Tag-Archiv für 'günter-grass'

Vorläufige Lösung des Arschlochproblems: Nazis bitte draußen bleiben!

„Seit 1961 wurde der Schriftsteller von der Stasi überwacht, nachdem er sich für den DDR-Schriftsteller Uwe Johnson eingesetzt und den Bau der Berliner Mauer in einem offenen Brief verurteilt hatte.“ (Wikipedia über Günter Grass)

Der Staat Israel hat heute den deutschen Ex-Waffen-SS-Nazi, Judenkritiker*, Holocaustrelativierer, Geschichtsklitterer und antikommunistischen Russenfresser Günter Grass zur persona non grata erklärt und ihm Einreiseverbot erteilt. Grass, der seit Jahrzehnten in dem Wahn lebt, er sei ein Dichter, hatte innerhalb seiner großangelegten Revanchismus-Kampagne mittels eines schlecht geschriebenen postmodernen Hetzgedichts die endgültige Ausrottung aller Juden als durchaus friedensfördernd und überhaupt recht angemessen impliziert und sich dabei mit den niederträchtigen Interessen des faschistischen Gottesstaatsregimes Iran, von dessen obersten Friedens-Gangstern er inzwischen natürlich Lob und Zustimmung erhielt, gemein gemacht, wie es nunmal in der Tradition sozialdemokratischer deutscher Literatenhetzer liegt. (mehr…)

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Zur Frankfurter Buchmesse 2011

Sieben bolschewistische Vorschläge zur Verbesserung der Literatur

„Ein Buch schreiben, das ist Mord.“ (Alfred Andersch)

„Lest die Prawda!“ (Josef Stalin)

1. -‎“Sie lesen gerne Bücher? Diese Woche GRATIS in Ihrer ZEIT: Ein 88 Seiten starkes Literaturmagazin mit den wichtigsten Neuvorstellungen im Herbst“, wirbt die ausgerechnet 88 Seiten dicke Literatur-SS von der drolligen altliberalen Senilenzeitung „Die Zeit“ im Faselbook.

Nein, niemand, der noch bei Trost ist, liest gerne Bücher. Lesen ist, wenn man es denn mit Ernst betreibt, eine notwendige, anstrengende Arbeit für alle Behirnten auf diesem Planeten, weil nur noch im Text Wahrheit zu finden ist, wenn im Alltags-Geblöke der Zwang zum Falschen und zur Lüge herrscht. Und ob der Text dabei in einer Zeitung, auf Plakaten, Papyrusrollen, iPads, in Holz geritzt, selbstausgedruckt und zusammengetackert, im Internet oder auf Klopapierrollen steht, ist völlig schnurz. Mit dieser großbourgeois-verblödenden Lesesessel- und Teestövchen-“Gutes Buch“-Romantik muss schonmal als allererstes Schluß sein, wenn man einen Begriff von Literatur bewahren will, der dem Geist nicht hohnspottet.

2. Das Sein bestimmt, ja – um hier endlich einmal diesen doof vereinfachten Marx-Satz dialektisch zu korrigieren – ERZEUGT vielmehr das Bewusstsein, es geht diesem voraus, prägt und formt es, worauf dieses wiederum selbst auf das Sein zurückwirken, es also durchaus, rückwirkend, auch „bestimmen“ kann. Ein richtiger Schriftsteller muss also, vor allem anderen, ein RICHTIGES SEIN haben. Ein RICHTIGES SEIN ist das GEGENTEIL von einem sogenannten GUTEN LEBEN®, denn ein gutes Leben ergibt nur schlecht abgehangenen kleinbürgerlichen Stumpfsinn in den Literaten-Denkröhren, ein richtiges Sein hingegen ergibt richtiges Bewusstsein, richtiges Bewusstsein ergibt richtige Literatur, richtige Literatur ergibt richtige Politik und richtige Politik ergibt irgendwann mal Kommunismus. Das ist gut, das hat man also zu wollen.

3. Wer das nicht will, darf seine Bücher weiterhin bei Matthes & Seitz, Hanser, Rogner & Bernhard, Hippiekack & Rummelpups und wie all diese Blödianverlage für feinziseliert-verkultürlichte Vollhornochsen heissen, drucken lassen, damit sie auch nur ja nicht gelesen werden, und wenn, dann nur von kompletten Vollidioten ihres ekelhaften Menschensschlags, bevorzugt solcher, die sich in neo-esoterisch-antisemitischen Dreckskaschemmen wie der Versand- und Ladenkette „Zweitausendeins“ ihre Mängelexemplare und noch viel zu überteuerten Ramsch-“Sachratgeber“ gegen George Bush, die USA im allgemeinen, die SED, Israel, DDR und überhaupt jedwede Vernunft, dafür aber pro-islamistisch, unterjubeln lassen, oder, auch kaum weniger schlimm, wie das leicht anstudierte Kundengesindel der Buchgroßlagerketten in Kategorien wie „Freche Frauen“, „Verschenken“, „Spannung“, „Unabhängige Verlage“oder „Erfahrungen“ stöbern.

