Tag-Archiv für 'ideologie'

Geschmack versus Bildung

„Denn in der Kunst haben wir es mit keinem bloß angenehmen oder nützlichen Spielwerk, sondern mit der Befreiung des Geistes vom Gehalt und den Formen der Endlichkeit, mit der Präsenz und Versöhnung des Absoluten im Sinnlichen und Erscheinenden, mit einer Entfaltung der Wahrheit zu tun, die sich nicht als Naturgeschichte erschöpft, sondern in der Weltgeschichte offenbart, von der sie selbst die schönste Seite und den besten Lohn für die harte Arbeit im Wirklichen und die sauren Mühen der Erkenntnis ausmacht. Daher konnte unsere Betrachtung in keiner bloßen Kritik über Kunstwerke oder Anleitung, dergleichen zu produzieren, bestehen, sondern hatte kein anderes Ziel, als den Grundbegriff des Schönen und der Kunst durch alle Stadien hindurch, die er in seiner Realisation durchläuft, zu verfolgen und durch das Denken faßbar zu machen und zu bewähren.“ (Hegel, Ästhetik III)

Über Geschmack mag sich streiten, wer will. Idioten sind sie allesamt, wenn sie sich der somatischen Barbarei des bloß sinnlichen Schmeckens hingeben, dessen Maßstäbe lediglich der tagesaktuelle Abhub des Scheins herrschender Verhältnisse, also ein den Nützlichkeiten der herrschenden Klasse verpflichteter Gottesdienst ist. Im Geschmack kommt die reine Ideologie zu sich, wissenschaftlich dargelegt muss nichts mehr werden, da sich über ihn ja sowieso „nicht streiten“ lasse. Wer jedoch Kriterien hat, hat keinen Geschmack, sondern ein gebildetes Urteil, das rational und ästhetisch begründbar, belegbar und wissenschaftlich belastbar ist (ob man das dann auch tut, ist eine andere Frage – ich z.B. pfeife drauf in einer Welt des totalen Geschmacks). Unter den Gebildeten kann es also zu Urteilsverschiedenheiten kommen, nicht zu solchen des Geschmacks. Über gebildete, begründete, wissenschaftliche Urteile hingegen LÄSST sich streiten, auch wenn die falschen unter ihnen natürlich lediglich aus einem Mangel an ästhetischer Bildung hervorgerufen sind, und nicht aufgrund illusorischer „individueller Blickwinkel“ oder ähnlichem Pluralistenkäse. Beurteilungsverschiedenheiten über Leonardo, Lukian, Goethe, Beethoven, Shakespeare, Hitchcock, Groening und Luttinen sind solche zwischen Hirninhabern und Hirnnichtinhabern, und erst recht keine Frage von Geschmäckern. (mehr…)

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Genosse Žižek im US-TV über Hitchcock

„…he’s the great marxist in American cinema. When we hardline-stalinists take over, he will not be liquidated, he will remain…“

„verrywellhung (vor 1 Monat): He is an intelligent man.“

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Richtiges im Falschen

Jemanden zu kritisieren, heißt, ihn für zurechnungsfähig zu halten. Es gibt keine Kommunikation mit Unansprechbaren. Stellen diese sich gegen die objektive Vernunft, werden sie vernichtet.

Kritik ist die fetischisierte Angst vor der richtigen Tat.
Die richtige Tat ist möglich, auch in nicht-revolutionären Zeiten, denn das Richtige ist keine feststehende Größe, kein bloßes Ideal, sondern ergibt sich aus der dialektischen Reflexion und Bestimmung der jeweiligen historischen Situation.

Es gibt ein richtiges Handeln im Falschen.
Kritik gehört nicht dazu; sie ist Ausdruck von Unfähigkeit.

Ludwig Ypsilantis Zachariae Iossif Shdanow, Gesammelte stalinistische Weisheiten, S. 666.

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„Vielfalt als Chance“: Mit Hurensöhnen heim ins Reich

„Vielfalt als Chance“: der neue unerbetene, für die unter rechtsgermanischer Hegemonie stehende Multikulti-Volksgemeinschaft (denn, so suggeriert dieser Clip, solange es gegen Arbeitslose, Juden, Kommunisten und sonstige Volksschädlinge geht, darf auch die Türkin gerne qua Polizeibeamtentum scharf bewaffnet das herrschende Unrecht schützen, zumindest, solange sie dem Spießbürger-Ressentiment vom autoritär-schnoddrigen Attackanacken entspricht und bei den anderen Migranten auf der Hauptschule Arbeit leistet, für die der übliche deutsch sprechende Polizist in der Regel zu doof ist) Reklame machende Werbesloganknüller aus der leider wohl bis zum Tage des endgültigen stalinistischen Garausmachens des bundesrepublikanisch-deutschen Elendsgesindels fortbestehenden Volkserweckungs-Reihe, die u.a. in den letzten Jahrzehnten so traditionsbewusste braune Enthirnungs-Schoten wie „Arbeit macht frei“, „Jedem das seine“, „Sieg Heil“ und „Du bist Deutschland“ hervorgebracht hat, ist ja letztlich, aller anders lautenden Propaganda zum Trotz, eh mal wieder nur „Einfalt als Ergebnis“ produzierender Werbespotsondermüll.

