfach so davon mit seinem reaktionären Kritikdreck.

    *Das besondere aktuelle Highlight im Umgang der Hirnkrisenopfer mit der allgemeinen Krisenhetze: Ausgerechnet der dauerbekiffte Oberhippie Daniel Kulla meint, sich in all seiner ekelhaft ankumpelnden, alle möglichen Leute, die er nicht begreift (aber dafür ganz schön cool oder radikal oder verschwörerisch oder „interessant“ oder „quellenmäßig was hergebend“ findet) in seiner Debilität umarmen meinen müssenden, hinterfotzig-idiotischen linkssolidarischen Schleimerscheisse irrigerweise gerade mit dem bekennend leninistischen Schriftsteller, Journalisten, Feuilleton-Terroristen, Arschlochliquidierer und Ulbricht-, Stalin- & DDR-verteidigenden Heavy-Metal-Hegelianer Dietmar Dath gemein machen zu müssen, dessen nahezu gesamtes bisheriges journalistisches Schaffen darin bestand, gegen solche begriffslosen cocon-commünistischen Dämonen wie Kulla („immer diese ärgerlichen Anarchisten“ – Dath) zu Felde zu ziehen und sich bei diesen Zivilisierungsversuchen sogar der von ihnen konsumierten Underground-Theoriepornoheftchen wie „Phase 2″ und semi-illustrierten Männermagazinen wie „Spex“ bediente, um ihnen wenigstens etwas Vernunft einzuprügeln, was selbstverständlich, wie leider meistens, wenn man mit den Minderen Erbarmen zeigt, keinen Erfolg zu zeitigen wusste.
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„Gemeinsamkeiten“

Ein anti-antideutscher Kommentar bei neoprene zur Blogklapsmühlendiskussion über den antiisraelischen Irrsinn des obskurantistischen Sektenblatts Gegenstandpunkt:

„Viel erstaunlicher als die Häme einiger Israelfreunde finde ich eigentlich deine offenbar ernst gemeinte Verwunderung angesichts der (…) “klammheimlichen Freude” bzw. ausbleibender “Solidaritätsbekundungen” (…) seitens der antideutschen Szene. Etwas anderes zu erwarten ist doch reichlich naiv. Auch du solltest eigentlich mitbekommen haben, dass es mit diesen Figuren keine Gemeinsamkeit gibt. Die politische Gegnerschaft zu denen hat schließlich eine andere Qualität als z.B. im Verhältnis zu Linken, Antifas etc. ADs halten einen für (verkappte) Antisemiten, also für Repräsentanten des Bösen schlechthin.“

„Gegner“ gelten bei diesem hirnlosen Gesocks des glücklichen Kollektivs gemeinschafts- und gemeinsamkeitsgeiler Linksdeutscher nie als wirkliche Gegner, i.e.: Mitmenschen, sondern immer bloß als „Figuren“, also nicht wirkliche, uneigentliche, unauthentische, unter dem Diktat der Regie undeutscher Interessen stehende (sprich: vom Mossad bezahlte Interessenshuber oder direkt Juden), nicht-konforme Spielbälle höherer Mächte, welche zudem auch noch die volksfremde Dreistigkeit besitzen, Judenhasser als Antisemiten zu bezeichnen.

Figuren eben.

Wie gut, dass ich mit solchen Figurenfeinden keine „Gemeinsamkeiten“ habe, lol.

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