4. Alle Bücher müssen, nach Einführung einer hoch angesetzten, progressiven Literatursteuer, so günstig wie möglich erhältlich sein, die Bibliotheksbestände werden um ein Vielfaches erweitert, neue Bibliotheken müssen eröffnet werden, auch das kleinste Dorf hat eine staatlich subventionierte Buchhandlung zu erhalten, alle Autoren aller Verlage bekommen ein Einheitsgehalt in Höhe des jeweiligen Brutto-Durchschnittseinkommens, wer von ihnen nach drei Jahren Autorentätigkeit kein Werk oder vielversprechende Ansätze zu einem solchen vorzuweisen hat, bekommt die Autorenlizenz entzogen und wird zu gemeinnütziger Arbeit in Stadtarchiven, Bibliotheken, Redaktionen etc. verpflichtet; alle Verleger werden enteignet und in Kohlebergwerke geschickt (die deutsche Verlagslandschaft mahnt: „Alle Atomkraftwerke abschalten, zurück zur Kohle!“), alle Verlage, die noch was taugen, werden verstaatlicht, der Rest verboten.

5. Martin Walser, Hans-Magnus Enzensberger, Daniel Kehlmann, Uwe Tellkamp und Günter Grass werden zum Wohle und zur Rehabilitation der internationalen Literatur umgehend erschossen.

6. Man kann heute als Autor schreiben, was man will, den Leser kümmerts null, der zieht weiterhin seinen Schwachsinn durch, ganz ungetrübt von allem Geschriebenen.
Es gibt keine Leser mehr, keine Lektoren, keine Literaturwissenschaftler, die ihren Namen verdienten. Es bleibt einem heute – als Autor, als Denkender also mithin – nur noch übrig, Zeugnis abzulegen vor sich und dem Weltgeist, also der Zukunft. Die Mitwelt ist zur schalen Ansammlung von “Rezipienten”, allenfalls mindestens genauso üblen Rezensenten, heruntergekommen; und wer nicht schreiben kann, der kann auch nicht lesen, daher all das Service-, Konsumentenberatungs- und Dienstleistungselend auf dem Buchmarkt. Ein nicht lesen könnendes Publikum braucht aber niemand, daher soll bitte auch der Markt wieder abgeschafft werden, so wie wir es ja in der DDR damals schon hervorragend umgesetzt hatten.

7. Die Abschaffung des Publikums durch Aufspaltung desselben in einzelne Szenen, Subkulturen und Genrefanclubs hatte die Abschaffung und Fragmentierung allgemeiner Öffentlichkeit zur Folge. Die postöffentliche Literatur ist keine mehr, kein Buch ist mehr gültig (von Klassik ganz zu schweigen), alle Texte nur noch ephemerer Krähwinkeldreck und überhaupt hat der gesamte Literaturbetrieb sowie das Festhalten an der Alphabetisierung heutzutage nur noch den Zweck, möglichst lückenlosen Antikommunismus unter Intellektuellen, Studenten, Wissenschaftlern, Romanschmökerern und anderen Opfern der Kulturproduktionsmonopole zu verbreiten. Die abermalige Diktatur des Proletariats wird natürlich auch diese Mißstände zu überwinden wissen. Es dürfte also klar sein, was zu tun ist.

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Stalins Imitationen

Für Tim

„Adorno heißt der Feind, Mitscherlich, Grass, Rowohlt, und Kiepenheuer und Witsch. Den „Spiegel“ gilt es abzuschaffen. Die „Zeit“. Nichts ist so schlimm wie das Deutsche Schauspielhaus. (…)

Ein Nazi ist Kanzler, der sagt, die Nazis sind keine Nationalsozialisten, weil er hofft, daß die Nazis nicht sagen, daß er ein Nazi ist. Die Sozialisten sagen nichts, weil sie hoffen, daß der Kanzler nicht sagt, wer von den Sozis Nazi ist. Die FDP sagt nichts, weil sie hofft, die Nazis der CDU oder der SPD sich eher noch mit ihr vereinigen als mit den Nazis einer Partei, der zur NSDAP nur SA fehlt. (…)

Der Architekt wählt FDP, weil er will, daß die SPD drankommt. Uli wählt CDU, weil Innensenator Schmidt ihn ins Gefängnis gebracht hat. Der Sohn aus gutem Hause glaubt, nun, da die SPD den Paragraphen 175 aufheben half, könne man wieder CDU wählen. Die Tunte aus Marrakech wählt mit all ihren Freunden NPD, um es den jungen Rüpeln zu zeigen. Loddl wählt SPD, weil er will, daß die SPD drankommt.
– Wenn ich SPD wähle, kommt die CDU dran. Vielleicht sollte ich CDU wählen, um die FDP zu stärken. Wenn man ein sozialistisches Deutschland will, ist es nur logisch, die Nazis zu wählen.“

Hubert Fichte, Detlevs Imitationen „Grünspan“, Frankfurt am Main 1978, S. 83ff.

Fichte wurde 1935 in Perleberg (Brandenburg) geboren und hat als einziger deutscher Schriftsteller des letzten Jahrhunderts nebenher auch noch was vernünftiges gemacht. Er war nämlich u.a. Kinderdarsteller, Schauspieler, Landwirtschaftslehrling und Schafhirte in der französischen Provence. Er konnte deshalb gut schreiben und war natürlich ein stalinistisches Genie, frei von Argumenten, also Ressentiments. Er starb 1986. Sein Werk ist im Fischer-Verlag erschienen.

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