Man kann gegen den Monopolkapitalismus einiges sagen, aber bitte nicht, er vermöge es nicht, seine Ideologie wirkungsvoll und vor allem: total zu reproduzieren. Dagegen waren das MfS, die SED und das DDR-Fernsehen wirklich ganz schrecklich stümperhafter Teenager-Agit-Prop-CB-Amateurfunker-Quatsch. Was man vom heutigen Imperialismus alles lernen kann, das können all die Poststrukturalismus-Seminardeppen und ihre Dozenten mit ihrer bewusstlosen Sprachgrütze, die ihnen aus den Mündern fällt, wie Bäumen im Herbst ihr Laub zu Boden, wohl auch in 100 Jahren noch nicht mal erahnen.

Natürlich findet sich dieser Spot, den ich heute in der Werbepause während der Simpsons auf Pro 7 zum ersten Mal sah, schon seit über einem Monat in der internationalen ideologischen Jauchegrube für nationalsozialistische Willensbildung, genannt „YouTube“, und auch der Rest der zuständigen Propagandastellen im Internet ist mit BRD-Flaggendreck wie diesem hier zugemüllt:

Auch der schwarze Bäcker darf also, wenn es nach dem „Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration“ (sowas gibts sonst nur bei Blogsport und idealistischen Foucaultianern) geht, beim nächsten Faschismus gerne KZ-Aufseher werden, denn der staatlich institutionalisierte Neofaschismus ist halt flexibel. Der Mann wollte vielleicht eigentlich nur Brötchen backen, schwupps, da „ARBEITET“ er plötzlich „FÜR DEUTSCHLAND“.

Was die universelle Ekelhaftigkeit dieser Kampagne anbelangt, kann da nur noch diese Diskussion hier mithalten.*
So haben halt alle massenpsychotischen Parallelgesellschaften in der Demokratie ihre zuständigen Abstumpfungsinstanzen: Was dem Mainstream das Werbefernsehen, ist dem politisch interessierten Underground die Blogdiskussion.

Vielfalt als Chance halt.

*Die deutsche Linke war auch mal harmloser und friedfertiger: In den 60ern und 70ern des letzten Jahrhunderts begnügte sie sich damit, in kollektiv zugeschissenen Kinderläden zu kiffen, gegen Atomkraft zu demonstrieren oder ein paar Kaufhäuser in Brand zu setzen; heute wünschte man sich, sie legten lediglich Bomben, aber nein: sie meinen nun, der Teufel weiss warum, dreist wie sie in all ihrer Ahnungslosigkeit und Unbildung sind, „Texte“ „schreiben“ zu müssen, was nun wirklich nicht hätte sein müssen, denn Blog-Ergüsse von studentischen Journalismus-Aushilfskräften und Freizeit-Jungleworld-Disko-Teilnehmern ziehen den Zeitraum bis zur kommunistischen Revolution üblicherweise nur unnötig in die Länge. Was wäre ein guter alter ehrlicher kleinbürgerlicher Amoklauf mit Papas Schrotgewehr für eine revolutionäre Tat gegenüber diesem präsenilen fiessprachigen Beklopptengeschwätz, welches das Netz von Jahr zu Jahr weiter zublödet…

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Kulla – Zensierender Anarcho-Discord-Commünist

Anarchisten sind in ihrer die Regression einer das Chaos der Irrsinnigen und Debilen befürwortenden, wo nicht sogar erkämpfenden Haltung elendstes Protofaschistenpack, das ist nichts Neues. Der schlimmste Mob allerdings ist in Gestalt solcher Hornochsen anzutreffen, welche, wie der postheteronormativ-autonome Blogger, softcore-antideutsche Chaos-Computer-Club-Volksmusikant, LKW-Tramper (wahrscheinlich containert er auch noch) und GSP-jungle-worldianische space-communism-Vortragsredner Daniel Kulla, ihre anarchistische Dummheit, ihren Staatskritik-Fetisch, ihren wider jede bessere Erkenntnis beibehaltenen Trotz und ihre sonstige integrale Unbildung auch noch unterm Banner eines wie auch immer gemeinten „Kommunismus“ in den entsprechenden Sekten-Zeitungen und sonstigen halböffentlich-mafiösen Internetportalen zur Schau stellen (in solchen Kreisen bestimmt man keine Inhalte mehr und bildet auch keine Begriffe, das Bekenntnis zum „Kommunismus“, gerne auch in seiner antiautoritären, ohnmächtigen und also vollkommen aussichtslosen Variante des „Communismus“ oder „Linkssozialismus“ (Joachim Bruhn) ist reine Nachplapperei und fungiert lediglich als eine Art Banner, den man ausm Blogfenster raushängt, um von scheinbar Gleichgesinnten als ebenfalls cool, also auf dem jeweils aktuellsten Stand der politik-interessierten Subkultur-Barbarei stehend, erkannt zu werden. Größere Mühe muss man sich nicht geben, schließlich gilt man qua Teilhabe am Szenegewäsch schon automatisch als „kritisch“ und bekommt den Applaus von anderen Armleuchtern gratis).

Ist es für jeden gesitteten Menschen, der noch ein Körnchen Restvernunft aufzubringen gewillt war spätestens seit 1989 eine Pflicht, seinem pubertär-demokratischen Idealismus abzuschwören und endlich Mitglied in der stalinistischen, gebildeten Elite von Stand zu werden, so feiern Leute wie Kulla in Linksdeutschbloghausen noch immer die dämlichste Form der Unbildung: den Antistalinismus – um dann mit solchen elend reaktionären Parolen wie „Nein, nein, das ist nicht der Kommunismus“ über den wie bei Schwerstverbrechern zensierten Konterfeis Lenins, Stalins und Maos (allesamt, im Gegensatz zu Kulla und seinen Genossen würdige, vernünftige und für die Sache des Sozialismus tätige Leute) den poplinken, kleinbürgerlich-liberalen Postpunkpöbel für ihr „alternatives Politikmodell“ zu gewinnen trachten.

Offen für jede Scheisse, die irgendwie verschwörungsgeil, theoretisch, „intellektuell“ (haha), „klassenlos“ oder sonstwie postmodern verblödet daher kommt, ist jemand wie Kulla (der ja leider wirklich nur einer von sehr vielen Politdeppen, also letztlich legitimer Repräsentant des zur alternativen Dummheit dressierten Jungle-World-Leser-Volks ist) dann aber weder intellektuell noch von seinen Pöbelskills her in der Lage, auf meine diversen Einwürfe in seinem Blog einzugehen und knickte im dortigen Commentbereich gleich mehrere Male aufs erbärmlichste ein, wo er doch sonst gar nicht genug von „Argumenten“, „Austausch“ usw. faseln kann, der Kullibert. (Das Top-Argument war übrigens: „Vor Leuten wie dir habe ich Angst.“)

Dieser im Keller der kindischen Unvernunft pfeifende Spinner also, der immerhin nach Roger Behrens, Ivo Bozic, Stefan Grigat, Robert Anton Wilson, Gerhard Scheit, diesem Egotronic-Deppen und Gregor Gysi achtdümmste Mensch der Welt, löschte nun, nachdem er sich seines Elends gewahr wurde, einfach direkt und kommentarlos meinen Comment zu seinem wieder einmal mit den dümmsten antikommunistischen Widerlichkeiten und „Eigene-Leute“-Bestimmungsscheisse kokettierenden Blogeintrag namens „Schmerz vs. Helden“.

Mein Kommentar, welcher weise, anständig und wohlformuliert wie folgt lautete:

kullibert, dein debil-reaktionäres gefasel von „DEN EIGENEN (!) LEUTEN“ (die gehören quasi dir, ne?), die womöglich auch noch – gott bewahre! – die linkscommünistische volxküchengemeinschafts-scheisse ignorieren und bedrohen, weil sie bei eurer semi-massenpsychotischen denkdressur nicht mittun, ist schon wieder so verblödet, so dreist, so hirnlos, dass da selbst stalin machtlos gewesen wäre. der hat schließlich auch nicht alles richtig gemacht, sonst müsste sich der weltgeist heute nicht mit solchen canaillen wie dir rumplagen. (kein wunder also auch, dass der olifani-starblog-spast da über mir gleich meint, in dir ein ernsthaftes gegenüber gefunden zu haben und sich einreiht in den sekten-ringelpiez ohne anfassen.)

lern mal schreiben, lies hegel, oder mach mal irgendwas wenigstens ansatzweise zivilisiertes, du larmoyante hohlbirne!

Q.E.D.

Wer sowas löscht, sagt mehr über sich aus als all die anderen schlecht geschriebenen Soziologiestudenten-Müllhalden-Ausmistungs-Texte seines Blogs es vorgeben zu tun.
Da ists dann schnell vorbei mit der toleranten, offenen, linksliberalen Diskussionskultur und man fragt sich wirklich nur noch, ob solche Leute überhaupt jemals ein Gehirn besessen haben oder es doch nur durch mühsame Adorno-Lektüre und „Erfahrung“ langsam in sich zusammen gefault ist.

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